#89 Stadtplanerin zwischen Verwaltung und Aktivismus: Gemeinwohl ist keine Floskel - Judith Nurmann

Shownotes

Judith Nuhrmann ist Stadtplanerin in der öffentlichen Verwaltung und bodenpolitische Sprecherin der A4F. In politischen Kreisen setzt sie sich für das Gemeinwohl ein. Was verrät sie über den Einfluss von Lobbyismus und warum sollte man Bundestagsabgeordneten häufiger schreiben?

Host und Produktion: Kerstin Kuhnekath Redaktion: Katharina Lux Text: Sorana Radulescu

Übersicht aller Folgen mit weiteren Infos & Bildern zu unseren Gästen: https://www.baunetz-campus.de/podcasts

Der BauNetz CAMPUS Alumni-Podcast wird unterstützt von GIRA.

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00:00:00: Willkommen und seid gegrüßt zur neunundachzigsten Episode von Studium zu Bauen, dem Baunetz Campus Alumni Podcast präsentiert von Gira.

00:00:08: Ich bin Kerstin Kuhnekatz und mein heutiger Gast ist Judith Norman.

00:00:12: Los geht's!

00:00:14: Herzlich willkommen im Baunetz Campus Alumni Podcast Judith Norman.

00:00:18: Du bist Stadtplanerin in Hamburg.

00:00:21: Arbeitest seit vielen Jahren in der kommunalen Planung in Hamburg und verbindet deine fachliche Praxis mit politischer Kommunikation und zivilgesellschaftlichem Engagement.

00:00:32: In deiner Arbeit bewegst du dich souverän zwischen Verwaltung, Fachöffentlichkeit und Bundespolitik mit dem klaren Anliegen, planerisches Wissen aktiv in gesellschaftliche Aushandlungsprozesse einzubringen.

00:00:47: Was das heißt und wie du da hingekommen bist, darüber möchte ich jetzt gerne mit dir sprechen.

00:00:52: Du hast

00:00:53: Stadtplanung an der Hafencity Universität Hamburg, kurz HCU, studiert, Bachelor und Master gemacht, zwischen dem Jahr und dem Jahr.

00:01:03: Wie hast du deine Ausbildung rückblickend erlebt und welche Rolle haben politische Fragen damals schon für dich gespielt?

00:01:11: Zunächst mal vielen Dank, dass ich hier bei euch sein darf.

00:01:14: Super, super cool.

00:01:16: Ja, wie habe ich mein Studium erlebt?

00:01:19: Das ist total interessant, wenn man hinterher in der öffentlichen Verwaltung landet, also sozusagen der Unterschied zwischen dem hartformellen Alltag als Stadtternarin und dem Studium.

00:01:31: Ich glaube, was mich im Studium am meisten geprägt hat, ist die Projektarbeit.

00:01:37: Also das gemeinsame Arbeiten, das Austaktieren von Gruppen, das Lernen.

00:01:44: Wer macht hier was?

00:01:46: Wer hat welche Talente?

00:01:48: Wer kann sich wo am besten dahinter klemmen?

00:01:51: Also Gruppendynamiken zu lernen, war ein ganz essentieller Bestandteil des Studiums.

00:01:57: Das habe ich hinterher erst zu schätzen gelernt.

00:02:01: da passiert ist, weil der Stadtplanungsjob hat ganz, ganz viel mit Moderation und Mediation von unterschiedlichen Akteuren zu tun und das ist natürlich was, was in der Schule erstmal auf der Strecke bleibt, also definitiv im Studium gelernt.

00:02:19: und Ich war im Studium auch sehr visuell, also graf- grafisch, Dinge grafisch aufarbeiten, schwere komplexe Themenstellungen irgendwie so verpacken, dass die Bürgerinnen und Bürger verstehen können, weil ich glaube, das kennen wir alle, dass ganz, ganz oft aus irgendwelchen Verwaltungen oder sonst woher total tolle Konzepte kommen und sie liegen dann wie so Papiertieger irgendwo rum.

00:02:45: Und ich habe mich, glaube ich, mein ganzes Masterstudium damit beschäftigt.

00:02:49: Wie kann man das den Grafisch aufbreiten und anschaulicher machen?

00:02:54: Weil damals gab es noch gar kein schönes Social Media, wo man TikTok-Videos machen konnte oder so.

00:02:59: Und das habe ich aus meinem Studium mitgenommen.

00:03:02: Also so gar nicht Sachen, die eigentlich nachher in die Verwaltung passen.

00:03:05: Werbung.

00:03:06: Der Baunetz Campus Alumni Podcast wird unterstützt von Gira.

00:03:10: Das sind die mit den Schaltern.

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00:03:56: Deine Abschlussarbeit beschäftigt sich mit Regional- und Stadtentwicklung im Emsland.

