#104 Spezial N_AS Summer School: Netzwerk Hochschule - Thorsten Erl & Midori Severin
Shownotes
Architektur soll interdisziplinär gedacht werden, doch Studiengänge, Fächer und Hochschulen arbeiten selten wirklich zusammen. Zum Auftakt unserer Spezialfolgen von der Summer School „Future Curricula Circuit Training“ in Siegen fragen wir mit Thorsten Erl und Midori Severin, wie Hochschule zum Netzwerk wird und was das für die Lehre und Disziplin bedeutet.
Hosts: Sorana Radulescu und Katharina Lux Redaktion und Text: Katharina Lux Post-Produktion: Robert Schulz
Übersicht aller Folgen mit weiteren Infos & Bildern zu unseren Gästen: https://www.baunetz-campus.de/podcasts
Der BauNetz CAMPUS Alumni-Podcast wird unterstützt von GIRA.
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00:00:00: Herzlich willkommen zu einer Spezialfolge des Baunetz Campus Alumnipodcasts Studiert und Zu Bauen präsentiert von Gira.
00:00:07: Und ja, ihr hört heute ausnahmsweise nicht Kerstin Kuhnekert sondern mich Katarina Luxe und Sorana Radolesco aus der Baunets Campus Redaktion.
00:00:16: Für die nächsten vier besonderen Folgen sind wir nach Siegen gereist und haben während der siebentägigen Summer School Future Curricula Circuit Training Gespräche vor Ort aufgenommen.
00:00:26: Im Mittelpunkt des SummerSchool stand die Frage, wie Architektur künftig gelehrt werden kann und wie sich damit auch das Berufsbild verändert.
00:00:32: Genau daran klüpft schließlich auch unser Alumni-Podcast an Anwege durch Studium und Praxis sowie an die unterschiedlichen Rollen und Tätigkeitsfelder, die daraus entstehen können.
00:00:41: In den kommenden vier Folgen sprechen wir jeweils mit einer Input-Geberin der SummerSschool sowie einer teilnehmenden studentischen Person.
00:00:49: Zum Auftakt geht es ums Netzwerken, beziehungsweise die Netzwerke in der Hochschule mit Professor Thorsten Erl und der ETH-Studentin Midori Severin.
00:00:59: Los geht's!
00:01:00: Herzlich willkommen in unserem kleinen Podcaststudio im Druckhaus in Siegen im Rahmen der Sommerschule Thorsten.
00:01:12: Ich führe aber durch diese Folge natürlich nicht alleine, sondern mit Sorana Radolesco auch aus dem Campus-Team.
00:01:20: Hallo und freue mich sehr dass wir heute das Thema Netzwerke in der Hochschule bzw.
00:01:27: Netzwerkhochschule behandeln.
00:01:28: Wir sind hier um über eine Frage zu sprechen die viele Hochschulen gerade auch umtreibt Wie vernetzen wir Projekte, Studiengänge und Disziplinen besser miteinander?
00:01:38: Architektur wird immer interdisziplinärer gedacht, aber wie sieht das konkret in der Lehre eigentlich aus?
00:01:44: Wie gelingt Studiengangs übergreifende Zusammenarbeit und was bedeutet es wenn eine Fakultät nicht nur Architektor sondern auch Kunst und auch andere Fächer unter einem Dach vereint.
00:01:55: Und darüber wollen wir heute mit euch sprechen!
00:01:58: Dazu darf ich unseren einen Gast von den zwei Gästen die wir heute haben vielleicht erst mal vorstellen Professor Thorsten R. Das ist ein eines Architekt- und Stadtplaner, der in der TU Berlin die TU Darmstadt und Portugal studiert hat.
00:02:13: Von im Jahr twohntausendzwei bis zum Jahr zweihundertzehn lehrte er am Städtebauinstitut der Universität Stuttgart unter anderem in der Realaborn zur nachhaltigen Stadtentwicklung und zur Planung von Bildungslandschaften.
00:02:25: Seit dem Jahr zweitausendzehnten ist der Professor für Städtenbau an der interdisziplinären Fakultät Bildung, Architekatur und Künste der Universitätssägen.
00:02:34: Seine Schwerpunkte sind obane Transformation, nachhaltige Stadtentwicklung sowie Co-Design und Co-Produktion im Städtebau.
00:02:43: Also erstmal herzlich willkommen auch Thorsten!
00:02:45: Ja hallo schön dass ich darf rein darf.
00:02:47: Das freut mich sehr.
