#105 Spezial N_AS Summer School: Schreibt die Kammer das Berufsbild? - Katja Domschky und Immanuel Bergmann

Shownotes

Wer entscheidet eigentlich, wer Architekt*in werden darf? In der zweiten Spezialfolge aus Siegen sprechen wir mit Architektenkammer-Präsidentin Katja Domschky und Absolvent Emanuel Bergmann über Zugangsregeln, Berufspolitik und darüber, wie sich die Sizipin neu verhandeln lässt.

Hosts: Sorana Radulescu und Katharina Lux Redaktion und Text: Katharina Lux Post-Produktion: Robert Schulz

Übersicht aller Folgen mit weiteren Infos & Bildern zu unseren Gästen: https://www.baunetz-campus.de/podcasts

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00:00:00: Herzlich willkommen zu einer weiteren Spezialfolge, das Baunitz Campus Alumni Podcast studiert und zu bauen präsentiert von Gira.

00:00:08: Bei der Summer School Future Curricula Circuit Training an der Universität Siegen haben Sorana Radolesco und ich, Katharina Lux aus der Baunits Campus Redaktion Gespräche für diese vier Spezialfolgen aufgenommen.

00:00:21: Eine Woche lang ging es dort um die Frage, wie Architekturlehre auf die Veränderung der Disziplin reagieren kann und welche Kompetenzen Strukturen und die Rollen dafür künftig wichtig werden.

00:00:31: In dieser Folge geht es um Kammern, Verbände- und Berufspolitik.

00:00:34: Welche Rolle spielen diese Strukture für das Studium und den Einstieg in die Praxis?

00:00:39: Und wie können junge Planende sie selbst mitgestalten?

00:00:42: Darüber haben wir mit Katja Domschki, Präsidentin der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen.

00:00:50: So, herzlich willkommen in unserem kleinen Podcaststudio zu unserem Alumni-Podcast Spezial.

00:00:57: Wir sind im Druckhaus in Siegen im Rahmen der Summer School Siegen und ich freue mich sehr begrüßen zu dürfen.

00:01:06: Katja Domschke Hallo!

00:01:09: Und Immanuel Bergmann Hallo unsere Gäste heute.

00:01:13: Ich sage gleich noch ein bisschen mehr zu euch.

00:01:16: Durch das Gespräch heute, in dem wir uns mit Kammann und der Verwaltung und Organisation beschäftigen, führe ich aber nicht alleine.

00:01:24: Sondern mit aus.

00:01:25: dem Campus-Team ist als Moderation auch dabei.

00:01:28: So Rainer Radulesco?

00:01:30: Hallo!

00:01:31: Und ich freue mich sehr, dass wir heute über etwas reden, dass im Architekturstudium oft so kurz kommt – Strukturen, Organisationen.

00:01:41: Wer bestimmt eigentlich, was im Korokulum steht?

00:01:43: Welchen Einfluss hat die Architektenkammer auf die Ausbildung und was bedeutet es für junge Architektinnen sich nicht nur fachlich sondern auch berufspolitisch zu engagieren.

00:01:52: Wir schauen heute auf die Schnittstelle zwischen Hochschule, Kammer- und Berufspraxis Und da darf ich unsere erste Gästen auch vorstellen.

00:02:00: gleich an der Stelle Katja Domschkin, Düsseldorfer Architektin und neue Präsidentin der Architekenkammer Nordrhein-Westfalen Der größten deutschen Architeckenkammer.

00:02:10: Sie hat Architektur an der RWTH Aachen studiert und führt seit viel die Agentur AQ für Kommunikation, Marketing und Strategie.

00:02:19: Seit im Jahr zwei Tausend Fünf engagiert sie sich ehrenamtlich in verschiedenen Gremien der Architektenkammern Nordrhein-Westfalen.

00:02:26: Von dem Jahr zehn bis zum Jahr zwanzig war sie Vorsitzende des Ausschusses Berufsrecht und Berufsausübung unter Nachvizepräsidentin.

00:02:37: Außerdem setzt sie sich über die Architektinneninitiative NRW und das Manchoring-Programm Plan M für die Förderung von NachwuchsarchitektInnen ein.

00:02:47: Herzlich willkommen Katja, schön dass du da bist!

00:02:50: Danke schön für die Einladung!

00:02:53: Vielleicht kann ich dir schon gleich direkt mit der ersten Frage schon direkt ins Thema starten?

00:02:58: Ich habe es ja schon gesagt, du stehst an der Spitze der größten Architektenkammer in Deutschland – was sagst Du eigentlich Schon mal, bevor wir überhaupt über die Strukturen reden.

00:03:06: Die kann man eigentlich für einen Einfluss auf die Hochschule unter Studium würde es zu sagen?

00:03:10: Also die Architekten kann man als Körperschaft öffentlichen Rechtsdisiere ist, ist eher dafür da den Berufsstand zu sichern und die gesetzlichen Aufgaben zu erfüllen also wie das Thema Titelschutz und die berufhaftlich Versicherung.

00:03:26: Das ist alles unter dem Aspekt des Verbraucherschutzes zu sehen.

00:03:29: Deswegen sind wir erst einmal überhaupt nicht involviert in Hochschulpolitik.

00:03:34: Wir haben da gar nichts zu sagen, wir möchten keine Hochschule reinreden was sie zu tun hat das in der Theorie in der Praxis suchen wird das Gespräch und freuen uns über jede Hochschulle die mit uns redet und im Endeffekt den Berufsstand nach vorne bringt weil wir sind die Verwaltung mit klaren Regeln und die Hochschulen sind die die neuen Ideen reinbringen unter einem Fuls der Zeit sind.

00:03:54: Da ist das Gespräch so wichtig, um zu gucken diese gesetzlichen Vorgaben.

00:03:58: Die glaube ich die Hochschulen immer eher einschränkend empfinden gemeinsam zu diskutieren und was könnte man denn ändern oder was nicht?

