#95 Architekt zwischen den Klimazonen: Was São Paulo Berlin lehrt - Tobias Schrammek

Shownotes

Zwischen Berlin, São Paulo und Kolumbien sucht Tobias Schrammek nach Architektur, die mit dem Klima arbeitet statt gegen es. Mit der Supertype Group testet er Klimahüllen, begrünte Pufferräume und übertragbare Bautypen – und vermittelt an der TU Berlin Typologie als offene Methode. Ein Gespräch über prototypisches Entwerfen und die Frage, wer solche Häuser eigentlich bestellt.

Host und Produktion: Kerstin Kuhnekath Redaktion und Text: Katharina Lux

Übersicht aller Folgen mit weiteren Infos & Bildern zu unseren Gästen: https://www.baunetz-campus.de/podcasts

Der BauNetz CAMPUS Alumni-Podcast wird unterstützt von GIRA.

Transkript anzeigen

00:00:00: Willkommen und seid gegrüßt, zu dem Bauenetz Campus Alumni Podcast präsentiert von Gira.

00:00:08: Ich bin Kerstin Kunekatz und mein heutiger Gast ist Tobias Schrammeck.

00:00:12: Los geht's.

00:00:13: Herzlich willkommen im Baunetzkampus Alumni Podcast.

00:00:16: Tobias Schrammeck, du bist Architekt, Stadtforscher, Lehrender und Mitbegründer der Supertype Group und mit Gründern der Stiftung Oasis.

00:00:27: Foundation

00:00:29: Oasis Urbano.

00:00:31: Ja, wir sprechen über deinen Weg zwischen Studiumforschung, kollektiver Praxis und die Frage wie Architektur als offenes klimaangepasstes veränderbares System gedacht werden kann.

00:00:44: Fangen wir mal an!

00:00:44: Du hast in Berlin einen Sao Paulo-Architekturt studiert?

00:00:48: Wie bist du denn nach Sao Paolo gekommen?

00:00:49: Das

00:00:50: ist eine gute Frage, es ist eine lustige Frage.

00:00:52: Ich habe mich jetzt im Vorfeld auch natürlich gefragt weil ich noch einmal, weil ich wusste dass ich heute hierher komme so ein bisschen reflektiert hab an einfach mit so einem Interesse für Brasilien.

00:01:02: Ich habe, weiß ich nicht, so Musik gehört, glaube ich aus Tropici, Rapsong und da liefen dann auf YouTube im Hintergrund so Strandszenen aus Rio und irgendwie hab' ich gedacht das ist doch mega spannend!

00:01:14: Da will ich irgendwie hin, so ein Gefühl

00:01:16: war das...

00:01:17: Und dann habe ich mich angefangen mit der brasilianischen Architektur auch den Universitäten auseinanderzusetzen weil ich einen Stipendium brauchte.

00:01:25: Ich war in der UDK zu dieser Zeit und die UDk hat keinen Austausch angeboten, offiziell für den Master, indem ich war.

00:01:32: Und dann habe ich einfach so recherchiert und gemerkt, okay, die Union Rio ist nicht so gut, damit kriege ich das sicherlich nicht so argumentiert, dass ich da unbedingt jetzt ein Stipendium brauche... ...und dadurch bin ich eigentlich auf die Escola Paulista, die wirklich ikonische Brasilianische Architekturschule ist.

00:01:53: Also das ist eine Schule, in dem Sinne von einer Lehre würde ich sagen es sind unterschiedliche Architekthinnen die dieser Schule angehören und die stehen für so Architektor als Manifeste des öffentlichen Lebens.

00:02:07: Und da war ich dann fasziniert und habe dann auch gemerkt wow Die V also die Fakultatische Architettur der Eurobanismus in Sao Paulo Ist die Uni an der ... alle diese Architekte in den Gelehrt haben oder zumindest ... ... eine Art von Kontakt hatten.

00:02:23: Und dann war klar, da will ich

00:02:25: hin.".

00:02:25: Das ist ja echt toll!

00:02:27: Also dass du über die Musik... ...den Weg dahin gefunden hast?

00:02:30: Echt schön.

00:02:31: Indirekt ne?

00:02:32: Ja.

00:02:33: Und wie hat das dein Blick auf die Architektur verändert?

00:02:36: Ich hatte vorher schon so ein bisschen im Studium gemerkt,... ...dass mich jetzt der öffentliche bzw.

00:02:43: in dem Sinne auch sozialer Aspekt der Architektor interessiert hat.

00:02:48: Und wenn man jetzt mal so die V zum Beispiel, also das Gebäude von Villanova Alcigas als so gebautes Manifest betrachtet.

00:03:00: Dann hat mich das schon sehr geprägt dass es eigentlich Räume geben kann, die keine direkten Grenzen haben im klassischen Sinne durch Wände und Fassaden und Fenster und Türen, so wie man das jetzt vielleicht aus der europäischen aber natürlich auch so international aus der Architektur natürlich irgendwie kennt.

00:03:25: Und dieses Gebäude ist einfach offen.

00:03:28: also es ist einfach im Grunde eine Infrastruktur.