00:02:48: vielleicht können wir da einfach schon direkt rein starten.
00:02:51: Thorsten an der Uni Siegen sind Architektur Bildung und Raum Anziehungswissenschaften Und Künst in einer Fakultät vereint.
00:03:00: Wie verändert diese Struktur die Art wie Studierende entwerfen und forschen würdest du sagen?
00:03:06: Naja Also ich glaube, es ist ziemlich interessant zu sehen wie Campusarchitekturen funktionieren.
00:03:13: Und Campus-Architekturinnen sind Bildungsarchitekaturen und wir haben die Chance hier in Siegen mit unseren BildungswissenschaftlerInnen, die sich aus ErzieherInnen aber auch aus Sozialpädagogin zusammensetzen, räumliche Fragen zu diskutieren.
00:03:30: Da gibt's eine große Offenheit der Disziplinen gegenseitig eine Neugierde.
00:03:36: Wie bekommen wir eigentlich unsere Themen zusammen?
00:03:40: Und das ist deswegen interessant, weil wir eigentlich seit einigen Jahren auch so Umzugsprozesse innerhalb der UNSD-Ziegen haben, innerhalb der Stadt.
00:03:48: also wir wollen eigentlich vom Campus der Sechziger, Siebziger Jahre in den Stadten und das Verklarterbahn des Projektes.
00:03:57: aufgrund der finanziellen Situation der Bundesländer habe ich jetzt gar nichts drauf eingehen aber dennoch hat es etwas ausgelöst dass in Diskussion mit Pädagoginnen über den Bildungsraum nachdenken oder Bildungsräumen.
00:04:10: Und das stellt Fragen ans Curriculum, gleichzeitig stellen es Curriculum-Fragen einen Raum und wir haben die große Chance dass wir gerade in temporären Räumlichkeiten wie hier des Druckhauses oder anderen Räümlichkeiten ganz viele Dinge ausprobieren können mit unseren Studierenden.
00:04:30: Und die Studierenden darf vielleicht auch nochmal ganz stark treiber sind zu suchen, wie sie eigentlich lernen wollen in welchen räumlichen Kontexten.
00:04:41: Werbung!
00:04:43: Der Baunetz Campus Alumnipodcast wird unterstützt von Gira – das sind die mit den Schaltern.
00:04:48: Wenn es um Smartphone und Smartbilden geht oder ganz einfach um die richtigen Schalter- und Steckdosen ist Gira euer Ansprechpartner Nummer eins.
00:04:56: Eingesetzt werden bei Gira ausschließlich hochwertige Materialien, wie Edelstahlbranze, Aluminium, Glas und Linoleum Multiplex.
00:05:04: Von der Eingangstür bis in jedem Raum findet ihr hier eine übergreifende Produktvielfalt die euer architektonisches Gesamtbild stützt – und zwar an jedem Maßstab im Neubau und im Bestand!
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00:05:20: Schaut vorbei bei Gera persönlich oder im Netz auf gera.de.
00:05:24: Mehr dazu findet Ihr direkt hier in den Schauenutz.
00:05:26: Gira, Smart Home, Smart Building, Smart Life.
00:05:30: Werbung Ende!
00:05:31: Vielen Dank dafür.
00:05:32: den Einblick also du hast ja jetzt schon quasi ein großes Projekt genannt.
00:05:36: ich wollte es gerade sagen nochmal Stichwort NRW.
00:05:39: Also allein schon die Struktur von NRW gibt das ja auch.
00:05:42: Ja ist alles sehr nah beieinander.
00:05:45: Es gibt eine große Hochschulleinschaft Vielleicht mal neben diesem Projekt in Siegen wo du sagen würdest was gibt es für Netzwerke in NRW?
00:05:55: Also, das betrifft jetzt mein Fach sehr spezifisch.
00:05:57: Wir haben ja sozusagen drei Studiengänge.
00:06:00: in der neuen Architekturschule Siegen ist der Klassischer Bachelorstudiengang Architektor.
00:06:05: Darauf kann man entweder ein Master im Bestand bauen bestand aufbauen oder den Masterstellebau NRW.
00:06:13: und das ist ein Kooperationsprojekt des gerade vor kurzem sein zwanzigjähriges Bestehenfeierte mit einer großen Konferenz unter anderem zum Thema Interdisziplinarität.
00:06:24: Und diese Kooperation umfasst fünf Hochschulen, die zusammen seit zwanzig Jahren gemeinsam einen Studiengang formieren.