00:04:06: Ich sage es jetzt so weil die Vorgabe, die zu einem Kammerbeitritt gehören, die suchen wir uns nicht aus.

00:04:13: Die machen nicht wir als Architektenkammern, weil wir den Nachwuchs raushalten wollen.

00:04:17: Das höre ich manchmal.

00:04:17: Das sage ich jetzt so lachend sondern um Gottes Willen.

00:04:19: Wir freuen sich über den Nachruf sowie über jedes Mitglied Sondern.

00:04:23: Das ist vorgegeben vom Gesetzgeber, vom Bund oder vom Land oder sogar von Europa.

00:04:27: Also diese acht Semester einer Studienrichtung plus die zwei Jahre Berufserfahrung ist recht dass wir ausführen und das heißt Wir müssen da ins Gespräch kommen und gucken was es noch zeitgemäß und welche Stellschrauben kann man drehen beim Curriculum?

00:04:43: Und ich denke mal ihr sprecht ja auch an so Ist denn das überhaupt noch Zeit gemäß das Curriculum von heute?

00:04:48: und Was ist vor gegeben?

00:04:49: was kann man ändern Und was ist deine persönliche Meinung dazu?

00:04:53: Wie stehst du da zu jetzt als

00:04:56: frisch welter Präsidentin der Ersteckenkammer in dieser Rolle, wie blickst

00:04:59: du drauf.

00:05:00: Ich bin ganz gespannt darauf weil ihr habt gleich das spannende Thema Berufsbild angesprochen und das hat ja alles mit dem Berufs Bild zu tun.

00:05:06: Wir definieren wir uns was es das Berufs bild der Architektinnen und des Architekten und der Planung der ganzen Fachrichtungen und wir müssen gucken dass diese Regeln die Bisher gibt Leistungsphase eins bis neun eingehalten werden, um eintragungsfähig zu sein für eine Architektenkammer.

00:05:22: Und das genau ist ja der Knackpunkt, dass es das Thema Berufsbild.

00:05:26: machen wir nicht schon ganz viele andere Dinge heutzutage als Leistung Phase Eins bis Neun?

00:05:32: und ist das wirklich noch nötig, um eingetragen werden zu können?

00:05:35: Das ist eine ganz aktuelle Diskussion die wir jetzt führen weil wir als Architektenkammer müssen gucken Daseinsberechtigung behalten, wenn wir jetzt sagen, wir nehmen einfach jeden auf.

00:05:47: Dann brauchst du uns in der Form nicht mehr oder Verbraucherschutz.

00:05:49: Den können wir dann nicht mehr gewährleisten, wenn die Bauvorlage Berechtigung an jedem vergeben wird.

00:05:55: und in dieser Zwickmühle befinden wir uns gerade.

00:05:57: wie können wir das noch halten?

00:05:59: Diesen Qualitätsstandard Wir sind ja sozusagen die Architektkammer ist die Hüterin der Qualität im Bauen hat etwas mit Verbraucher Schutz mit Schutz zu tun.

00:06:09: aber wie kriegen wir das hin dass dieses neue Berufsbild trotzdem stattfindet.

00:06:14: Das ist eine ganz spannende Entwicklung gerade.

00:06:17: Die Erdeckenkammer NRW ist ja einer der ersten,

00:06:20: wenn ich doch die erste die Juniormitgliedschaft eingeführt habe.

00:06:24: das

00:06:24: bedeutet dass ihr als Kammer den Nachwuchs viel schneller auch anspricht und integriert.

00:06:30: welche Auswirkungen hat es bislang gehabt?

00:06:33: Wie blickst du darauf?

00:06:34: Frischer Wind!

00:06:35: Wir haben da sehr lange diskutiert und wir waren nicht die ersten.

00:06:38: Ich glaube, Baden-Württemberg war der erste Kammer, die das AIP Architekten im Praktikum hatte.

00:06:44: Und das war ein langer Prozess.

00:06:46: Wir sind eine Verwaltung.

00:06:47: Das ist Bürokratie weil es ja ins Gesetz musste.

00:06:52: Mitgliedschaft, also das heißt nach dem Studium solltet ihr sofort eintreten damit ihr die zwei Jahre auch schon die Zählen ab da nach dem studium und was schön ist ihr seid schon Teil der Vertreterversammlung und ihr seid auch Teil des Vorstands.

00:07:06: Also bei uns gibt es einen Ausschuss für den june mit Leder.

00:07:09: Das heißt der Nachwuchs redet wirklich mit.

00:07:11: also er redet auch an den entscheidenden Stellen mit.

00:07:13: dass ist nicht nur so dass wir das Gespräch suchen und hoffen dass die Ideen reinkommen, sondern ihr sitzt da an einer entscheidenden Stelle und das ist jetzt ganz frisch hier.

00:07:23: Also seit März, seit der konstituierenden Sitzung und es macht total viel Freude weil eben der Blick direkt nach dem Studium mit zwei drei Jahren Berufserfahrung ein anderer ist als wenn man schon zwanzig dreißig Jahre im Geschäft

00:07:35: ist.

00:07:36: Das passt jetzt sehr gut, dass du das nämlich schon ansprichst.

00:07:39: wir haben nämlich jetzt auch eine nicht mehr studierende Personen zusätzlich aussitzen und Teilnehmer der Sommerschule, Immanuel Bergmann.

00:07:48: Du hast in Dessau studiert vorhin Lübeck und wirst dort jetzt auch einen Lehrauftrag antreten.

00:07:55: was aber jetzt in dem Zusammenhang ganz spannend ist eben dass du gerade in dem Aufnahmeprozess zum Juniorarchitekten bist in der Kammer in Sachsen-Anhalt jedoch Möchtest du uns da ein bisschen was erzählen, was das gerade für dich bedeutet?

00:08:10: Ja wie in sechs Anhalts sind ja erst kürzlich mit der Novellierung des Architeckengesetzes am fünften Juli nachgezogen.

00:08:16: Aber da tut sich jetzt auch einiges.