00:03:30: ja also die auch eigentlich wie ne Infrastruktur erschlossen ist wirklich überrampen Und es eigentlich auch keinen Moment gibt, wo du das Gefühl hast, dass ist jetzt ein richtiger geschlossener Raum.

00:03:43: Das was da drin passiert... Also die Kontakte, die visuellen, die sozialen Kontakte die da entstehen einfach so durch das Zufällige aufeinandertreffen und auch an jemandem vorbeigen oder eine Präsentation vorbeigehen und dann aufmerksam zu werden und zu verweilen.

00:04:01: aber auch die Aneignung, die in diesem Raum stattfindet also sowohl dass man sich jetzt in den Studios im obersten Geschoss unter der Lichtdecke seine Tischkonstellation frei aufstellen kann, seine Modelle so groß bauen kann wie man das will oder auch einfach die Wände, die Sicht betongen und robust sind.

00:04:19: Einfach tatsächlich auch bekleben, besprühen kann.

00:04:22: Also

00:04:23: richtig Interaktion im Raum nutzen, anders nutzen als was hier kennengelernt ist?

00:04:28: Anders nutzen und es gibt weniger Regeln!

00:04:29: In dem Sinne wenn ich das jetzt vergleiche mit der TU ein kleiner Schwenker.

00:04:33: Wir dürfen jetzt gar nichts mehr aufhängen, zum Beispiel.

00:04:36: Also Brandschutzrichtlinien.

00:04:37: Es gibt keine Post da und die Aneignung geht irgendwie so gerade verloren.

00:04:42: Und dort ist es das Gegenteil.

00:04:44: also Die Uni ist eigentlich von den Studierenden belebt und gemacht und das Gebäude bietet den Hintergrund für diese sozialen Aktivitäten, soziale und auch politischen Aktivität.

00:04:54: Werbung der Baunetzkampus Alumnipodcast wird unterstützt von Gira.

00:04:58: Das sind sie mit den Schaltern.

00:05:00: Wenn es um Smart Home und Smart Building oder ganz einfach um die richtigen Schalter und Steckdosen geht, ist Gira Euer Ansprechpartner Nummer eins.

00:05:08: Eingesetzt werden bei Gira ausschließlich hochwertige Materialien wie Edelstahl, Bronze, Aluminium, Glas- und Linolium Multiplex.

00:05:18: Hier findet ihr von der Eingangstür bis in jeden Raum eine übergreifende Produktvielfalt, die euer architektonisches Gesamt bestützt – und zwar in jedem Maßstab im Neubau und im Bestand!

00:05:30: Gira sorgt für effiziente und stylische Elektroinstallationen made in Germany.

00:05:35: Schaut vorbei bei Gira persönlich oder im Netz auf gira.de.

00:05:41: Smart Life, Werbung Ende.

00:05:44: Also das Verhältnis von Architektur, Klima, politischen Aktivitäten und sozialem Raum ist ja sozusagen da bewusst geworden.

00:05:53: was das mit dem Klima welche Besonderheit das ist darüber sprechen wir gleich noch.

00:05:57: kommen wir mal erstmal zur Gründung.

00:05:59: du hast ja früh gegründet gemeinsam mit Pia Brückner und Max Becker die Supertype Group ein Kollektiv.

00:06:06: Wann wurde denn für euch klar, dass ihr Architektur bewusst als kollektive experimentelle Praxis organisieren wollt?

00:06:14: Und wie seid ihr organisiert.

00:06:15: Also wie arbeitet ihr?

00:06:17: Gib mal einen Einblick bitte!

00:06:18: Ja, wie sich das genau ergeben hat.

00:06:21: also ich meine wir sind natürlich... Wir kennen uns schon lange.

00:06:23: Max und ich haben angefangen zu studieren zusammen und haben viele Projekte zusammen gemacht.

00:06:27: Also haben Stunden wochenlange gemeinsame Studiererfahrung hinter uns haben auch im Rahmen unseres Urban Lab Projektes, was der sozusagen der Vorgänger ist.

00:06:39: dann von der Fundation die später gegründet wurde.

00:06:43: Früher eigentlich über dieses Projekt Zugang zu Uni gefunden damals über die Habitat Unit und haben da ein Lehrprojekt draus gemacht mit Studierenden nach Kulumbien rüber.

00:06:54: Pierre war dabei als Studentin war eigentlich das kollektive Moment.

00:07:00: Also zunächst gab es irgendwie natürlich erstmal so eine Analyse des Viertels, dass die Studierenden das kennenlernen und dann haben wir gemeinsam mit vielen Leuten auch aus dem Viertel dann Intervention gebaut – eine Treppe, die damals ziemlich runtergekommen war, die es schon gab aber sehr kaputt durch die Verwitterung.

00:07:18: Wir haben eigentlich ne neue Betontreppe dahingebaut innerhalb von einer Woche glaube ich allen Leuten zusammen.

00:07:24: Und das war ein kollektives Werk und ich glaube, dass hat dann wirklich unseren weiteren Werdegang und unseren Blick auf Architektur sehr stark geprägt.

00:07:35: Wahnsinn, also sowas von praktisch und sofort quasi zu sehen welchen Impact das hat.

00:07:41: Welchen positiven Einfluss es auf die Umgebung hat.

00:07:44: Das ist ja echt

00:07:44: toll!