00:04:01: Also gab es in dieser frühen Phase, noch bevor du in den Beruf eingestiegen bist, bereits Themen oder Konflikte, die dein heutiges Interesse an Boden- und Wohnungspolitik geprägt

00:04:11: haben?

00:04:12: Ja, absolut.

00:04:13: Ich habe meine Bachelorarbeit und meine Masterarbeit über den demografischen Wandel geschrieben.

00:04:21: Das war damals zum Zeitpunkt, wo ich studiert habe.

00:04:24: Zwischen Jahrzehnte und Jahrzehnte müssen die beiden Abschlussarbeiten irgendwann gewesen sein.

00:04:30: Das war quasi der heiße Scheiß zum damaligen Zeitpunkt.

00:04:34: Mit dem Leitspruch, wir werden weniger älter, bunter und ärmer.

00:04:40: Das war die demografische Entwicklung, die man vorausgesehen hat.

00:04:44: Und ich komme aus dem Emsland und fand das natürlich dann super interessant zu gucken.

00:04:49: Ja, was macht denn der demografische Wandel mit meiner Heimat?

00:04:53: Und der Fokus lag ganz, ganz stark auf dem Einfamilienhaus bestand.

00:04:57: Also, was passiert, wenn die Bevölkerung, also die Babyboomer, die größte Bevölkerungsgruppe, die wir aktuell in Deutschland haben, plötzlich gemeinsam alt wird und das Einfamilienhaus irgendwie so gar nicht mehr die passende Wohnform für diese Gruppe ist?

00:05:14: Und unter dem Stern stand dann die Abschlussarbeit.

00:05:19: Und das begleitet mich bis heute, weil wir kommen jetzt quasi in diese Phase, wo die Babybommer gemeinsam alt werden.

00:05:28: Und viele da draußen sind bestimmt auch mit Daniel Fuhrhop, Wohnwende, Ökonom und sonstigen Konsorten vertraut, die sich ja ganz intensiv mit den stillen Wohnraumreserven auseinandersetzen.

00:05:42: Insofern wird man das Thema nicht wieder los.

00:05:44: Das stimmt.

00:05:45: Ich habe auch gerade gedacht, der Hype um das

00:05:48: Thema,

00:05:49: so wie ich es erlebt habe, ist aber auch so ein bisschen vorbei.

00:05:51: Und man muss so wieder gucken, dass es irgendwie in den Medien bleibt.

00:05:55: Und das ist wahrscheinlich auch eine Aufgabe, die du ja auch hast als Sprecherin von Architects for Future.

00:06:00: Aber bevor wir zu dieser Rolle kommen, wollte ich noch mal kurz was anderes fragen.

00:06:04: Und zwar, du bezeichnest dich selbst als ganz normal ausgebildete Stadtplanerin.

00:06:10: Was heißt normal?

00:06:11: Und was wäre unnormal?

00:06:13: Im positiven Sinne vielleicht.

00:06:17: Habe ich das gesagt?

00:06:18: Wie komme ich denn da jetzt wieder raus?

00:06:20: Ich glaube, dass ich mich als ganz normal, auch relativ häufig bezeichne, lieb daran, dass ich ja nebenher diese ehrenamtliche Rolle habe und ich immer wieder deutlich machen will, dass alle das können.

00:06:35: Also ich, an mir ist in dem Sinne sozusagen nichts Besonderes in der Ausbildung, dass ich jetzt besonders toll reden könnte, besonders tolles politisches Verständnis hätte oder besonders früh irgendwie durchpolitisiert worden wäre.

00:06:52: Hast du vorhin übrigens auch gefragt, habe ich nicht beantwortet.

00:06:54: Also ich war eigentlich im Studium noch gar nicht sehr politisch.

00:06:58: Na ja, stimmt.

00:06:58: Die Frage war noch offen.

00:07:00: Das ist alles erst später gekommen.

00:07:04: Und insofern, ja.

00:07:07: Woran hast du denn gemerkt, dass diese normale Position überhaupt politisch wirksam werden kann?

00:07:13: Also, wie hast du dann angefangen, das zu verknüpfen?

00:07:17: Das war während der Pandemie, wo wir alle im tiefsten Lockdown waren.

00:07:23: Da habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie lösen wir eigentlich die Wohnungskrise.

00:07:29: Das war der Ursprungsgedanke in meinem Kopf, weil in der Hamburger Wohnungspolitik bauen wir ganz fleißig mit an diesem Mantra, bauen, bauen, bauen, was wir bundespolitisch... kennen.

00:07:43: Hamburg möchte jedes Jahr oder wollte jedes Jahr Zehntausend Wohneinheiten genehmigen und ich als Kommunalmitarbeiterin bin Teil des Ganzen und habe mir dann die Frage gestellt, ob dadurch der Wohnraum hier auch wirklich bezahlbar wird.

00:07:58: und woran hängt es denn.