00:08:18: in der Kammer ist mein Einbruch und wir haben eben auch eigene Ausschüsse für die jungen Architeckende zukommen.

00:08:23: Und ganz spannend bei uns im Land finde ich ist dass die Architecke immer anbietet neben dem Clashin zwei Jahren im Planungsprod Die dann das nach Büro Nachweis mit den üblichen Konsequenzen Das man auch alle Leistungsphasen durch das Büro nachweisen lassen muss nun auch selber bei der Steckenkammer beaufsichtigen lassen kann und in einer selbstständigen oder Freelancestätigkeit arbeiten kann.

00:08:44: Und so schon direkt eigentlich eine innovative Selbstständigkeit starten kann, wenn man möchte.

00:08:49: Das klingt ja jetzt danach, dass du schon ziemlich einen Plan jetzt hast wie das alles abläuft also die ganze Organisationstruktur dahinter.

00:08:57: Wie hast denn du das empfunden als du noch studiert hast?

00:08:59: War da die Kommunikationsseiten Zum Beispiel, der Kammer oder Organisationen da schon gegeben.

00:09:05: Hast du Informationen bekommen?

00:09:06: Oder war das eher unsichtbar?

00:09:08: Ich kann die glücklicherweise als sehr eng beschreiben.

00:09:10: sind wir auch die einzigen Hochschulen Sachsen halt an der Architektur gelehrt wird.

00:09:13: Dementsprechend für den Drahtzugammer immer sehr kurz, die uns auch unterstützt hat mit Geldern.

00:09:17: Auch muss man sagen für eigene Projekte und immer Vorträge aus dem Ausland eingeladen hat.

00:09:22: Das war eigentlich immer sehr eng und wurden dann natürlich gleich bei diesen Veranstaltungen auch darüber aufgekehrt wie beim Aufnahmeprozess in die Kamera dann schnellstmöglich funktionieren können nach dem Studium

00:09:31: Das dann auch, würdest du sagen die Lehrformate beeinflusst?

00:09:34: Darauf direkt hinzuarbeiten zum Beispiel direkt nach dem Studium sich anzumelden in die Organisation zu gehen.

00:09:41: Also tatsächlich war es so dass zwei Lehrende pro Jahr von der Architektenkammer eben auch gestellt wurden, die selbstständig im Sachsenhalt tätig waren und dadurch konnte man dann auch ein bisschen nachvollziehen wie das bedeutet eigentlich in einem Strukturschwach im Bundesland muss man ehrlicherweise sagen mit der geringsten Dichte noch an Architekten tätig zu sein.

00:09:57: Da waren die Erfahrungen über mich positiv, weil durch die geringe Dichte an Architekten natürlich dann auch die Aufträge relativ gut zu vergeben

00:10:03: sind.

00:10:04: Und Katja?

00:10:05: Jetzt an dich, jetzt bist du die Präsidentin in NRW.

00:10:08: Wie würdest du das beschreiben?

00:10:10: Wenn du im Manuel hörst, ist da doch so ein sehr enger Draht.

00:10:14: Ich hoffe dass wir das in NR W auch schaffen!

00:10:16: Also ich habe ja sixundneunzig Diplomen gemacht und von der Kammer gar nichts gehört im Studium.

00:10:21: Und ich hatte einfach einen guten ersten Arbeitgeber, der gesagt hat Du musst sofort ins Versorgungswerk und mach hier und tu da.

00:10:27: also das heißt er hat mich aufgeklärt Was eigentlich die Architektenkammer für mich als Architektin bedeutet.

00:10:32: Und das ist aber sehr viel besser geworden,

00:10:34: d.h.,

00:10:35: die Kammer NRW sucht den Kontakt und ist regelmäßig an Hochschulen oder die Hochschule kommen auch in die Kammern.

00:10:41: Wir haben vor vielen Jahren die Kampagne Ja für junge Planerinnen eingeführt um diesen Kontakt einfach früher herzustellen und zu sagen wir machen Mit einem Frühstück in einem Architekturbüro stellen wir den Kontakt her, machen eine Führung.

00:10:55: Die Architekturbüros haben den Kontakt zum Nachwuchs, also das ist so ne Win-win-Situation und wie als Kammer haben die Möglichkeit vorzustellen warum wir wichtig sind oder was es einfach für den Nachwuchs bedeutet einzutreten oder nicht einzutreten.

00:11:07: Und das funktioniert mittlerweile schon gut.

00:11:10: Jetzt ist NRW eben viel größer.

00:11:11: Wir müssen viele Hochschulen abdecken aber da ist dieser regelmäßige Kontakt auch da mittlerweile.

00:11:18: Also was mich jetzt auch noch mal so interessiert, man hat es ja auch vorne angesprochen.

00:11:21: Bauen unsere Disziplinen dann auch geht!

00:11:23: Das heißt ich bin aber noch Studierende zum Beispiel hier in der Uni.

00:11:26: Siegen also nicht, aber wäre ich das?

00:11:30: Wie könnte ich mich denn jetzt auch schon berufspolitisch zum Beispiel engagieren?

00:11:34: an der Kammer würde das funktionieren.

00:11:36: wenn

00:11:37: du jetzt danach fragst vor der Eintragung oder bevor man Junior Mitglied wird geht das hauptsächlich über Verbände.

00:11:44: Die Kammer in NRW ist da auch sehr speziell, weil dort werden Verbände gewählt und nicht Einzelpersonen.

00:11:50: Und das heißt wenn man jetzt sagt ich möchte schon mal berufspolitisch etwas machen kann man gucken welcher Verband der der meine Interessen vertritt und dort eintreten und dort mitmischen und über den Verband dann auch schon Kammerpolitik machen.

00:12:03: also dass es in nrw so diese Möglichkeit schonmal Fuß zu fassen und mitzubekommen thematisch arbeiten zu können, weil das ist ja das was wir tun.