00:07:45: Aber dazu nochmal vielleicht wie wir heute kollektive Praxis interpretieren führt dann noch weiter.

00:07:50: Also das eine ist natürlich die Zusammenarbeit, wie man jetzt untereinander sich organisiert.

00:07:56: Wir haben jetzt derzeit gerade zwei Praktikanten und versuchen das auch mit denen so gut auf Augenhöhe wie möglich, also die wirklich als feste Mitglieder dieses Kollektivs würde ich das jetzt nennen zu betrachten.

00:08:09: Wo jetzt vielleicht die einzige Hierarchie, so eine Hierarchies des Wissens und der Erfahrung ist aber ansonsten sind die Diskussionen komplett auf Augenhör.

00:08:18: Ein anderer Teil dieses Kollektiven ist glaube ich der Blick auf die Baupraxis jetzt Architekturproduktion im Allgemeinen, also nicht nur auf uns als kollektiv oder Büro bezogen sondern tatsächlich als Baupraxis und wie wir alle zusammen gestalten und bauen.

00:08:41: Und ich glaube dass da ein Schiff, so einen Wandel stattgefunden hat weg von dieser starken Autor-Innenarchitektu ... wie das noch zu Zeiten meines Studiums, ich habe ... ... im Jahr two-thausend acht angefangen so sehr präsent war.

00:08:56: Da gab es die großen Architektennen ein paar ... ... Architektinnen und sehr wenige... ...die im Diskurs überhaupt besprochen wurden.

00:09:03: Und es ging sehr stark darum originelle Lösungen irgendwie so sehr stark künstlerische ... ... selbstreferenzielle Konzepte eigentlich zu entwickeln.

00:09:14: Ich bin sehr froh dass es davon weggekommen ist und dass wir jetzt auch unseren Beitrag So sehen wir eher versuchen, prototypisch zu arbeiten und dass wir uns auch sehr orientieren an Konzepten die es schon gab.

00:09:29: Also in der Vergangenheit zu schauen.

00:09:31: Gerade jetzt was das Ökologische in der Architektur anbelangt, gabs ja in den Achtziger, Siebziger- und Achtzigern Jahren schon tolle... also gab's eine Riesenbewegung, die dann durch den neoliberalen Wandel wieder so ein bisschen zurückgedrängt wurde.

00:09:44: Da schauen wir natürlich und begreifen das als ein Pool von schon vorhandenen Ideen, die es eigentlich auch gilt aufzugreifen weiterzuentwickeln.

00:09:56: Und so empfinden wir dann halt oder hoffen wir dass das was wir jetzt machen auch einen weiteren Beitrag ist der dann von anderen aufgegriffen wird zum Beispiel.

00:10:03: Ihr betrachtet das Bauen auch als Mittel prototypische Ideen zu testen?

00:10:08: Ja!

00:10:09: Es geht also um experimentieren und Prototypen als Entwurfsstrategie.

00:10:14: Was heißt das genau?

00:10:15: Also was heißt prototypisch in diesem Zusammenhang und wie zeigt sich das in euren Projekten.

00:10:21: Das Prototypische, da geht es vor allem darum dass man jetzt für uns ganz spezifisch wie wir prototypisches Entwerfen thematisieren ist, dass wir einfach... Wir haben einfach kleine Projekte.

00:10:34: also wir haben einen Wettbewerb gemacht mit mäßigem Erfolg.

00:10:38: Pierre und ich sind ja beide in der Uni, mehr als fünfzig Prozent.

00:10:43: Max ist Kodirektor der Stiftung in Kolumbien zusammen mit Ciello Eulginen Und wir haben einfach auch gemerkt Wir haben wenig Zeit und dann ist uns dieses erste Projekt zugeflogen die das Wintergartenhaus

00:10:57: In Pankow

00:10:59: über den Kontakt über Helga Blocksdorf bei der Pierre und Ich gearbeitet haben hatten wir das Glück, dass Helga keine Zeit hatte und uns dieses Projekt gegeben hat oder weitergeleitet hat.

00:11:09: Und da haben wir eigentlich dann die Chance gesehen an einem kleinen Projekt was jetzt halt eigentlich auch nicht das abbildet, was wir natürlich gerne wollen würden also die großen sozialen Projekte ein nachhaltiger sozial ökologisch-nachhaltiger Wohnungsbau oder sowas, was ein großer Traum ist, haben wir gemerkt, dass wir das mit den kleinen Projekten jetzt direkt so hinbekommen können.

00:11:31: Aber uns dann gefragt schnell, was können wir eigentlich in den kleinen Projekten aber doch entwickeln?

00:11:38: Was man später vielleicht auf genau diese Projekte anwenden könnte.

00:11:42: Da kam es bei uns her.

00:11:43: und was das prototypische Arbeiten jetzt für uns bedeutet ist dass man mit den Bauaufgaben die einem zufällig so zufallen Versucht Themen jetzt zum Beispiel der Low-Tech Klimalösung, die überräumliche Systeme gemacht wird und nicht über technologische Add-ons oder auch die Frage der Ökologie.

00:12:07: Also wie kann man das Verhältnis zwischen Innenraum, Außenraum, zwischen Haus und Garten nach Haus und Umwelt eigentlich auflösen?