00:08:02: Anna Scheuermann, die auch hier bei euch schon im Podcast gewesen ist, die hatte damals für die Architects for Future Verstärkung im Bündnis Bodenwende gesucht.

00:08:12: Das ist ein ganz großes Bündnis aus unterschiedlichen zivilrechtlichen Verbänden und Praktikerinnenverbänden in der Architektur und in der Planung, wo man sich zusammengetan hat und hat gesagt, Mensch, die steigenden Bodenpreise und Boden als Produktionsfaktor Das müssen wir in der Wohnungskrise mit einpreisen.

00:08:33: Und in diese Gruppe Menschen bin ich dann über Anna Scheuermann reingekommen.

00:08:37: Und ab dann ging es richtig ab.

00:08:40: Dann ist man bei den Architects for Future eingesaugt worden.

00:08:43: Also dass ich dann irgendwann für ganz viele Themen zuständig war über Stadtentwicklung und Wohnungspolitik.

00:08:51: Und über Social Media konnte man sich dann auch sehr schnell connecten und war irgendwie für seinen Themenfeld bekannt.

00:09:01: Ja, und so nahm das Ganze seinen Lauf.

00:09:06: Und dann warst du ja auch umgeben von diesen Menschen, die auch alle ganz normal ausgebildet waren.

00:09:11: Das zeichnet ja auch die Architects for Future aus, normal zu, ich meine, in Anführungsstrichen, dass sie nicht politisch ausgebildet sind, sondern Plannerinnen und Planner.

00:09:22: Ja.

00:09:22: Ja,

00:09:23: wir machen das alle ehrenamtlich nebenher.

00:09:26: Also in dem Sinne wirklich jeder kann mitmachen und das ist auch ehrlicherweise in Zeiten wie diesen, wo doch alles irgendwie ein bisschen verrückt und schwierig in der Welt ist, mein Hoffnungsschimmer, weil man einfach merkt, wer sich engagieren möchte, der kann das und der findet seinen Weg und man... Klar, nicht alles, was ich möchte, ist jetzt in die Politik eingeflossen.

00:09:52: Aber man sitzt am Tisch und man wird gehört,

00:09:56: so.

00:09:57: Und ich bin auch ganz guter Dinge, dass ich da weiter nerfe und wir alle bei den Architects for Future weiter nerven.

00:10:06: Und ich bin immer, immer wieder sehr, sehr erstaunt, was die Leute da bei den Architects for Future im Ehrenamt auch alles leisten.

00:10:14: Ja.

00:10:16: Ich wollte, wenn wir jetzt auch chronologisch vorgehen, du bist ja erst im Bezirksamt Hamburg gelandet.

00:10:23: Hamburg-Nord.

00:10:24: Bist seit dem Jahr zwanzigstell vertretene Leiterin der Abteilung Bebauungsplanung.

00:10:30: Wie bist du überhaupt nach deinem Studium in der Verwaltung angekommen?

00:10:35: Das ist ganz einfach, weil gerade, wenn du vorhin meine Abschlussarbeiten angesprochen hast, ich bin nach dem Studium tatsächlich erst im Emsland in der Verwaltung gelandet, weil ich da gerade meine Masterarbeit geschrieben habe und die mich deswegen kannten und gesagt haben, komm mal rüber.

00:10:53: Und das war in dem Sinne auch super, weil die Kommune, in der ich gearbeitet habe, war Lingen Ems.

00:11:01: Und die hat ungefähr, glaube ich, sechsundfünfzigtausend Einwohner.

00:11:04: Und das ist eine Kommunengröße, wo in der Stadtplanung schon ordentlich was

00:11:09: abgeht.

00:11:10: Aber wo man als Sachbearbeitung nicht stark spezifisch eingesetzt ist, das heißt, man sitzt da und macht eigentlich alles.

00:11:17: Und man lernt alles.

00:11:19: Also ich habe damals das Innenentwicklungskonzept mit begleitet, Bebauungspläne gemacht, Stellungnahmen zu Baugesuchten geschrieben, Werbeanlagen, Satzungen, Einzelhandelskonzept, Klimaquartiere, was halt alles so anfällt.

00:11:36: Und dadurch lernt man natürlich die Prozessgestaltung und die Struktur in einer Kommune sehr, sehr gut kennen.

00:11:42: Also Niedersachsen war eine wirklich, wirklich gute Schule.

00:11:46: Und irgendwann habe ich die Großstadt dann aber ehrlicherweise so vermisst, auch das ganze Netzwerk hier, das ich gesagt habe, eigentlich möchte ich wieder zurück nach Hamburg.

00:11:56: Und das hat dann auch gleich geklappt.

00:11:59: In Hamburg ist, glaube ich, meine persönliche Entwicklung weitergegangen, als Berufsanfängerin sich daraus zu entwickeln, mit Investoren und Investoren, Architektinnen und Architekten zusammen Projekte entwickeln.