00:12:11: Wir verwalten ja nicht nur sondern Ziel ist ja schon den Berufsstand nach vorne zu bringen und in anspruchsvollen Zeiten zu gucken wo drückt der Schuh und wo sind die Nöte?

00:12:19: Und wo kann man etwas... bewegen, vor allen Dingen auch politisch bewegen.

00:12:24: Also etwas was viele immer nicht verstehen ist wir machen Lobbyarbeit die ist ja schwer sichtbar aber wir versuchen Gesetzgebungen natürlich in unserem Sinne zu gestalten.

00:12:32: Das

00:12:32: ist total spannend was du ansprichst weil deine Disziplin ja auch ein bisschen besonders ist wenn du in der Kommunikation im Marketing warst.

00:12:40: das hat dann eigentlich einen Einfluss jetzt auf deiner Arbeit in dieser Position?

00:12:43: Ich vertrete einen Verband mit der Architektin Initiative der alle vier Fachrichtungen vertritt und selbstständige Grund angestellt.

00:12:49: Das heißt wir sind sehr divers.

00:12:50: andere Verbände machen mehr Klientelpolitik nenne ich es jetzt mal, das klingt jetzt vielleicht so sehr negativ.

00:12:56: Aber deswegen sage ich, dass ist mein Vorteil, dass ich alle vertrete und aus der Kommunikation komme.

00:13:02: Und deswegen ist mir so wichtig, dass wir die Relevanz unseres Berufsstandes nach außen tragen.

00:13:08: Das ist das was ich kann, das ist jetzt meine Stärke als Präsidentin.

00:13:10: Ich komme aus der Architektur Kommunikations-, aus der Herzen liegt, dass wir uns nicht immer rechtfertigen müssen, warum es uns braucht.

00:13:19: Gerade in den heutigen Zeiten wenn wir über Klimawandelhitze in der Stadt reden haben.

00:13:23: alle erlebt diesen Sommer das wir da ein relevanter Berufsstand sind.

00:13:28: Werbung!

00:13:29: Der Baunetz Campus Alumni Podcast wird unterstützt von Gira.

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00:14:19: Vielleicht kann ich dem Emmanuel mal eine Frage stellen weil du ja auf dem Weg in die Kammer bist Wie ist denn das bei euch jetzt im Nachwuchs?

00:14:25: Kannst du das beim Nachwuch sagen?

00:14:27: Habt ihr Interesse in die Kamera zu gehen oder ist das eher ein Staubiger Verein wo ihr denkt ach nee interessiert uns nicht.

00:14:33: wie ist denn da jetzt eure Haltung?

00:14:35: Also ich habe schon ganz eindeutig das Gefühl, dass die Kammer sich in den letzten Jahren stark gewandelt hat eben auch versucht viele Formate zu bieten.

00:14:41: Auch Juni ausschüssen.

00:14:43: wir haben eine Fachtage zum zirkulären Bauen auch andererseits natürlich für viele junge Kollegen die erst mal schauen wie Staatin beruft.

00:14:49: es ist meistens im klassischen Planungsbüro auch um ein konstantes Gehaltsbuch kommen.

00:14:52: da kann man nicht alle Vorzüge sofort ausspielen.

00:14:54: dann dauert es eben auch manchmal länger bis man alle Leistungsphasen abgearbeitet hat.

00:14:58: da wäre vielleicht meine Rückfrage Natürlich ist das Problem im Gesetz eher dass man die Leistungsfasen abbilden muss.

00:15:03: seid Ihnen daran interessiert überhaupt, das auch zu novellieren?

00:15:07: Da diskutieren wir uns gerade die Köpfe.

00:15:09: Heinz bzw.

00:15:10: währt uns die Köpf wahrscheinlich auch einschlagen sage ich jetzt vorsichtig weil dass ja die Rechtfertigung der Kammer infrage stellt dieses klassische Berufsbild mit allen Leistungsphasen wenn wir sagen auch nur wir öffnen das jetzt für alle.

00:15:24: grundsätzlich finde ich das gut.

00:15:26: Wir sind ja generalistisch ausgebildet.

00:15:28: Wir werden immer noch generalistischer ausgebilt, das macht unseren Berufsstand so stark.

00:15:32: aber die Welt dreht sich weiter.

00:15:34: ohne Spezialisierung können wir alle nicht mehr arbeiten.

00:15:37: Jeder von uns wird sich im Laufe des Berufslebens spezialisieren.

00:15:40: ich habe mich auf Kommunikation spezialisiert nachdem ich aber zehn Jahre als Architektin gearbeitet hab deswegen bin ich auch in der Kammer.

00:15:46: heute würde Ich nicht mehr in die Kammer kommen wenn ich nur dass machen würde und Das ist jetzt der Punkt den wir eben besprechen, gibt es eine Möglichkeit zukünftig auch Leute wie mich aufzunehmen.

00:15:58: Wollen wir das?

00:15:59: Können wir das?

00:15:59: dürfen wir das?

00:16:00: Wie ist unser Selbstverständnis?

00:16:01: Wie ist das Berufsbild?

00:16:03: und da gibt es ganz unterschiedliche Meinungen von Es muss alles bleiben, wie's ist Das ist unser Berufs Bild.

00:16:08: Das ist unsere Darber- und Seinsberechtigung.

00:16:10: bis zu Nein, es gibt so viele andere Themen die wichtig sind.

00:16:15: Ich meine Partizipation je nachdem Die Nachhaltigkeitsthemen.

00:16:19: dann weg man ja nicht alle Leistungsphasen ab.

00:16:21: Was machen wir mit den Personen, die ein Interesse haben in die Kammer zu gehen?

00:16:25: Die gerne in die Kamera möchten.

00:16:26: Weil sie sich als Architektin und Architek fühlen aber laut dem jetzigen Statuten nicht rein dürfen.

00:16:32: Es ist gerade ein ganz spannendes Thema mit offenem Ausgang, weil am Ende halt der Gesetzgeber steht und er sagt dürfte dürfte nicht und dann hängen halt so bürokratische Dinge zusammen auch wie das Versorgungswerk zum Beispiel dass in den Satzungen stehen hat, dass es eine berufständige Versorgung ist.