00:12:16: Und dadurch auch neue Arten von Bautypen... entwickeln.

00:12:21: Also das Wintergartenhaus in Berlin-Panko darüber hat Baunetz Campus auch berichtet, da können die Hörerinnen und Hörern auch gerne mal nochmal nachlesen und nachschauen.

00:12:30: dort arbeitet ihr mit einer vorgelagerten Klimahülle und offene Nutzungsmöglichkeiten auch mal zu beschreiben was daran prototypisch ist.

00:12:40: Klar, Pflanzen spielen da auch eine große Rolle und generell spielt in eurer Arbeit der Einfluss tropischer und subtropischer Architektur.

00:12:46: Eine große Rolle geprägt eben durch die Erfahrung in Lateinamerika von denen du gesprochen hast insbesondere Brasilien und Chile und Kolumbien dann

00:12:54: auch.

00:12:55: Ihr habt also Ansätze entwickelt bei den Naturraum soziale Prozesse und Bauweise ineinandergreifen.

00:13:03: Wie lassen sich denn diese Prinzipien wie Leichtigkeit, Low-Tech was du gerade gesagt hast oder Anpassungsfähigkeit in den europäischen Kontext übertragen?

00:13:13: Also jetzt wenn man das Wintergartenhaus anguckt ganz speziell dann gab es dafür uns eigentlich zwei Hauptideen.

00:13:20: Das eine ist dieser Klimapuffer der jetzt im Grunde wie so eine Art von raumhaltiger Dämmenschicht vor der Brandwand ist, vor der Treppenhausbrandwand Und das andere ist so ein anpassungsfähiges Bausystem.

00:13:33: Also wenn wir jetzt wirklich auf die prototypischen Eigenschaften eingehen, dann sind das eigentlich die beiden Hauptthemen.

00:13:37: Das eine ist ein prototypisches klimatisches Konzept Haus im Haus oder Haus in der Klimahülle und dann der Pufferraum, der entsteht, der ist dann sozusagen noch zusätzlich programmiert also in dem Fall durch den Garten, sodass dann die Person, die dort lebt diesen zwischentemperierten Bereich zum Gärtnern beispielsweise nutzen kann.

00:14:01: Es gibt noch weitere Ebenen, die dann halt auch für unterschiedliche Aktivitäten, die jetzt nicht so eine hohe Temperatur wie jetzt zwanzig oder vierundzwanzig Grad benötigen sondern auch mal mit fünfzehn oder zehn Grad wenn es ganz kalt ist auskommen.

00:14:15: Das zweite und das hängt dann auch unmittelbar mit dem Konzept der Hülle zusammen ist dass wir das geschafft haben das veränderbare Bausysteme in Europa, also in der Temperate Climate Zone nicht möglich sind wegen der baufysikalischen Thematiken.

00:14:31: Also wegen der Anschlüsse.

00:14:33: Die können wir jetzt möglich machen weil wir die Klimahülle drum herum haben und die Struktur, also die Primärstruktur, die Schlitz- und Trägerstruktur gelöst haben sozusagen von der Hülle und dadurch können wir da drinnen frei ausbauen und umbauen.

00:14:49: Das Haus ist sozusagen anpassungsfähig in Bezug auf mögliche zukünftige Veränderungen in der Bewohnen-Konstellation.

00:14:58: Und welche Aspekte daraus wurden oder habt ihr übertragen aus der subtropischen Architektur?

00:15:04: Es gibt interessante Referenzen, also eine Referenz ist Markus Akayaba, brasilianischer Architek, der viel mit so Holzstrukturen arbeitet, mit leichten offenen Holzstruktur, die er so in starke Vegetation eigentlich einbettet – also in dem Fall in die Marta Atlantica den atlantischen Regenwald.

00:15:23: Das war eine starke Referenz.

00:15:26: Und dann natürlich die Öffenbarkeit, also durch welche Elemente man das schafft, Innen- und Außenraum verschwimmen zu lassen – in dem Fall von dem Wintergartenhaus sind es diese Faltfassaden, die man jetzt ganz öffnen kann, um die im Winter die Klimahöhle schließen so dass man den klimatischen Anforderungen gerecht werden kann.

00:15:49: Im Sommer ist aber ermöglichen diese Fassaden wirklich teilweise zwei bis drei Wochen offen stehen können.

00:15:55: und dann passiert das tatsächlich, dass jetzt die bodendeckende Vegetationsschicht dort teilweise auch diese Aluminiumprofile, die man ja für die Faltfassaden unten als Fußprofil braucht.

00:16:06: Die werden überwachsen so, dass man gar nicht mehr sieht, dass da eigentlich Fassade ist.

00:16:12: also da haben wir es dann wirklich hingekriegt einen Eindruck zu haben, wie man den jetzt beispielsweise auch bei der V hat.

00:16:18: Also dem Architekturgebäude wo jetzt unter dem Dach die Vegetation wirklich auch so ins Gebäude eindringt.

00:16:25: das ist dann jetzt hier auch so und das haben wir jetzt wirklich nur hingekriegt durch diese Klima-Hölle, die da drum ist sozusagen der Trick.

00:16:32: Meinst du dass kann man auch hoch skalieren?