00:12:13: Aber in Hamburg arbeitet man natürlich sehr, sehr viel spezifischer.

00:12:18: Wie du sagtest, jetzt bin ich Bebauungsplanung, ich mache Bebauungspläne.

00:12:22: Ja.

00:12:23: Und deine politische... Einstellung bzw.

00:12:27: dein Engagement, was das angeht, hat das auch, ist das da nochmal gereift?

00:12:32: Weil du gesehen hast eben, wie politische Entscheidungsprozesse, was die für Folgen haben, also aus dieser kommunalen Verwaltungsperspektive heraus.

00:12:41: Was ich so super finde oder was mir gefehlt hat, ist eigentlich, dass im politischen Berlin die Distanz in die Kommune sehr, sehr groß ist und dass es sehr, sehr selten ist, dass sich Praktika-Innen in Gesetzgebungsprozesse direkt einmischen können.

00:12:56: Meistens sind mehrere Ebenen dazwischen und Problematiken und Probleme werden weitergegeben.

00:13:03: Aber dass da eine Sachbearbeitung direkt den Leuten aus dem Bauministerium gegenüber sitzt und sagt, nee, also das habt ihr denn bedacht und so läuft das aber nicht.

00:13:13: Das gibt es eigentlich glaube ich relativ selten so und das fand ich unheimlich attraktiv.

00:13:20: an der Bühne, die mir die Architects for Future da ermöglicht haben.

00:13:25: Und ich merke auch, dass ich für viele, die mich von externen Anfragen aus dem Grund ebenfalls attraktiv bin.

00:13:32: Also ich bringe sozusagen die progressive, zivil engagierte Stimme der Architects for Future mit und gleichzeitig aber auch sozusagen die Stimme, die die Strukturen in der Verwaltung kennt und weiß, wie das Ganze umzusetzen wäre oder nicht umzusetzen wäre und was unser Problem wirklich ist.

00:13:56: Ich sitze in ganz vielen Runden ehrlicherweise.

00:13:59: dass ich gar nicht genau weiß, welchen Hut habe ich denn jetzt eigentlich auf.

00:14:02: Also ich war früher ganz oft die einzige unter thirty-fünf, manchmal die einzige Frau, manchmal die einzige ausgebildete Stadtplanerin, die einzige von irgendeinem Verband, die einzige aus der Kommune.

00:14:15: und dann hatte ich eigentlich in vielen Runden immer so mehrere Hütchen auf und man kann glaube ich so mal so darum sagen, dass ich die Kommune überall mit hintrage, wo ich hingehe.

00:14:24: Das ist

00:14:25: ja super.

00:14:26: Also so viele Hüte dann aufzuhaben.

00:14:29: Da wirst du ja als totale Expertin wahrgenommen.

00:14:32: Gibt es manchmal in einer, sag ich mal, konservativer und rechter werdenden Politik jetzt allgemein gesprochen?

00:14:39: Nicht auf Hamburg bezogen, aber gegen Wind, gegen Aktivistinnen, die eben in der Verwaltung sind?

00:14:47: Nee.

00:14:48: Man weiß ja nicht, was noch kommt, aber ich erfahre sehr viel Unterstützung für das, was ich mache.

00:14:55: gerade weil auch viele wissen, dass die Situation oder die Distanz zwischen Kommune und Bundesgesetzgeber sehr, sehr weit ist.

00:15:04: Was mir auffällt, ist, wie Lobbyismus auf Bundesebene eigentlich wirkt.

00:15:12: Weil wenn wir alle hier in unserem Planungsgeschäft so rumrödeln, ist ja auch der Bundesgesetzgeber sehr weit weg von uns.

00:15:20: Also das Spiel kann man ja auch umdrehen.

00:15:25: Also ich bin manchmal in Berlin und denke mir, wenn jetzt alle meine Kolleginnen und Kollegen aus dem Bezirksamt hier sitzen würden und würden mitbekommen, wie jetzt hier Positionen zwischen der Immobilienwirtschaft und dem Bundesgesetzgeber verhandelt werden, dann würden die aber auch mit dem Auge rollen.

00:15:43: Also das Mächteverhältnis zwischen einzelnen Verbänden und Entscheidungen.

00:15:49: tragenden in Berlin ist schon recht aufregend.

00:15:52: Also man merkt die Immobilienwirtschaft ist schon sehr einflussreich im Gegensatz zu Umweltverbänden oder auch dem deutschen Mieterbund.

00:16:03: den Gewerkschaften einfach gar nicht aus Böswilligkeit.

00:16:07: Die machen ihren Job, die machen ihren Job sehr, sehr klug.

00:16:10: Man kann auch sehr, sehr gut mit denen reden.

00:16:12: Die sind alle sehr, sehr nett, aber die haben einfach ressourcentechnisch viel mehr Manpower dahinter oder Womanpower.