00:16:50: Was machen wir dann mit denen, die nicht klassisch in der Planung tätig sind?

00:16:55: Aber gerne in die Kammer möchten.

00:16:56: Auch ins Versorgungswerk möchten aber da eigentlich mich rein dürfen ist das eine Gefahr für das Versorgungswert für diese Institutionen.

00:17:04: Das ist gerade das wo wir länger drauf rumkauen müssen.

00:17:08: Ja es ist ein wirklich komplexes Geflecht und sehr viele Fragen die

00:17:12: noch keine richtige

00:17:13: Antwort haben.

00:17:14: Aber was hast du dir vorgenommen, so während deines Mandats?

00:17:18: Was würdest du

00:17:18: gerne?

00:17:19: Bewerkstellungen vollbringen.

00:17:21: Ein Häkchen irgendein Vorstellen, irgend eine Aufgabe erledigen oder eine Frage beantworten?

00:17:26: Was wäre die?

00:17:27: Das ist ja interessant!

00:17:28: Wir haben eine Klausurtagung gemacht mit dem neuen Vorstand um zu gucken welche Themen möchten wir besetzen.

00:17:34: und wenn man sich dann die Klausurtagungen anguckt von vor fünf und vor zehn Jahren stehen da ganz viele Dinge immer rauf.

00:17:41: Diese Dauerthemen sind wie die Anerkennung unseres Berufsstandes in der Gesellschaft und solche Dinge.

00:17:47: Und dafür fürchte ich, da bin ich glaube ich realistisch unterwegs.

00:17:51: das kriegen wir nicht so schnell hin.

00:17:53: aber aus meiner Kommunikationssicht ist mir wichtig dass den Kontrapunkt suchen, sondern miteinander reden.

00:18:00: Also zum Beispiel das Thema Wettbewerbe-Vergabeverfahren ist ja eins da... Das gibt immer weniger Wettberwebe die VGV-Verfahren werden immer schwieriger der Zugang für die Jungen wird immer schwierig weil die Voraussetzungen so schlecht sind und da wünsche ich mir für die fünf Jahre dass ihr es vielleicht schafft mehr mit den Auslobern zu sprechen mit den Auftraggebern zu sprechen.

00:18:19: warum macht ihr das so?

00:18:20: Ich meine das weiß man ja was was sie für Druck haben im Moment.

00:18:23: aber Wie kann ein Wettbewerbsverfahren aussehen, damit es wieder vermehrt macht?

00:18:28: Also da müssen auch wir uns an die eigene Nase packen und sagen ja, wir reden immer von transparentem fairen Verfahren.

00:18:34: Aber das geht doch erstmal darum überhaupt welche zu bekommen!

00:18:36: Und wie könnten sie

00:18:37: aussehen?!

00:18:39: nach vorne gucken und gemeinsam Lösungen suchen, also vermitteln.

00:18:43: Und wieder Mitglieder näher?

00:18:45: Ich habe das im Wahlkampf so extrem erlebt dass alle Sachen Boah, lass mich mit der Kammer wahlen!

00:18:49: Und was tut die Kammer für

00:18:50: mich?!

00:18:51: Ich sage mal einen Beitrag und alles ist gut.

00:18:52: ich darf mich Architekt oder Architekte nennen lasse mich damit in Ruhe und das tut mir immer weh wo ich mich ja ehrenamtlich engagiere für den Berufsstand damit wir zukunftssicher uns aufstellen können.

00:19:02: deswegen ist das auch ein Punkt wo ich denke vielleicht wieder diesen Punkt Mitglieder Nähe zu behandeln.

00:19:08: Wir sind nicht Mitglieder fairen, wir machen ganz viele Veranstaltungen.

00:19:11: Das ist freiwillig da zu kommen oder auch nicht zu kommen.

00:19:13: aber diese Strukturen... Wir sind hundertsechzig gewählte Vertreterinnen und Vertretern in der Vertretersammlung.

00:19:19: daraus generieren sich Ausschüsse und der Vorstand und das Präsidium.

00:19:23: Und eine Frage war ja wie kann der Nachwuchs sich engagieren?

00:19:26: Wie kommt man denn da rein und wie bekommt man überhaupt Lust mitzumachen?

00:19:30: also den Mitgliedern möchte ich wieder ein bisschen mehr ansprechen.

00:19:33: Ende fünf Jahre

00:19:35: Also.

00:19:35: ich beobachte natürlich auch, dass es für junge Mitglieder besonders wichtig ist zu der Bauvorlageberechtigung zukommen.

00:19:41: Das ist trotzdem weiterhin glaube ich eine Hauptmotivation.

00:19:43: Könnten Sie sich dann zum Beispiel auch vorstellen das so passiert?

00:19:47: Dass man häufig wie wir heute agieren in Tarnungskollektiven eigentlich all diese Fähigkeiten als die Leistungsphase mit mehreren Personen abbildet und als kollektiv die Bauvorlagenberechtigungen erhält.

00:19:57: Da sage ich jetzt mal aus meiner Sicht bisher, das wird wohl eher nicht vorkommen.

00:20:01: Weil das ja mit einer Person in Bezugung ist die Bauvorlageberechtigung und es ist im Endeffekt den Architekturberufe auch so dass der Inhaber oder die Inhaberin die Bau-Vorlageberechigungen hat und die Angestellten müssen das nicht zwingend haben weil sie gar nicht unterzeichnen und müssen oder wollen.

00:20:17: also das heißt im Kollektiv reicht eine Person die unterschreibt kann Der Rest macht's im Team mit.

00:20:24: Ich glaube eine Führung oder eine Zusammenarbeitssache.

00:20:29: Dass wir ja weg müssen von diesem Star-Architekten und der immer draufsteht, obwohl ein großes Team das Projekt in vielen Jahren durchgezogen hat.