00:16:35: Mit dem Hochskalieren?

00:16:36: ich glaube es gibt zwei Aspekte.

00:16:38: also einerseits ist die Frage der Übertragbarkeit eine typologische, also wir haben ein anderes Beispiel wo wir gerade daran entwerfen und jetzt in die Ausführung gehen.

00:16:49: Das ist ein Stallumbau im Spreewald und das ist ein typisches Gebäude wird jetzt oft natürlich durch die Transformation der Landwirtschaft Nicht mehr als Steilgebäude zum Beispiel genutzt oder die Scheuen werden nicht mehr als Scheune genutzen.

00:17:06: Was

00:17:06: war kurz typisch heißt Backstein mit Holzdach?

00:17:10: Genau

00:17:11: das ist ein Backstein, also das sind jetzt würde ich mal sagen die typologischen oder typischen Eigenschaften von diesen Steigebäuden.

00:17:17: und das heißt aber dass diese Bauaufgabe oder in Wurfsaufgaben Umnutzung eines Steils in einem Wohnhaus wird es öfter geben.

00:17:26: Und das ist eine Form der Übertragung, dass wir da prototypisch auch wieder Interventionsmöglichkeiten entwickeln, die bei uns immer sehr systemisch sind.

00:17:37: Also mit der Frage wie kann man die typischen Eigenschaften der Grundrisskonfiguration zum Beispiel aufgreifen um in dem Fall dieses Projekt jetzt drei Wohneinheiten in einen Stall reinzubringen, die unterschiedlich zueinander schaltbar sind und die verschiedene Wohnkonstellation ermöglichen?

00:17:53: Und solche Konstellationen könnte man natürlich in sehr bauehnliche Gebäude also den gleichen Typus nur etwas... einer anderen Stelle, könnte man natürlich übertragen.

00:18:03: Und das ist jetzt nochmal um dieses Prototypische vielleicht noch mal so zu verstehen.

00:18:08: und die andere Art der Übertragung wäre jetzt zu sagen, dass würde beim Wintergartenhaus zum Beispiel funktionieren, dass man sagt diese Struktur, die wir entwickelt haben, die ja eine generische Raumstruktur oder ein generisches Raumsystem ist, dass es einfach wirklich vergrößern kann.

00:18:26: in dem Sinne Schicht des Hauses derzeit, kann man halt eigentlich auch ein eigenes großes Wohnhaus machen mit mehreren Wohneinheiten.

00:18:38: Dass dann diese selben Qualitäten hat zwischen beheizbarem Raum innerhalb der Hülle und unbeheiztem Raum Zwischenraum innerhalb dieser Hülla.

00:18:46: Und wie sucht ihr euch solche Aufträge?

00:18:48: Ja das ist der nächste Schritt.

00:18:51: also unsere Überlegung ist schon Wie wir jetzt ja Bauherrinnen finden oder Bauleute finden, die sowas mit uns angehen.

00:19:03: Eine Überlegung ist natürlich die großen Wohnungsbaugesellschaften, die städtischen zu kontaktieren und zu schauen ob es Bedarf gibt?

00:19:13: Oder zu sagen dass es bedarf gibt!

00:19:15: Und hier sind wir... Wir haben Lesungen.

00:19:17: Es

00:19:17: gibt Bedarf.

00:19:18: also ich weiß das aus einer Kooperation aus einem Designstudio was ich vor zwei Jahren gemacht habe ... in Marzahn.

00:19:25: Der WBS-Siebzig in Marzan, der im Grunde die städtebauliche Struktur eigentlich... ... charakterisiert ist oft natürlich schon... ... thermisch qualifiziert.

00:19:40: aber viele sind auch noch im Originalzustand das heißt sie sind sehr schlecht gedämmt und... Und die Wohnungen sind auch sehr rigide und nicht auf so viele unterschiedliche... Konstellationsmöglichkeiten ausgelegt.

00:19:53: Also damals waren die sehr stark auf bestimmte Typen, also die Kleinfamilie zum Beispiel ausgelegt aber andere Konstellationen war nicht angedacht.

00:20:02: und die Frage ist natürlich wie könnte man jetzt diese Gebäude so auch aller Lackathon-Versal eigentlich thermisch qualifizieren?

00:20:10: Dämmen und gleichzeitig aber in dieser Dämschicht dann halt wirklich eine zusätzliche Raumqualität bieten, die dann vielleicht auch die Qualität von einem zusätzlichen Grünraum, vielleicht sogar von einem produktiven Grünrahmen bietet.

00:20:24: Ja, Lakathor Marzall kennen die meisten vermutlich... Da gibt es auch sehr viel drüber zu lesen.

00:20:29: das kann man googeln und da findet man dann ganz viel zu!

00:20:32: Lass uns mal über deinen Promotionsprojekt sprechen Metabolic Prototypes.

00:20:37: Da fließt alles ein, was du sozusagen praktizierst.

00:20:41: Woran du forschst?

00:20:42: Ja

00:20:42: ja also es ist ein heitendes Thema nicht wirklich aber für mich selber gerade schon weil eine Promotion ist...

00:20:49: Ein

00:20:50: langatmiger Prozess und des Denkens und Neudenkens der Selbstreflektion und der Reflexion der eigenen Arbeit.