00:06:33: Natürlich ganz automatisch wenn fünf Hochchulen mit ganz unterschiedlichen ProfessorInnen, ganz unterschiedliche Denominationen dieser Professuren zusammenkommen entsteht ein sehr buntes Bild einer Städtebauläre.
00:06:47: Also dieses Studiengang entstand so im Auslaufen der internationalen Baustellung über Emscher Park, wo es natürlich sehr spezifisch um den Transformation oder diesen Umsturkteringsprozess in NRW speziell im Ruhrgebiet ging und darauf aufbauen sozusagen spezifie Aufgaben hier in der Weg entstanden sind.
00:07:10: Er richtet sich an Studierende der Architektur, der Stadtplanung und der Landschaftsarchitekturen.
00:07:16: Und das ist ein ganz wichtiger Punkt weil er innerhalb dieser gestaltenden Studiengänge drei Disziplinen zusammenbekommt, die normalerweise an herkömmlichen Universitäten oder Fakultäten nicht unbedingt miteinander etwas machen.
00:07:30: Die sind eher so nebeneinander Studiengänger in ihrer Säule stark versäuelt und nicht nach links und rechts gucken Aber Nachhaltigkeitsfragen, Quashionsfragen erzeugen und Quasionsfragen über die Disziplinen hinaus sozusagen gelöst werden müssen.
00:07:46: Deswegen forcieren wir ganz gern die Diskussion zwischen Wirtschaftsarchitekten, Architekten und Stadtplanern, dass das immer gleichzeitig gemeinsam gedacht wird.
00:07:56: Wenn du auf diese zwanzig Jahre zurückblickst gab es konkrete Projekte, die daraus entstanden sind aus diesem übergreffenen Master
00:08:04: Team?
00:08:05: Für wenenswert sind weiter geführt wurden oder irgendetwas Beinflusst haben?
00:08:10: Ich bin erst seit dem Jahr hier Professor.
00:08:12: Insofern kann ich die zwanzig Jahre nicht komplett überblicken, zumindest zu... Das ist gut!
00:08:16: ...aus den persönlichsten Fragen.
00:08:19: Aber ich würde ein Projekt rausgreifen, das wir gerade letztes Jahr durchgeführt haben.
00:08:22: Das ist ein erster Entwurf, Projekt I., d.h.
00:08:25: im ersten Semester des Masters.
00:08:27: Es sind fünfundseins Studierende und wir sind mit diesen fünfundselnden Studierenden in die Stadt Olpe bereist.
00:08:32: Olpe liegt hier im Sauerland Und die haben ein sehr spezifisches Problem.
00:08:36: Ein kleinen peripheren Dorf, das inzwischen Teil der Stadt ist, steht ein dreihundert Meter langes Industriegebäude ehemaliges Tüssengruppe-Gebäude leer und das war eigentlich eine Hammerhütte.
00:08:52: seit dem siebzehnten Jahrhundert also gibt es eine große Tradition und die Frage war wie können wir dieses Bauwerk eigentlich transformieren?
00:09:00: Wir haben mit dem Kurs Im Projekt I sozusagen ein studentischen Wettbewerb, gemeinsam mit der Stadt Wolpe gemacht.
00:09:07: Haben eine Bürgerbeteiligung mit darin aufgebaut so dass die Studierenden schon ganz zu Beginn ihres Entwurfs Kontakt hatten.
00:09:15: Die ersten alle lösen mit der Bürgerschaft einer sehr engagierten Bürgersschaft in diesem kleinen Vorort wenn man so will hatten und das war ein ganz tolles Projekt weil die Stadt die Eigentümer dieser Immobilie geworden ist.
00:09:28: Die Chance ergriffen hat.
00:09:30: wir wollen Neben einer Stellebauchenanalyse und den klassischen vorbereitenden Untersuchungen, die Verwaltung so anstrebt auch kreative Ideen von Anfang an mitdenken.
00:09:42: Und insgesamt sind da zwanzig Entwürfe entstanden, die die Bandbreite einer räumlichen Transformation dieses dreihundert Meter langen Gebäudes darstellen zeigen visualisieren in Modell ein Bild im Plänen.
00:09:55: Das war glaube ich für beide Seiten sozusagen ein transdisziplinäres Projekt für beides Zeiten fürs Dorf und deren Entscheider in wie auch für unsere Studierende, glaube ich ein ganz tolles Projekt.
00:10:07: Habt ihr da immer so einen Schwerpunkt auf realitätsbezogene Projekte?