00:20:39: Und was du ansprichst dieses Kollaborative und Teamarbeit ist eine andere Art zu arbeiten?

00:20:44: Da ist meines Erachtens egal ob ich das unterschrieben habe oder ob du das Unterschrieben hast oder ob das die Kollegin oder der Kollege unterschreiben

00:20:52: hat.

00:20:52: Aber mit der voller Geberechtigung... hatten im Infekt auch die Kontrolle darüber beim Projekt, wenn realisiert wird.

00:20:57: Das ist ja der Punkt, wo das Geld eigentlich auch beim Büro oder bei dem einzelnen Dienstleister

00:21:02: landet.".

00:21:03: Du meinst, dass das Problem jetzt nur eine Person kontrolliert?

00:21:06: Ja, um Personenbezogene in den Bau von Augenberechten.

00:21:10: Ich würde gar nicht mal die Kontrollen sagen, wenn die Teamstruktur funktioniert.

00:21:13: Es ist ne ganz andere Herausforderung noch – Die Haftung!

00:21:16: Weil die Person, die unterschreibt haftet ja auch.

00:21:19: Also dann ist es die größere Herausforderung, wenn man im Team arbeitet wie ... verteilt man die Haftung.

00:21:25: Ist es da nicht auch eine Frage der Autorinenschaft,

00:21:28: wie man stellt?

00:21:29: Ja das ist das mit der Zeichnungsberechtigung.

00:21:32: Das ist ne interessante Frage!

00:21:33: Wir waren mal im Gespräch und da ging es um einen Architekt-Tinnenpreis.

00:21:38: Wir haben gesagt, wir möchten aber gerne jetzt eben nicht nur die Urheberschaft haben sondern wir möchten auch angestellte Personen auszeichnen.

00:21:46: Also die Projektleiterin oder die Teamleiterinnen oder wie auch immer und nicht nur das große Büro XYZ dass den Bauantrag eingereicht hat, das unterschrieben hat und deswegen überall drüber steht.

00:22:02: federführend geleitet hat.

00:22:03: Das war eine sehr interessante Diskussion, wie wirklich alle gesagt haben das geht doch überhaupt nicht so.

00:22:09: aber wieso denn nicht?

00:22:10: Wir sagen doch nicht wer sind alle die dass sagen?

00:22:14: naja das sind die Bewahrer.

00:22:18: das ist jetzt ein hartes wortbesitzstand.

00:22:20: wahrung aber natürlich wir kämpfen immer zwischen dem was haben wir bisher gemacht und was könnten wir neu machen?

00:22:27: in der Mitte müssen wir uns treffen.

00:22:29: Wir sind jetzt ein Vorstand, der viel diverser zusammengesetzt ist als er vorher immer war.

00:22:35: Was das Geschlecht betrifft aber auch was das Alter betriffte allein durch den Junior Ausschuss, den wir jetzt hier haben und da verspreche ich mir sehr viel mehr Bewegung weil es ist gut dass wir die eine Hälfte Erfahrene haben Ich gehöre ja weil ich auch schon so lange dabei bin ganz oft zu der Ja Aber-Fraktion weil ich sage wo kommen wir denn her?

00:22:55: Wir haben aber jetzt sehr viele neue die ganz unbedarft und das meine ich nicht negativ an diese Kammerpolitik rangehen, weil sie neu sind.

00:23:02: Und das sind ja die, die die richtigen Fragen stellen und dann müssen wir uns mit dem Ja aber nähern.

00:23:07: Ja klar!

00:23:08: Das haben wir immer so gemacht, aber kein Gesetz ist in Stein gemeißelt.

00:23:11: Dauert nur was länger ein Gesetz zu ändern als die Heifeldung.

00:23:15: Ich finde es sehr interessant wie du jetzt auch so diese verschiedenen Strukturen natürlich im Büro ansprichst.

00:23:20: Wir haben bei Bonnets Campus auf eine Reihe, die heißt Studio under construction indem Porträts von verschiedenen Arten, von Büros sag ich mal unter die Lupe nehmen.

00:23:30: Das sind aber nicht immer die klassischen Architektur-Büros sondern auch Kollektivstrukturen oder anders organisierte.

00:23:36: Jetzt beispielsweise rücken wir gerade einen Artikel darüber zum Beispiel über das Team Disco in Berlin.

00:23:42: Die haben sich genossenschaftlich organisiert.

00:23:44: Wie geht ihr mit so anderen Strukturen um als Bürokründungen und der Selbstständigkeit?

00:23:50: Haben sie auch Einfluss auf eure Arbeit wie auf die Gesetzesmäßigkeiten.

00:23:55: Das ist jetzt so eine Frage ins Blaue vielleicht.

00:23:57: Ja und da antworte ich nicht ohne meinen Juristen oder meine Juristin, wie wir zusammenarbeiten im Team?

00:24:04: Das ist ja der Kammer erstmal egal.

00:24:06: das wird einfach dann einer Herausforderung wenn es um die Eintragung einer Gesellschaft geht oder die Gründung einer gesellschaft.

00:24:12: also zweite Schritt ist ja erstens eine Gesellschaft die eingetragen werden kann.

00:24:16: aber das juristische ist ja auch der schritt vorher und das heißt es kommt auf die gesellschaftsform an.

00:24:23: Dann gibt es ja immer diese Diskussion und diesen Titelschutz.

00:24:25: Also das heißt, wenn drei sich zusammen tun aber nur eine Architektin dabei ist darf die Gesellschaft sich dann im weitesten Sinne irgendwie Architektorberu nennen oder nicht?

00:24:35: Das sind dann die Feinheiten.

00:24:37: da lasse ich die Rechtsabteilung vor!

00:24:40: Wie seht ihr vielleicht auch an die Frage an euch beide weil das wurde ja auch gerade angesprochen Es gibt nicht mehr Dienstearchitekten.

00:24:46: Man

00:24:47: muss sich vielleicht auch manchmal gar nicht ändern, weil es in einer solchen Geschichte guckt sehr oft dass natürlich auch männliche Protagonisten waren.