00:20:57: Weil diese Promotion über unsere Arbeit als Supertype Group ... durch eine bestimmte Linse angeschaut.

00:21:05: Und dieses Programm in Wurstbasierte Promotion, indem ich das mache,... ... hat den Anspruch... ... dass das Entwerfen eigentlich auch nach wissenschaftlichen Parametern bewertet werden kann und so halt die wissenschaftliche Arbeit nicht klassisch nach irgendwie Kriterien des zum Beispiel experimentierend und dann auswertens... betrachtet wird, sondern dass das Entwerfen auch selber als experimenteller Prozess Anerkennung findet.

00:21:38: Und das ist manchmal nicht so einfach weil man sich natürlich auch selber seine Kriterien nachdem man das bewertet dann suchen muss.

00:21:50: Das nur so als Vorbemerkungen für mich selber, weil ich mir da viel jetzt Gedanken drüber gemacht habe.

00:21:55: thematisch selber.

00:21:58: metabolic prototypes bedeutete immer das Gebäude selber als offene, adaptive Struktur zu denken die in eine Umwelt eingebettet ist.

00:22:11: Die ja schon selber in Zyklen oder zirkulär funktioniert.

00:22:19: und das metabolische jetzt beispielsweise an unseren Projekten wäre der Umgang mit dem Klima, also mit Luft, mit Heizsystemen wäre aber auch der Umgang mit Wasser das Projekt, was wir jetzt in Kolumbien realisieren wollen.

00:22:37: Was der Hauptsitz der Stiftung wäre aber gleichzeitig auch noch ein Bildungs- und Kulturzentrum arbeitet sehr stark mit der Idee von dem Sammeln von Wasser und dann dem Leiten des Wassers in eine Vegetationsschicht die gleichzeitig Erschließungsschicht ist und dann so eine Art offener Klimapuffer, der das Gebäude umgibt.

00:22:57: Gleichzeitig aber auch Aufenthaltsraum Nutzung vielleicht in die Nachbarschaft kommuniziert.

00:23:05: und das sind jetzt alles unterschiedliche Beispiele davon, was jetzt metabolisch bedeuten würde.

00:23:10: Du bist noch in der Phase wenn man vielleicht drei Akte daraus machen würde.

00:23:14: im ersten Akt wurde sozusagen auch noch mal die ganze Grundfrage und die Voraussetzung nochmal.

00:23:21: Also liegt das auch noch ein Großteil vor dir, steckst aber mittendrin sozusagen.

00:23:26: Kommen wir zu deiner Lehre und Forschung.

00:23:29: Du arbeitest seit der TU Berlin am Lehrstuhl Gebäudelehre und entwerfen und betreuest den Master Typologie?

00:23:38: Und wie vermittelst du Typologie als etwas Wandelbares und nicht als starres Ordnungssystem?

00:23:45: Oh,

00:23:48: das ist eine sehr gute Frage.

00:23:49: Also ich habe im Jahr zwei Tausend Neunzehn an der TU angefangen bei Rainer Hehl also auch meinen Mentor in dem Sinne was die Lehre anbelangt und Rainer hatte den Makti schon zwei Jahre vorher oder ein Jahr vorher übernommen von damals von Matthias Ballestrem der das Ganze überhaupt in die Wege geleitet hat.

00:24:10: War

00:24:10: auch schon zu Gast hier im Podcast?

00:24:11: Kann

00:24:12: man mal nachhören.

00:24:13: Cool!

00:24:14: Genau Als ich angefangen habe, hab' ich gemerkt, wow Typologie das ist immer so ein starres Wort und man kannte das von früher.

00:24:21: Das war sehr klassisch und einschränkend auch einen hochgestochenen Diskurs den ich nie verstanden habe als Student.

00:24:29: Und ich habe es sehr lange tatsächlich auch gebraucht also ich denke mal zwei bis drei Jahre... ...bis ich verstanden haben was Typologie überhaupt sein kann!

00:24:37: Also weil Typologie am Ende jetzt für mich ist eine Methode.

00:24:43: Es ist eine Methode, Architektur anzuschauen zu verstehen also zu analysieren.

00:24:50: Das heißt ne Methode wo man sich zunächst mal fragt was macht überhaupt ein Gebäude zu dem was es is?

00:24:56: Und das sind natürlich immer die spezifischen Produktionsbedingungen und die sind ja total manigfaltig.

00:25:02: je nachdem in welchem Jahrhundert oder in welcher Zeit oder auch in welchen klimatischem kulturellen Kontext man auf Architektor schaut sind diese Bedingungen immer unterschiedlich.

00:25:12: Und wenn ein Architektur produziert wird, dann steht natürlich die Nutzung an erster Stelle aber natürlich auch Faktoren wie lokales Klima, Faktor wie lokale Baumaterialien, Fektoren wie kulturelle Vorgaben programmatisch, performativ... Also es gibt ganz viele Faktore, die eigentlich jetzt dazu führen dass ein Gebäude so aussieht wie es aussieht und Es ist wirklich interessant, sich erst mal damit auseinanderzusetzen das zu verstehen.