00:10:11: Seid ihr immer... ist es immer eine Zusammenarbeit mit einer Kommune, mit einer Stadt, mit der Verwaltung?
00:10:17: Das ist nicht immer so.
00:10:18: aber wenn wir die Chance haben und den Kontakt haben das passt in dem Semesterprogramm gehöre ich zu denjenigen, die das sehr gerne machen.
00:10:26: Aber ich glaube, dass es wichtig ist diesen transdisziplinären Austausch von Anfang an in so ein Architekturstudium oder einen Schablang-Studium reinzubekommen.
00:10:34: Es ist hochkommunikativ.
00:10:36: Es geht nicht einfach, dass wir nur im stillen Kämmerlein etwas entwerfen und dann hier habt ihr denn einen Wurf, sondern das ist eine kommunikativer Angelegenheit.
00:10:45: Findest
00:10:46: du das so eine Struktur, die so übergreifend denkt?
00:10:49: Nicht auch im Bachelor eigentlich schon gut angesiedelt wird?
00:10:52: Ja, durchaus.
00:10:53: Also mit meinen Bachelorstudierenden hier in Segen machen wir das auch immer wieder.
00:10:57: Das sind dann Aufgaben hier in der Stadt haben wir auch schon gemacht und da kann man Ausstellungen machten.
00:11:01: Man kann die Bevölkerung einladen.
00:11:03: also es wird dann wirklich zu so einer Transferschnittstelle sozusagen wo Universität nach draußen wirkt in die Stadtgesellschaft und gleichzeitig damit baukulturelle Themen In der Stadtgestschaft aber auch unseren Studierenden natürlich einen Übungsplatz bietet überhaupt diskursfähig zu werden.
00:11:21: Sehr, sehr gut so Rana.
00:11:22: Deine Frage zum Bachelor?
00:11:23: Wir haben eine Studierende im Bachelor auch hier sitzen in der Runde Midori.
00:11:28: Du studierst im vierten Semester an der ETH Zürich.
00:11:31: Schöne Perspektive jetzt noch mal wenn du hier in Siegen bist darauf zu gucken.
00:11:36: Du bist zudem auch noch wichtig auch in der Fachschaft aktiv und ein wichtiger Kommunikator.
00:11:41: Wie nimmst du denn diesen Netzwerkgedanken, wenn du auch jetzt Thorsten Serleuterung hörst?
00:11:46: Wie ist das hier auch so die Idee von der Rebaus.
00:11:49: Wie nennst du das an der ETH war oder was passiert dort gerade?
00:11:52: Ja erstmal vielen Dank dass ich dabei sein darf.
00:11:55: dieser Netzwerk der beschäftigt mich auch schon seit längerem, weswegen ich mich auch bei dieser Summer School hier angemeldet habe.
00:12:02: Und da fand ich jetzt gerade den Austausch, den du beschrieben hattest zwischen der Stadt und den Studierenden extrem spannend und auch wichtig hatte auch eben schon davon gehört dass es eben auch studentische Initiativen gibt die halt dann auch in der Stadt ja wirken und auch Orte bespielen oder Vorträge organisieren, was ich wirklich total interessant finde.
00:12:24: Genau an der ETH passiert tatsächlich gerade auch recht viel.
00:12:27: da läuft zum Beispiel grade auch die Curriculum Revision kurz Curev wo sehr viel im Umbruch ist und da ist unter anderem bin ich gerade in dem letzten Jahr gewesen was quasi das alte Curiculum durchläuft.
00:12:41: Das hängt auch... gerade mit dem ersten Jahr oder dem ersten Studienjahr sehr eng zusammen.
00:12:46: Ich bin da noch bei der Professorin von Andrea de Plazes gewesen, die hat jetzt inzwischen Roger Bolzhauser übernommen, der da mit dem Studio Foundations versucht neue Paradigmen zu setzen in der Lehre wo es eben auch stark darum geht die einzelnen Punkte im Studium enger miteinander zu vernetzen, also wo es auch darum geht Themen wie das Tragwerk oder Computational Design stärker in den Entwurf zu integrieren.
00:13:15: Was ich jetzt aber tatsächlich bei uns im Bachelor zumindest weniger erlebe ist dass man tatsächlich diesen Austausch zwischen der Stadt und den Studierenden hat da unser Campus ja nicht wirklich in der Stadt ist.
00:13:28: wir sind auch recht weit abgelegen von der Stadt Und da würde das sicher auch nochmal interessant sein, zu wissen wie das wäre.