00:24:55: Wir sehen das ja ganz viel, ich kollektive und Büro ist gar nicht mehr unter einem bestimmten Namen zum Beispiel

00:25:01: gründen.

00:25:02: Wie nehmt ihr so diese Entwicklung wahr?

00:25:04: Vielleicht auch an dich, Emmanuel.

00:25:05: Du jetzt gerade aus dem Studium ist nicht so lange her wenn Personen sich selbstständig um dich herum machen.

00:25:10: wie ist das Gefühl dazu?

00:25:11: Das ist natürlich immer ein Wagenes glaube ich und deswegen wagen es noch weniger als ich mir wünschen würde.

00:25:16: Selbst wenn man das im Team entteilen kann erfordert es immer... ein ganz großes Maß an Zeit und auch Partnerinnen, die einem Lasten abnehmen, um sich diese Zeit schaffen zu können.

00:25:25: Um entweder einen freien Wettbewerb im Teil nehmen zu können oder eben Vorstudien zu machen wie das hier viele junge Büros auch machen erstmals blaue Versuchenden-Initiativ etwas vorzuschlagen.

00:25:33: Das kostet Zeit und Geld und Ressourcen, die nicht jetzt wirfügen hat.

00:25:37: Und deswegen ist es für genau so wichtig dass man Fahre aufzeigt wo Leute in Institutionen, in großen Planungsbüros auch wirksam werden können für die Bauwende.

00:25:45: Ich sagte einfach, wir dürfen uns alle nicht so wichtig und nicht so ernst nehmen.

00:25:49: Also sprich, gemeinsam sind wir einfach stärker.

00:25:53: Gemeinsam kommen wir zu den besseren Ergebnissen und da sind wir glaube ich auf einem sehr guten Weg dass wir weg von den Star Architekten sind zum Kollektiv das nur gemeinsam die Bauwelle nach vorne treiben können.

00:26:05: Katja du warst auch die Vorsitzende der Rasteckeninitiative NRW.

00:26:09: Kannst uns einen Einblick geben?

00:26:10: Gegründet haben wir uns!

00:26:11: Wir sind ja auch nicht mehr so frisch und es gibt's auch schon seit irgendwie über thirty fünf Jahren Gründet hat uns eine Kollegin, die damals gesagt hat Mensch wo sind denn meine Kolleginnen?

00:26:21: Habe ich überhaupt.

00:26:22: Gibt es Architektinnen?

00:26:23: Sie erlebt halt immer nur die Runden der Meer und hat im DAB im Deutschen Architektenblatt eine Anzeige im Regionalteil geschaltet so stammtisch für Frauen, für Architektingen.

00:26:33: Und so haben sich die ersten zwei drei getroffen und so ist die Architekte in Initiative gewachsen.

00:26:38: und irgendwann haben die Kollegen das war auch noch vor meiner Zeit gesagt Wenn wir was bewegen wollen brauchen wir Macht.

00:26:45: Wo kriegen wir die?

00:26:46: in der Berufspolitik?

00:26:47: Dann haben sie angefangen.

00:26:48: In der Berufspolitik und so ist das entstanden, und wir sind für die Chancengleichung unterwegs.

00:26:54: Das heißt, wir achten aber ganz genau darauf, dass es nicht darum geht, dass nicht Frauen in Teilzeit arbeiten dürfen oder Frauenfamilie und Berufe einbaren, sondern es gilt ja für alle Geschlechter was einfach in dieser Branche... dass Arbeiten immer noch ausbeuten ist.

00:27:10: Also das heißt, seitdem setzen wir uns ein, dass die Vereinbarkeit da ist.

00:27:14: Ob man nicht auch anders führen kann?

00:27:16: Wir haben irgendwann mal gesagt wie sieht es denn aus, dann müssen wir was machen zur Tandemführung und solche Dinge.

00:27:21: Da sind wir immer beäugt worden und belächelt worden für solche Themen, die mittlerweile aber ja schon auch Standard sind.

00:27:28: Wer achten auf paritätische Besetzung von Podien und Gremien in der Architektenkammer?

00:27:32: Da kommen wir her!

00:27:34: Aber wenn man in der Berufspolitik unterwegs ist, braucht's natürlich auch andere Themen.

00:27:37: Da kommt man in der Realität an und das Thema Chancengleichheit ist eins, was glaube ich viele Themen betrifft.

00:27:43: Und wenn man über die Chancengleichheit sich näher hat auch was die Bauwende betrifgt kann man viel bewegen.

00:27:49: aber es gibt auch die ganz klassischen berufspolitischen Themen, die jetzt unsere sind.

00:27:55: Ja, aber ich kann mir so genutisch reichen.

00:27:56: Ich glaube um den Platz im Kopf für viele Bauschaften frei zu machen ist es wichtig all diese Themen der Sorgearbeit und der Verteilungsgerechtigkeit erst mal zu lösen damit man sich dann auf die Zeiten der genehmen Kanten von der Bauwinde teilt.

00:28:07: Wichtig, dass du das ansprichst.

00:28:09: Katja mit Arbeitsrealitäten.

00:28:11: Ich muss jetzt gerade denken es kam gerade der neue Nexture plus Nachwuchsreport raus.

00:28:17: eine starke Auffälligkeit war dort ist in der Umfrage sind natürlich auch immer andere Gruppen die dort befragt wurden Dass es immer mehr befristete Arbeitsverträge gibt und irgendwie scheint auch die Sicherheit ein großes Thema zu sein.

00:28:29: gerade wie so dein Blick drauf.

00:28:32: habt ihr da irgendwie gewissen Blick drauf.

00:28:35: Wie siehst du da so die Entwicklung?

00:28:38: Also kann man gucken, dass er genau darauf, weil die Anzahl der angestellten Kolleginnen und Kollegen extrem zugenommen hat ja in den letzten Jahren.