00:25:40: Das wäre jetzt eigentlich ein erster Schritt wo ich das spannend finde Typologie wirklich anzuwenden nämlich erstmal in der Analyse und sich zu fragen warum sieht etwas so aus wie es aussieht?

00:25:51: Was dann interessant ist ist dass wenn man jetzt sagt Typologie ist eine Methode die vor allem das Vergleichen auch von unterschiedlichen Gebäudetypen beinhaltet, dann kann man natürlich bestimmte Produktionsbedingungen aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten aber zum selben Programm oder zur selben Funktion anschauen und können schauen was macht diese Typen unterschiedlich.

00:26:16: Man kann aber auch Typen unter ganz anderen Gesichtspunkten anschauen.

00:26:19: früher war das immer funktional.

00:26:21: da hat man gesagt Bahnhof Kirche Schule Rathaus.

00:26:25: heute kann man sich aber auch Architektur mit unterschiedlichen Programmen anschauen.

00:26:31: was sie zusammenbringt, ist die Konstruktionsweise vielleicht eine Holzkonstruktion oder sowas.

00:26:36: Und da ist eigentlich der Punkt wo es auch spannend wird, dass man plötzlich sagen kann das man ein Typus transferiert aus einem ganz anderen Programm also ich weiß nicht die Struktur einer Schule nehme und die auf einen Museum anwende oder vielleicht auch eher anders rum.

00:26:54: Es ist jetzt ein total bananes Beispiel aber da ist es eigentlich wo dann das typologische Denken wirklich interessant wird.

00:27:00: Also wenn man jetzt sozusagen sagt, die Typologie ist einmal das Betrachten und das Verstehen und das Vergleichen von Bautypen dann wäre der nächste Schritt natürlich dass man das was man jetzt verstanden hat.

00:27:12: Was man gelernt hat auch auf die eigene Praxis anwenden kann.

00:27:15: Und wenn man das als, sagen wir mal, Reziprokenprozess sieht.

00:27:18: also wenn ich mir ein vorhandenes Gebäude anschaue und seine Produktionsbedingungen verstehe und weiß warum die zu einem bestimmten zu einer bestimmten Sprache führen.

00:27:28: Dann kann ich eigentlich im nächsten Schritt selber ein Konzept formulieren, eine Absicht formulieren und zu dieser Absicht ganz viele unterschiedliche Parameter eigentlich mir bereitlegen von denen ich möchte dass sie in die Gestaltung dieses neuen Typus einfließen und dann eigentlich im Grunde in einem Reverse Process aus dem Konzept dann die Sprache für den neuen Typuss ableiten.

00:27:54: Welche Rolle spielt diese prozesshafte Praxis für die Studierenden?

00:27:58: Das Prozesshaft hier jetzt auch noch mal vor dem Hintergrund vielleicht von einem Entwurfsstudio, was mich gerade interessiert ist das halt wirklich es nicht in der Aufgabe gibt, die gestellt wird und mit einem Raumprogramm.

00:28:09: Und dann gibt's eigentlich am Ende den Gebäudeentwurf bei dem es nur um die Frage der räumlichen Gestaltung und der architektonischen Gestaltung geht sondern dass Studios eigentlich an sich kollektive Forschungsprojekte sind, wo die Studierenden untereinander kollaborieren.

00:28:28: Wo ich genauso mich selber involviere mit demselben Drang was Neues zu lernen wie die Studieren und wo wir eigentlich das gemeinsam diese neue Forschungsfrage angehen.

00:28:37: Gerade derzeit betreue ich ein Studio Fittotypes, wo es jetzt um die Frage der Pflanzen in gebauten Strukturen oder auch gebaute Strukture in Vegetation geht vor dem Kontext Berlin Und da ist es jetzt eigentlich eine super spannende gemeinsame Forschung, wo wir auch Expertinnen eingeladen haben die dann Vorträge zu Pflanzenkunde oder auch zur Fassadenbegrünung und Hitze Stress in der Stadt usw.

00:29:03: Und so weitergeben – und dann geht's wirklich darum ja dass die Studierenden ihre eigenen Themen entwickeln vor dem Hintergrund dieser Forschung und wirklich in Würfe entwickeln auf Grundlage von Geschichten.

00:29:15: diese erzählen also wirklich von Narrativen

00:29:18: Was die Studieren bei euch lernen.

00:29:20: Das ist ja schon eine Weiterentwicklung der klassischen Ausbildung, wie ich sie noch erlebt habe und du auch.

00:29:27: Wie würdest du es beschreiben dieses Berufsbild des Architekten?

00:29:30: Der jetzt eben weg von Autorenschaft ist und hin zum kollektiven Denken und aber auch diese ganzen Aspekte die du genannt hast das Prozesshafte, die Pflanzen, die Typologienfragestellen oder Andersfragen stellen.

00:29:42: Also ich weiß nicht... Es ist natürlich schwer jetzt eine allgemeine Aussage dazu zu treffen.

00:29:46: wenn man das jetzt vor dem Hintergrund unserer spezifischen Praxis gerade vielleicht auch mal betrachtet, glaube ich ändert sich das Berufsbild dahingehend dass wenn wir den Herausforderungen die jetzt beispielsweise der Klimawandel an die Architekturproduktion stellt.