00:13:35: Da jetzt noch mal die Frage, wenn es so eine fast schon neue Erfindung gerade ist in den ersten Jahren, nimmst du das als Anstrengungen eher wahr?
00:13:45: Diese Interdisziplinarität grade oder als extremen Mehrwert?
00:13:48: Also ich selbst habe das ja gar nicht durchlaufen.
00:13:51: aber von dem was ich höre, höre ich auch sehr viel Positives.
00:13:55: Klar ist es sicher auch etwas überfordern für einige, die dann irgendwie gerade mit dem Studium beginnen und plötzlich so viele Themen in ihrem allerersten Entwurf mit einbeziehen müssen.
00:14:06: Ja dennoch ist das aber glaube ich auch total wichtig dass man viele Bereiche mitdenkt und da glaube ich auf einen Kompetenz verentwickelt sich da auch zu positionieren.
00:14:16: Thorsten, dann vielleicht die Frage an dich was wäre für Dich so die Kehrzeit dieser interdisziplinären Utopie?
00:14:21: Weil das klingt ja alles sehr!
00:14:23: bereichernd und sehr sinnvoll, aber sicherlich gibt es auch so ein Downside.
00:14:28: Ja ich komme gleich drauf!
00:14:30: Ich würde nur ganz gerne gerade jetzt in Antwort zu dir noch einen Punkt rausstreichen wollen der mir sehr wichtig ist.
00:14:36: Ich glaube das ist notwendig abseits der Expertise von Kommunikation und Diskursfähigkeit die ich benannt hatte dass Studierende sehr früh erkennen dass das was sie tun relevant ist.
00:14:48: Dass es nicht nur darum geht ACTS Punkte zu sammeln sondern dass es relevant ist.
00:14:54: Und wenn das meine Erfahrungen, das habe ich auch in Stuttgart schon oft gemacht, wenn wir mit Studierenden sozusagen in die Kommunen gehen mit den Stadtplanungsemtern dort etwas gemeinsam aufbauen, dass eine Grundlagenarbeit für die Stadtplanungsämter ist gleichzeitig allerdings auch eine Möglichkeit mit der Bevölkerung in Kontakt zu kommen dann wird Arbeiter Studierenden auf einem ganz anderen Level gewertschätzt, wie das von Bund als akademischer Notengebende Klientel gemacht wird.
00:15:27: Und diese Wertschätzung die den Studien gegenüber gebracht wird für das was wir für dieses Dorf jetzt in Ulb getan haben ist immens und das von Anfang an zu spüren, das finde ich eine total wichtige Erfahrung.
00:15:39: Die Kehrseite liegt aber vielleicht bin ich da jetzt eigen nützig oder wie auch immer Die liegt sozusagen auf unserer Seite, derjenigen die das organisieren.
00:15:50: Weil um so etwas in einen Semester-Rhythmus reinzubekommen und es in den Vorabsprachen die Rahmenbedingungen zu definieren bedarf das einfach enorm viel.
00:16:00: Kommunikation mit den Stadtplanungseimtern bis hin zu einer Mehrarbeit über die anderen Termine entstehen Dokumentationen, die wir dann auch machen.
00:16:10: keine klassische Lehrveranstaltung, die ich sozusagen ins Curriculum in den Stundenplan schiebe und dann mache ich die.
00:16:16: Und da gehe ich auch wieder raus.
00:16:18: Sondern ich habe einen dritten Partner wenn man so will.
00:16:22: das ist die Kommune, die auf ganz unterschiedlichen Ebenen bedienen muss.
00:16:25: Da gibt es Abstimmung zu treffen.
00:16:28: Das ist aufwendig!
00:16:30: Ich hätte da auch direkt noch eine Frage an dich.
00:16:31: Mich würde total interessieren, wie lange diese Prozesse ungefähr andauern?
00:16:35: Also wie kurzfristig ist das oder wie langfristig is' das?
00:16:40: Das finde ich irgendwie spannend zu wissen auf welchem Maßstab wir uns da bewegen.
00:16:45: Also im Grunde genommen momentan bin ich jetzt dabei.
00:16:47: Ich bin gerade dabei Termine zu finden mit anderen Kommunen wo es wiederum geht.
00:16:52: Da geht's ja zum Schulzentrum hier in der Nähe Und da hätten wir jetzt ein halbes Jahr, also dieses Wintersemester zur Vorbereitung.
00:17:00: Dann würde die Veranstaltung im Sommersemester laufen und mit Abschluss des Sommersemesters sind die Arbeiten da.