00:16:19: Ja, und vor allen Dingen sind die monoperspektivisch unterwegs.

00:16:22: Wer dich jetzt richtig raushöre, ist der Vorteil, den du hast oder mitbringst oder dir erarbeitet hast, viele Perspektiven zu vereinen.

00:16:30: Das

00:16:31: ist ehrlicherweise etwas, was einen total frei macht, wenn man auf Podien sitzt und niemand bezahlt ein.

00:16:37: Das ist auch schade.

00:16:39: Aber das macht einen natürlich sehr, sehr unangreifbar in dem Sinne, weil man versucht das, das hört sich jetzt so floskelig an, aber man versucht das Gemeinwohl zu repräsentieren.

00:16:52: Und das ist auch etwas, was man in der Verwaltung an sich sehr stark eingeimpft bekommt, weil wir müssen in Bebauungsplanverfahren ja immer zwischen öffentlichen und privaten Belangen abwägen.

00:17:04: Und das heißt, wenn einer zu Unrundsten des anderen irgendwie überhand nimmt, dann müssen wir einen einschränken.

00:17:10: Und diesen Abwägungsprozess hat man natürlich auch bei Ansätzen zur Lösung der Wohnungskrise im Kopf.

00:17:17: Also wenn man jetzt merkt, so... Wenn du mich persönlich fragst, wenn alles Tsuchi wäre, hätte ich nichts dagegen, dass die Immobilienwirtschaft Geld verdient.

00:17:26: Aber es ist nicht alles Tsuchi.

00:17:28: Und insofern muss man da vielleicht mal ein bisschen politisch anders rangehen und sagen, die Wachschale liegt schief, meine Lieben.

00:17:36: Wir brauchen hier mehr Gemeinwohl.

00:17:39: Und die Privatnützigkeit hat vielleicht ein bisschen Überhand genommen.

00:17:44: In deiner Rolle.

00:17:46: Vertrittst ja erst mal auch Architects for Future, eben im Ehrenamt gegenüber Ministerien, Fachverbänden der Bundespolitik.

00:17:55: Und würdest du davon mal erzählen, wie ist es, wenn du bei einer Anhörung bist?

00:18:03: Aufregend.

00:18:08: Wie ist das, wenn man bei einer Anhörung ist?

00:18:10: Also erstmal hat man, glaube ich, ein ganz klein bisschen den Kükenfaktor, wenn man kommt da rein und es meistens bin ich die jüngste und man muss sich so öffentliche Anhörungen in dem Bau-Bundestagsausschuss, auch so vorstellen die, die da mitsitzen, das sind ja alte Hasen.

00:18:32: Also das sind der Städtetag, der Gemeindebund, der Deutsche Mieterbund, die Bundesarchitektenkammer, also alles Verbände, richtig erfahrene alte Kähne, wollte ich gerade sagen.

00:18:46: Also Leute, die das schon nicht das erste Mal machen und ganz routiniert in diesen Dingen sind.

00:18:52: Und im Bundestag ist das knallhart, also die öffentliche Anhörung gibt dir drei Minuten für ein Statement und dann ist das wie bei so Basketballspielen, das oben über dir hängen Bildschirme und da tickern dann die drei Minuten runter und dann wird dir das Mikrofon abgestellt, so.

00:19:15: Und ich weiß nicht, das kennt, glaube ich, jeder hier aus Sprachnachrichten.

00:19:20: Drei Minuten ist nicht viel.

00:19:22: Also ein Baugesetzbuch hat ja mal, weiß ich nicht, ein paar Seiten und wenn du dann in drei Minuten Statements zum Baugesetzbuch halten musst, dann ist das schon sportlich.

00:19:31: und in dem Sinne... hat das ganz, ganz viel mit einer strukturierten Vorbereitung zu tun, dass du in diesen Anhörungen dann auch das sagen kannst, was du eigentlich sagen möchtest.

00:19:43: Elevator pitch hoch

00:19:44: drei.

00:19:46: Und wie bekommt man eine Anhörung?

00:19:48: Wie wird man angehört?

00:19:50: Du wirst tatsächlich ausgewählt über eine politische Partei.

00:19:54: Also öffentliche Anhörungen sind sozusagen dazu da, dass sich die Parteien überblickt zu einem Gesetzesvorschlag der Bundesregierung machen.

00:20:02: Und dann laden die sich unterschiedliche Expertinnen ein.

00:20:06: Die kommunalen Spitzenverbände haben, glaube ich, ihren Platz standardmäßig.

00:20:09: Also die dürfen da sitzen immer.

00:20:12: Und je nachdem mit welcher Stärke dann eine Partei gewählt worden ist, so viele Anzuhörende darf sie dann auch auswählen.

00:20:20: Also aktuell dürfen die CDU und die SPD... mehr Leute melden als die anderen Parteien und die Parteien wählen meistens im Vorprozess, dass die mal gucken, wen könnten wir denn da nehmen.