00:30:04: Wenn wir diesen gerecht werden wollen dann müssen wir wegkommen von der konventionellen Produktion, Reproduktion von Architektur.

00:30:14: Also dem Standardwohnhaus weiß ich nicht so Flotwell-Apartments oder sowas.

00:30:19: Dann müssen wir auch glaube ich wegkommen von Konventionen in Bezug auf teilweise auch DIN Vorschriften.

00:30:26: also das heißt man muss Prozesse infrage stellen und ich glaube dieses Infragestellen funktioniert vor allem dann wenn man sich abseits dieser konventionellen Praxis mit Fragestellungen beschäftigt ... dann interdisziplinär arbeitet.

00:30:42: Und ich glaube auch, also jetzt zum Beispiel interdisdiplinär wie vor dem Hintergrund dieses Studios... ... wo wir da mit Ökologinnen zusammenarbeiten beispielsweise oder auch mit LandschaftsarchitektInnen,... ... was anderes, was ich auch noch super wichtig finde ist dass man es ist sehr aus dem Alltag gegriffen aber das man jetzt so diese klassische Trennung Architekt-Innen sind die tollen Gestalterinnen und die Ingenieurinnen, sind jetzt irgendwie die Drügen, die immer nur keine Lust haben zu arbeiten.

00:31:14: Und nur blöde Vorgaben geben, wo man immer dagegen gehen muss.

00:31:18: Da glaube ich ist es auch wichtig dass man wirklich gemeinschaftlich bestimmte Ziele formuliert und dann mit einem gewissen Ideal natürlich was man dafür braucht Gemeinschaftlich auch versucht dann dieses Ziel zu erreichen.

00:31:33: also Ein Beispiel ist jetzt nur Wataru Furuya, der ist Statiker und mit ihm machen wir eigentlich fast alle unsere Projekte.

00:31:42: Und wenn wir zusammenarbeiten arbeiten wie als Team.

00:31:44: Ja!

00:31:45: Und früh zusammenscheinlich auch.

00:31:46: Der früh

00:31:47: zusammen und uns interessiert dann natürlich auch irgendwie so seine Haltung und unterstützt uns dann bei der Entwicklung der Systeme und das hat immer Einfluss natürlich auch noch auf den Entwurf.

00:31:58: Ich würde jetzt zum Ende kommen und total gerne von dir noch wissen Wenn du auf deiner eigenen Station schaust und auch, wie sich das Berufsbild in deinen Augen auch geändert hat.

00:32:09: Was möchtest du Studierenden oder jungen Einsteigerinnen mitgeben?

00:32:13: Die jetzt zuhören und die wirklich total offen sind dafür auch sagen ich möchte auch eine andere Baukultur kennenlernen an einen anderen Teil der Erde was anderes entdecken

00:32:22: und

00:32:23: mich da auch breit aufstellen.

00:32:25: Also ich glaube so man muss immer sein persönlichen Überzeugung und Träumen nachgehen.

00:32:32: Ich glaube in jedem Fall Was ich unglaublich wichtig finde ist, dass gerade wenn man jetzt anfängt nach der Uni beispielsweise in einem Büro zu ganz klassisch.

00:32:43: Ich selber habe ja nur diesen ganz klassischen Werdegang tatsächlich auch am Ende aber das man immer kritisch ist und wenn man das Gefühl hat, dass das woran mein Mitarbeitet nicht das Richtige ist sollte man es in jedem Fall sagen.

00:32:55: weil natürlich wenn ich das jetzt aus der Sicht betrachte von jemandem, der jetzt auch gerade Mitarbeiter hat.

00:33:02: Will ich ja auch immer hören ob das wo wir gerade dran sind oder wir wollen das immer hören?

00:33:07: Ob dass wo wir grade dran sind, ob das das Richtige ist.

00:33:10: also Ich glaube das ist das allerwichtigste.

00:33:12: und dann glaube ich auch jetzt aus meinem eigenen Standpunkt denke ich sollte man sein Überzeugungen wie gesagt nachgehen aber auch seinen Idealen und den Idealismus nicht verlieren weil ich glaube wir leben in einer Zeit in der der Idealismus leider wieder verloren geht und vielleicht auch in der Resignation übergeht.

00:33:31: Und ich glaube, an seinen Idealen zu bleiben, Herausforderungen anzunehmen und zu versuchen das zu verwirklichen von dem man glaubt dass es die Welt weiterbringt und jetzt für uns als Architektinnen vielleicht die Baukultur besser macht.

00:33:49: Okay, super.

00:33:50: Dann danke ich dir ganz herzlich für deine Zeit und du hast viel zu tun das weiß ich ja.

00:33:55: und dafür das Interview Tobias Schrammig.

00:33:57: Dankeschön!

00:33:58: Das

00:33:58: war Studiertum zu bauen.

00:33:59: der Baunetz Campus Alumni Podcast präsentiert von Gira.

00:34:03: wir freuen uns wenn ihr uns eine Bewertung da lasst den Podcast abonniert und natürlich, wenn ihr beim nächsten Mal wieder rein hört.

00:34:11: Redaktion und Veröffentlichung Katharina Lux und Sorana Radulescu bauen jetzt Campus Moderation und Audioproduktion.

00:34:18: Ich Kerstin Kunekat Berlin.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.