00:17:06: Es wird eine Ausstellung geben, es wird eine Schürie geben, sie wird Preisgeld geben.
00:17:10: Wenn's gut läuft ist dann so viel auch an Finanzmittel, dass man eine Dokumentation machen muss heißt einen Buch geben und das wird dann dort vor Ort auch sozusagen im Stadtrat letztlich ne Grundtagesseile am Planungsamt umdann mit den Profis in Anführungszeichen in die nächsten Planungsstufen zu gehen.
00:17:27: Also ein Jahr, halbes Jahr Vorbereitung, halbis Jahr Durchführung und dann je nachdem wie schnell wir sind mit der Dokumentation.
00:17:34: Heißt aber ja dann aus dass die Studierenden ziemlich lange in diesem Prozess fünf stecken?
00:17:39: Die Studierende treten erst ein wenn die Aufgabe sozusagen abgestimmt ist wo wir wissen wie groß ist der Umfang, wo es die Abgrenzungslinien im Gebiet etc.
00:17:48: das bestimmen wir vorher.
00:17:50: Also da sind wir immer dabei, natürlich die Freiheiten, die die Universität braucht und die Studierenden brauchen sozusagen auszuhandeln mit dem Kommunen.
00:17:59: Und die starten mit dem Semester.
00:18:01: Die Studien haben dann auch wieder Dokumentation nicht mehr viel zu tun sondern da wird dann ihre Ergebnisse reingepackt.
00:18:07: außer Studierende haben dann einen Heavy Job und machen das dann noch mit.
00:18:11: sozusagen helfen uns dabei die Broschüre das Buch zu machen aber der Entwurf läuft in einem Semester.
00:18:18: Du hast ja von dem Mehrwert geredet in der Ausbildung während der Ausbildung für die Studierenden.
00:18:24: Diese Wertschätzung, die sie erfahren hat es auch Auswirkungen auf die weitere Ausübung des Berufs?
00:18:32: wird anders darauf geschaut.
00:18:33: Hast du irgendwelche Erfahrungen gemacht wo du bemerkt hast dass eben die Absolventinnen halt einen anderen Zugang zum Beruf Dann hatten, nachdem Sie diese interdisziplinäre übergreifende Zusammenarbeit erlebt
00:18:49: haben?
00:18:49: Ja.
00:18:51: Ich drehe auch hier noch mal ein bisschen um und habe natürlich auch einen Büro, das in stellebaulichen Prozessen sozusagen agiert.
00:18:59: Und da hat sich in den letzten zehn Jahren so viel getan, dass also Kommunen eigentlich mehr darauf legen, Partner zu bekommen aus der freien Wirtschaft die sich nicht davor scheuen, sich vor drei Hundert Bürgern hinzustellen und ein Projekt zu erläutern oder mit den Rheinland-Bürgerinnen in einen Diskurs zu geben, in einem Dialog.
00:19:20: Das war früher anders.
00:19:21: da hat man Architektur sozusagen im Stellenkemerlein gemacht anonym in anonymen Wettbewerbsverfahren Und ich habe das schon erlebt auch als Wettbewährungsmanager wo die Büros gesagt wie?
00:19:32: Ich muss damit Bürgerinnen sprechen ältere Generationen, ich bin jetzt vorsichtig kein Schaming hier aber es gibt keine Erfahrung damit Und das ändert sich gerade.
00:19:43: Da brauchen die Stadtwahrungsämter, die Kommunen Menschen, die offen sind für so ein Diskurs und deswegen glaube ich wenn Bachelorstudierende spielen zum Master so etwas ausprobieren dann sind sie schon mal darauf vorbereitet.
00:19:56: Das ist total eine gute Punktin.
00:19:58: oder ganz ansprechend wir haben ja unseren Ollumi-Podcast.
00:20:00: in dem Rahmen findet ja auch diese Spezialfolge hier statt und da geht es genau darum brauchen wir eigentlich auch andere Skills wieder für unsere Disziplin.
00:20:08: das jetzt mal als Kommentar heißt also, du sagst auch genau diese Werkzeuge müssen auch an die Hand gelegt werden schon im Studium um dann auch genau dieser Architekt innen zu sein, die wir jetzt brauchen.
00:20:20: Richtig?
00:20:20: Richtig!
00:20:21: Machen wir auch im Stillebaumaster NRW ist das der Fall dass wir immer wieder mit Projekten aber auch mit spezifischen Modulen wie Nutzmoderation und andere Geschichten da das anbieten.