00:28:47: Und das liegt daran was Fachkräftemangel hatten.

00:28:49: als ich Diplom gemacht habe war ich froh irgendeinen Job zu bekommen.

00:28:53: Ich hab mir nicht ausgesucht wo und welches Behoe.

00:28:56: Ich habe einfach das genommen, was ich kriegen konnte.

00:28:58: Das war jetzt lange Zeit nicht und aufgrund dieses Fachkräftigmangels wars Der sichere Job zu sagen, oh nee dann arbeite ich doch lieber in einem Architekturbüro.

00:29:06: Dass jetzt mehr diese Teilzeitverträge kommen bricht ja schon dafür dass es der Branche eben nicht so gut geht.

00:29:13: Es ist jetzt meine Interpretation Ich kenne die Zahl noch nicht vom Report und wir sehen das bedenklich, dass dieses Sicherheitsdenken da ist weil wenn keiner von euch junger den Mut hat sich selbstständig zu machen davon lebt ihr unser Berufsstand.

00:29:27: eigentlich sind wir ein klassischer freier und selbständiger Beruf.

00:29:31: Gibt es auch demnächst keine Büros mehr die Angestellte benötigen, wenn man ihr zwei ganz schwarz malt?

00:29:35: Also das heißt wir legen gerade oder gucken gerade.

00:29:38: wie können wir euch ermuntern und ermutigen euch selbst den nicht zu machen.

00:29:42: Auch in Krisenzeiten weil ob ich jetzt angestellt oder selbst denn ich bin eine schwere Zeit ist eine schwache Zeit als Angestelle kann ich vielleicht schwierig einen Vollzeitvertrag bekommen oder Ich kann auch die Königung bekommen dass das ist schlechte Zeiten sind nur mal schlechte zeit.

00:29:55: aber Wir möchten ermutige nicht.

00:29:58: fragt diesen Schritt in die Selbstständigkeit.

00:30:00: Da kann ich jetzt vielleicht kurz von mir erzählen, weil ich habe mich ja im Jahr zwei tausend vier selbstständig gemacht, da war es auch total schlecht.

00:30:07: Ich kam aus einem Anfall und ich war ein NRW neu.

00:30:09: Ich hatte kein Netzwerk, ich hatte keine Aufträge und ich bin in der Architektur Kommunikation und im Marketing neu.

00:30:15: Also die deutlich schlechtesten Voraussetzungen sich selbstständigt zu machen.

00:30:20: und all meine Freunde, die ja auch aus der Branche kommen haben gesagt, spinnst du?

00:30:24: Für Marketing gibt doch keinen Architekturberuch Geld aus!

00:30:27: Wenn ich das damals nicht gewagt hätte, würde ich heute nicht hier so sitzen.

00:30:31: Und es hätte auch schief gehen können?

00:30:33: Das ist keine Frage!

00:30:34: Dann hätte ich nach drei oder fünf Jahren sagen müssen okay, ich arbeite wieder als anbestellte Architektin vielleicht aber es hat geklappt und diesen Mut möchte ich gerne dem Nachwuchs machen probiert etwas.

00:30:43: Scheitern ist nicht schlimm wenn es schief geht dann fängt man was Neues an.

00:30:48: Ich finde das eigentlich schon ziemlich schönen Rahmen als Motivation.

00:30:52: Ich würde noch eine letzte Frage an dich immer neu stellen Wenn es darum geht, wenn Katja sagt hey wir wollen diese Motivation machen.

00:31:01: Du bist ja gerade dabei Junior Architekt zu werden in die Kammer einzutreten dich selbst nicht zu machen ins Berufspiel.

00:31:08: Würdest du noch so einen Wunsch äußern was dir helfen würde?

00:31:10: Was sich unterstützen würde oder was du dir zum Beispiel von Verbänden oder Organisationsstrukturen wünschen würdest,

00:31:18: oder der Kammer.

00:31:21: Also von der Kamera her bin ich natürlich jetzt schon ganz glücklich dass man uns mit Tagung und auch mit der Nähe unterstützt.

00:31:27: Trotzdem sehe ich in diesem Berufs- bis hin freier Architektin ist natürlich noch differenziert zu einem Architekten der jetzt in der Bauwirtschaft tätig ist, in der sich das freie Architekteinnens natürlich nur als Dienstleister fungieren.

00:31:38: wir haben ja auch wechselnd ein Berufsmodell wo selber Architekten im Design bildmäßig tätig sind Und das widerspricht ja eigentlich so einem komplett neutralen Berufsbild, wo man nur einen Bau heranzuarbeitet.

00:31:50: Das würde ich mir wünschen!

00:31:52: Also eine große Aussicht auch auf ein diverses Berufs

00:31:55: Bild,

00:31:56: an dem wir dann alle arbeiten und es kommunizieren in die Verbände tragen und sie auch unterstützen und uns gegenseitig motivieren.

00:32:03: Ich danke euch vielmals für dieses Gespräch und diese wirklich total tiefen Einblicke und vielen, vielen Dank!

00:32:11: Gerne!

00:32:12: Danke von meiner Seite.

00:32:14: Das war eine weitere Spezialfolge des Boundets Campus Alumni Podcasts, studiert umzubauen.

00:32:20: Präsentiert von Gira!

00:32:21: Vielen Dank an Katja Tomaski und Emmanuel Bergmann für das Gespräch und euch natürlich fürs Zuhören.

00:32:27: Die Spezial folgen sind bei der Summer School Future Curricula Circuit Training an der Universität Siegen entstanden – Moderation, Produktion & Redaktion, Sorana Radolesco und Katharina Luxe Postproduktion Robert Schulz.

00:32:41: Und nicht wundern?

00:32:42: Nach diesen Spezialfolgen, die ihr jetzt gerade hört und noch hören werdet geht es hier weiter regulär mit Kerstin, Kersingunikat und den neuen Folgen des Bonnes Campus Alumni Podcasts.

00:32:52: Also seid auch weiter gespannt und bis bald!

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