00:20:37: Du hast eben schon die Lobbystrukturen auch angerissen.

00:20:41: Du bewegst dich ja zwischen Verwaltung, Fach, Öffentlichkeit und Bundespolitik.

00:20:45: Welche Machtverhältnisse der Lobbystrukturen sind in diesen politischen Arenen besonders deutlich geworden?

00:20:50: Wachst du noch was ergänzen zu dieser Frage, die wir eben schon hatten?

00:20:54: Ich kann noch was ergänzen und zwar durfte ich letztes Jahr auf den Hochschultag der Nationalen Stadt Entwicklungspolitik meine erste Keynote halten.

00:21:03: Und ich war am zweiten Tag dran.

00:21:04: und am ersten Tag haben sich Leute beschwert und haben gesagt, wo ist denn jetzt hier der Aufreger?

00:21:10: und da muss doch jetzt ein bisschen zunder.

00:21:12: und wo sind denn die jungen Leute, die hier nochmal so richtig ausrasten?

00:21:15: Und dann habe ich gedacht, ja komm, dann... nutze ich meine Keynote und provozier mal irgendwie ein bisschen.

00:21:21: Und das, was einen im politischen Berlin ganz stark auffällt, ist, dass es irgendwie zwei Bubble gibt, die aneinander vorbeireden oder noch nicht... richtig miteinander agieren entweder absichtlich oder unabsichtlich.

00:21:35: Die eine Bubble sagt, wir müssen bauen, bauen, bauen.

00:21:38: Nur durchbauen können wir die Wohnungskrise lösen und nur durchbauen wird alles wieder günstiger.

00:21:43: Und die andere Bubble ist die Nachhaltigkeitsbubble, die da sitzt und sagt, nee, wir müssen in Bestand arbeiten, wir dürfen eigentlich gar nicht mehr neu bauen und wir müssen andere Wege finden.

00:21:54: Am Ende sind es total konträre Positionen und man hat manchmal so ein bisschen den Eindruck, dass die Politik und auch das Bauministerium, beide werden gesehen, beide werden gehört und in jeder Bubble taucht man ein und sagt, ja, ihr habt eure Berechtigung und ihr habt eure Punkte und jo.

00:22:13: Aber dass wir daraus jetzt eine Wohnungspolitik kreieren, die sozusagen die Lösung der Wohnungskrise und die ganze Nachhaltigkeitsfrage, die ja, wie gesagt, im Bausektor bombig ist.

00:22:25: Wenn wir den Bausektor nicht langsam mal in Anführungszeichen unter Kontrolle kriegen, dann können wir unsere Klimaziele in einer Pfeife rauchen in Anführungszeichen.

00:22:34: Und vor dem Hintergrund ist es immer noch sehr anstrengend, aber auch spannend zu beobachten, wie man sich da lang balanciert.

00:22:44: Und wie hast du versucht zu reizen, also bei deiner Keynote?

00:22:49: In der Keynote ging es auch um Lobbyismus und Die Frage nach der Radikalität der Hochschulen schwamm auf diesem Hochschultag wie so ein Elefant durch den Raum.

00:23:03: Und ich habe dann gesagt, liebe Hochschulen, wir brauchen euch seit mal ein bisschen lauter.

00:23:09: Ihr wisst so viel, ihr forscht so viel.

00:23:11: Man kriegt aber wenig von euch mit im politischen Berlin und kommt mal aus euren Ecken raus.

00:23:17: Und das war gar nicht am Ende so provozierend, weil da saßen viele im Publikum, die gesagt haben, jo, machen wir, sind wir sofort dabei.

00:23:24: Andere waren verhalten da.

00:23:27: Das war jetzt, glaube ich, abzusehen.

00:23:29: Und der Appell an die Studis war, also die Studis, die da waren, waren aber, glaube ich, sehr abgeholt und haben gesagt, okay, wir mischen uns ein.

00:23:39: Lass uns mal einbischen.

00:23:42: Ich habe gesagt, sie sollen alle zu den Architects for Future kommen.

00:23:45: Also hier nochmal die herzliche Einladung.

00:23:47: Kommt alle zu uns.

00:23:49: Einladung ausgesprochen.

00:23:51: Was meinst du mit Radikalität der Hochschulen?

00:23:53: War-Batte so über dem Tag?

00:23:56: Also es ging auf dem Hochschultag darum, wie kann man Transformationen einleiten?

00:24:02: Und was muss man dafür tun?

00:24:04: Und letzten Endes ist das ja auch immer eine Frage.

00:24:08: Also Radikalität in der Lehre.

00:24:11: Ich hätte jetzt gesagt, Transformation ist überhaupt nichts radikal.

00:24:17: Ich fand an dem gesamten Hochschultag finden eigentlich Debatten statt, die für unsere Ausgangslage vollkommen natürlich sind.