00:20:33: Das ist total wichtig.
00:20:35: Das Thema jetzt auch Realabore.
00:20:37: In dem Sinne Kann man ja auch das Projekt, dass du beschrieben hast.
00:20:40: Kann man es auch als Rehalatburg bezeichnen?
00:20:43: Ja, das ist ja mein Wunsch gewesen.
00:20:44: Das habe ich in der Stadt Olpe eigentlich mit auf den Weg gegeben, dass wir jetzt die Grundlage haben – eigentlich mit dem ersten Preis.
00:20:50: Den drei Studierenden, die jetzt auch mit diesem Wettbewerb sozusagen ihre Masterarbeit gemacht hatten… Eigentlich die Grundschlage für ein ganz tolles Rehalaborer hätten!
00:21:00: Ich glaube aus politischen Gründen kann ich schon sagen wird es nix in Olpe Aber es wäre tatsächlich der Einstieg in ein richtiges Real-Abo gewesen.
00:21:09: Könntest du immer noch werden?
00:21:10: Ich glaube, bei stellebordlichen Projekten ist das zeitlicher Aspekt zu einem langen Atem.
00:21:17: Ja, also er hätte gut sein können!
00:21:18: Miedere Wie ist das denn bei euch an der ETH?
00:21:21: Also auch vielleicht hast du selber nicht dran teilgenommen aber... Gibt es solche Projekte angesiedelt bei so vielen natürlich Fachgebieten, Instituten?
00:21:28: der Überblick ist manchmal ein bisschen schwer zu bekommen?
00:21:32: Erlebst du das?
00:21:32: Ja ich selbst habe da in der Richtung noch nicht wirklich viel Erfahrung sammeln können.
00:21:37: Ich hatte jetzt im letzten Semester zum ersten
00:21:40: Mal einen
00:21:40: Entwurf, der tatsächlich auf einem realen Grundstück stattgefunden hat und da hatten wir uns halt so angenähert.
00:21:48: aber wir hatten auch tatsächlich mal im ersten Jahr eine Vorlesung Wo dann, ich glaube, Leona Leinen hieß sie.
00:21:56: Die Referentin die uns besucht hatte und dann eben auch über Mediationsprozesse gesprochen hat was sich total spannend fand.
00:22:05: Da hatte sie uns zum Beispiel das Haus der Statistik in Berlin gezeigt wie man da irgendwo eine Handlungsmacht als Architektin hat.
00:22:14: Das war nicht total spannend.
00:22:15: aber abgesehen davon muss ich sagen dass meinem bisherigen Studium noch nicht so richtig viel damit in Berührung gekommen bin oder nicht so viel, wie ich mir erhofft habe.
00:22:26: Von anderen Studios weiß ich da glaube schon dass die da auf jeden Fall etwas kooperativer auch unterwegs sind und da glaube ich auch einige städtebauliche Diskurser angestoßen werden.
00:22:39: das ist aber Ich würde sagen im Großen und Ganzen nicht super präsent bei uns.
00:22:43: Darsen, was sind's?
00:22:45: Glaubst du die strukturellen Voraussetzungen das so eine Zusammenarbeit in
00:22:50: einem
00:22:51: Studiengang auch mündet?
00:22:53: Das
00:22:53: muss passieren.
00:22:54: natürlich dass man sich auf Augenhöhe trifft.
00:22:57: wie kommt man da zusammen?
00:22:58: also als erstes glaube ich muss auf beiden Seiten Offenheit für so ein Prozess klar sein
00:23:04: sind aber mehr als zwei Seiten.
00:23:06: Erstmal bei der Kommune und in der Einleitungsphase eines neuen Projektes verhandeln wir oder ich als Lehrstuhlinhaber mit dem Vertreter, Vertretern der Stadtplanung.
00:23:18: Und da muss natürlich das Stadtplanungsamt vertrauen haben im junge Studierende dass deren Ideen sozusagen eine gute Basis für die Weiterbearbeitung der städtischen Entwicklungsfläche
00:23:31: sein
00:23:31: kann.".
00:23:35: Also wie gesagt, diese Kooperationsstudiengang ist jetzt zwanzig Jahre alt.
00:23:40: Vor zwanziger Jahren haben sich da mehrere Planerinnen und Planer getroffen die Lust hatten ein Angebot zu machen das eine Alternative darstellt.