00:24:27: Also das Planende zusammensitzen und sagen, wie können wir denn jetzt ineinandergreifen, um im Bestand zu bauen und das im Zweifelsfall politisch.

00:24:37: Ticker-Innen vor Ort sind oder Soziologen, die sagen, wir müssen das so und so anpacken.

00:24:42: Das ist ja quasi der Status quo.

00:24:45: Aber ich glaube unter uns gesagt Hochschulen, also öfter mal kommen Briefe von Hochschulen nach Berlin, die sagen, macht das mal lieber nicht oder macht das mal lieber anders.

00:24:57: Aber an sich, auch das hat man reflektiv auf dem Hochschultag gemerkt, sind Professorinnen und Professoren nicht dazu da, sich politisch ins Tagesgeschehen in Berlin einzumischen.

00:25:09: Also

00:25:09: du meinst auch Briefe nach Berlin, heißt dann an deren Abgeordnete, die im Bundestag sitzen.

00:25:14: Zum Beispiel oder an die Parteien?

00:25:16: Ja, oder die schreiben ja auch mal an den Bundeskanzler.

00:25:20: Das können sie auch.

00:25:21: Und man merkt jetzt zum Beispiel auch unter, wir hatten ja in Berlin eine Gastprofessur von den Architects for Future, Elisabeth Bröhrmann und Adrian Nägelwander.

00:25:31: Und ich glaube, gerade Elisabeth Bröhrmann hat sich ziemlich viel dafür eingesetzt, einen Hochschulnetzwerk für die Bauwände aufzubauen, also auch da... Steckt ja, ich will jetzt nicht sagen, eine gewisse Radikalität drin.

00:25:45: Aber ich würde sagen, um einen gewissen Druck zu entfalten, müssen sich die Hochschulen vielleicht erst mal vernetzen und thematisch aufbauen, sodass die Leute, die nachher Bauwände machen, auch an den Unis ausgebildet werden.

00:25:55: Also ich bin gespannt an die Leute, die zuhören.

00:25:59: Inwiefern ihr für die Bauwände ausgebildet worden seid oder halt auch nicht.

00:26:04: Also man merkt schon die Aktivistin in dir.

00:26:07: Und das ist natürlich eine ganz tolle Kombination.

00:26:10: Ruhe,

00:26:11: die man der Verwaltungsarbeit unterstellen mag.

00:26:14: Und danach war die Power und die Lebendigkeit, die man dem Aktivismus auch wünscht, das Vereinstum.

00:26:23: Du nutzt auch eigene Kommunikationskanäle, Instagram zum Beispiel, um politische Inhalte niedrig schwerlich zu vermitteln.

00:26:31: Warum ist der diese Form der Sichtbarkeit wichtig?

00:26:35: weil es funktioniert, glaube ich.

00:26:38: Das ist die einfache Antwort.

00:26:41: Ich bin damals, als ich angefangen habe, mich zu engagieren, mit Twitter gestartet und habe mich da einfach bodenpolitisch eingemischt, also mit dem Thema Boden die Wohnungskrise bewertet und Tweets dazu sozusagen inhaltlich geteilt.

00:27:04: Und ich hatte noch nirgendwo eine große Sichtbarkeit.

00:27:09: Also viele FollowerInnen hatte ich nie, aber die richtigen Leute kommen irgendwann auf einen zu.

00:27:16: Und das ist schon ein abgefahrenes Gefühl, wenn plötzlich die ersten Bundestagsabgeordneten sich in die Follower schafft, dazu gesellen oder irgendwelche Verbände oder Also meine Sichtbarkeit ist entstanden definitiv über diese inhaltliche Arbeit und das Netzwerk, was sich daraus ergibt, ist unheimlich wertvoll und vor allen Dingen befruchtet sich das ja auch gegenseitig.

00:27:44: Man kann über Social Media unheimlich viele Informationen generieren und unheimlich viel von anderen lernen und das ist natürlich super cool.

00:27:55: Also ein zentrales Motiv deiner Arbeit ist zu zeigen, dass Planerinnen auch politische Arbeit entfalten können.

00:28:03: Klar, du rufst dir auch auf, sich bei Architects for Future zu engagieren.

00:28:08: Wo siehst du aktuell die größten Hebel für eine gerechtere Boden- und Wohnungspolitik auf kommunaler Ebene?

00:28:14: Und die Möglichkeit natürlich auch von Planerinnen sich zu engagieren.

00:28:19: Das ist eine schwierige Frage zu beantworten, weil du sagst auf kommunaler Ebene.

00:28:25: Ich bin ja nicht ohne Grund hänge ich dem Bundesgesetzgeber im Nacken, weil ich finde, die meisten großen Hebel kann der Bundesgesetzgeber bewegen.

00:28:35: Der ist zuständig für die Baugesetzgebung, der ist zuständig für die gesamte Mietengesetzgebung, der ist zuständig für die Bodenbesteuerung.

00:28:45: Das wäre jetzt was, da könnte man einen ganz eigenen Podcast drüber machen.

00:28:49: sinnvoll ist, eigentlich wäre, den Boden anders zu besteuern.

00:28:54: Der könnte zum Beispiel die Grundsteuer, die Mietende über die Nebenkosten bezahlen.

00:29:03: Mit einem Schnip könnte der sagen, hier, das machen wir jetzt mal nicht und alle Leute hätten schon irgendwie günstigere Mieten.

00:29:10: Das kann der Bundesgesetzgeber.

00:29:11: Also ich finde, der Bundesgesetzgeber hat so viele Hebel in der Hand, dass es sich total lohnt, den weiter zu nerven.

00:29:18: Und die kommunale Ebene kann mit Sicherheit auch ganz viel machen.

00:29:22: Aber vor dem Hintergrund bin ich immer dafür, dass man seinen Bundestagsabgeordneten vielleicht öfter mal Post schreibt und die nervt mit irgendwelchen Planungs- und Stadtentwicklungssachen.

00:29:32: Super.

00:29:34: Und da du ja selber an der Schnittstelle von Fachpraxis und Politik arbeitest, würde ich dir gerne noch die letzte Frage stellen.

00:29:43: Was würdest du Studierenden oder jungen Planerinnen mitgeben?

00:29:47: Die merken, dass nur Planen in Anführungsstrichen ihnen nicht reicht, die sich eine politische Einmischung aber noch nicht zutrauen.

00:29:59: Traut

00:30:00: es euch zu?

00:30:01: Nein, ernsthaft.

00:30:03: Also ich finde, dieses Einmischen macht einen auch sehr hoffnungsvoll.

00:30:06: Man trifft sehr viele tolle Leute, die irgendwie den gleichen Geist mittragen, was in Zeiten wie diesen auch einfach gut tut.

00:30:15: Und ich glaube, bei ganz ganz vielen unterschiedlichen Verbänden, Architects for Future haben jetzt den Vorteil, dass das Onboarding relativ einfach ist.

00:30:26: findet man ganz, ganz unterschiedliche Ansatzpunkte, wie man sich einmischen kann.

00:30:31: Und Leute, die sagen, ich trau mich, ich trau, ich trau mich das noch nicht.

00:30:36: Ich glaube, ganz viele Leute, die nicht auf Podien sitzen wollen, sind vielleicht wunderbar, da drin Fachstellungen haben zu schreiben oder andere zu briefing oder Gruppentreffen zu moderieren.

00:30:51: oder whatever.

00:30:51: Ich glaube fest daran, jeder, der sich engagieren möchte, findet einen Platz und ist super willkommen.

00:30:57: Insofern kann ich nur alle motivieren.

00:31:02: Da schließt sich wieder der Kreis.

00:31:04: An mir ist auch nichts Besonderes.

00:31:05: Wenn ich das kann, dann sollte sich das jeder oder jeder andere auch durchaus zutrauen.

00:31:11: Du weißt, dass Adele das auch mal gesagt hat.

00:31:13: Die Sängerin mit dieser Jahrhundertstimme.

00:31:16: Wenn ich es schaffen kann, können andere das auch schaffen.

00:31:19: Ich weiß ja, ob das immer der glaubwürdigste Rat ist.

00:31:22: Aber...

00:31:23: Ich bin definitiv

00:31:24: nicht Adele.

00:31:27: Nee,

00:31:27: aber du weißt, was ich sagen will.

00:31:29: Ich finde, aber du hast es trotzdem total schön beschrieben.

00:31:32: Also, dass man eben niedrigschwellig doch auch anfangen kann.

00:31:36: Dass man nicht alles von Beginn an kann.

00:31:39: Das begleitet uns, glaube ich, beim Erwachsen werden durch alle Lebensbereiche.

00:31:43: Also, da muss man eine gewisse... Ich erzähle jetzt lieber nicht, wie viele Interviews ich vielleicht auch schon verhauen habe, weil ich keine Presseausbildung habe und mir dann zur passenden Zeit nicht die passenden Antworten eingefallen sind.

00:31:57: Insofern wirklich, das schaffen alle.

00:32:00: Okay, also Entwicklung ist definitiv möglich und ich danke dir total für deine Zeit, Judith Norman.

00:32:07: Danke euch auch.

00:32:08: Das war Studium zu bauen, der Baunetzkampus Alumni Podcast präsentiert von Gira.

00:32:13: Wir freuen uns, wenn ihr beim nächsten Mal wieder rein hört und wenn ihr uns eine Bewertung da lasst.

00:32:19: Redaktion Katharina Lux, Veröffentlichung und Redaktion Sorana Radulescu, Baunetzkampus, Moderation und Audioproduktion.

00:32:27: Ich, Kerstin Kuhnekat, Berlin,

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