00:23:50: zu den großen Tankern sage ich mal der WTH Aachen oder die DIU Dortmund die gerade in der Stadtplanung Schildebauer als sehr stark sind.
00:24:00: Da ist die Uni Siegen das kleine Universität natürlich nicht.
00:24:04: Ich habe nicht so viel Mittel, dass ich einen eigenen Masterstädtebau anbieten könnte.
00:24:09: Und die anderen Hochschulen, die TH Köln, die Fachhochschule Dortmund, die Hochschule Buchum und die TUWL in Detmold... Das sind die vier Partner hier im Spiel.
00:24:19: Die könnten es auch alle für sich nicht.
00:24:21: Insofern gab's die Idee das gemeinsam zu stemmen?
00:24:24: Wir sehen es aus Modell eigentlich aktuelle prekäre Lage der Hochschulen, Angebote zu machen die sehr spezifisch sind und die dennoch dann aufgrund von mehreren Schultern finanziell getragen werden.
00:24:37: Auch das ist momentan in der Diskussion weil die Situation der Hoch schon einfach enorm prekär ist in NRW ähnlich wie in Berlin und anderswo.
00:24:46: wir kennen die Diskussionen aus Huppertal Wir kennen die Discussionen aus Hamburg also momentan trifft es uns da alle.
00:24:52: Insofern gerade keine gute Zeit.
00:24:54: Aber der gemeinsame Wille, das zu tun ist glaube ich erstmal auch schlaggebend und momentan unsere Konferenz zum Zwanzig-Gen bestehen.
00:25:02: Auch gezeigt dass wir da mit dem interdisziplinen Angebot das wir machen und mit den alljährlichen Bewerbungszahlen sehr positiv sind, dass dieses Angebot auch weiterhin stattfindet.
00:25:14: aber wenn die Daumenschrauben enger gedreht werden was die finanziellen Möglichkeiten betreffen dann werden da auch neue Diskussionen geführt werden.
00:25:23: Also das ist auch ein, sage ich mal da so eine sichere ökonomische Basis zu haben.
00:25:27: So einen Studiengang zum machen ist auch enorm wichtig in den Themen an dem Wille und der Idee gemeinschaftlich auch, sag ich mal, in urbane Praxen zu gehen auf das wieder in die Lehre einzubauen.
00:25:41: Da mangelt es überhaupt nicht!
00:25:42: Da wollen wir eigentlich loslegen.
00:25:44: Ich hatte noch meine Frage an dich Weil ich interessiert daran, wie ihr das koordiniert.
00:25:49: Also über mit den fünf Hochschulen ist ja wahrscheinlich schon auch nicht immer einfach weil dann irgendwie schon andere Vorgaben herrschen und andere
00:25:59: Rahmen
00:26:00: in denen es ganze stattfindet.
00:26:02: Wir haben jetzt seit einem Jahr bin ich gerade glücklich dass wir eine wissenschaftliche Mittelbaustelle haben die sozusagen uns koordinieren und ohne Sarah wäre es gar nicht denkbar sozusagen.
00:26:14: Und das ist total wichtig natürlich, weil wir da schon auch in Anführungszeichen so ein kleiner Flohzirkus sind.
00:26:21: An der TH Köln wird studiert aber die Professoren kommen aus diesen Orten, die ich genannt hatten dann haben wir eine Woche dorthin.
00:26:28: Das ist schon aufwendig ähnlich aufwändig.
00:26:31: wenn Ich sozusagen etwas mehr mache wie gewöhnlich Dann habe ich eine höhere Kommunikation und diesen Aufwand müssen wir mit dieser Koordinierungsstelle sozusagen abbilden oder erledigen gleichzeitig die Bereitschaften einbringen, auch so kommunikativ sein zu wollen.
00:26:47: Torsten was verstehst du unter dem Begriff Real-Labore?
00:26:50: Es wird heißt diskutiert.
00:26:52: Ja es wird wirklich heiß diskutiert, Real-Labore Living Labs und was es da so alles gibt.
00:26:57: Nach der Erforschung gemeint.
00:26:58: das ist eine sehr hippe Elemente Forschung ist aber ich habe so meine eigene persönlichen Blick darauf.
00:27:05: Ich hab relativ starke Verbindungen in Portugal.
00:27:07: deswegen kenne Die Saalprojekte, die in den Necklen-Revolutionen in Porto, rund um die Fakultät für Architektur entstanden sind.
00:27:20: Da muss man Alvaro Cisar nennen, der als Wohnungsbauer dann auch daraus bekannt geworden ist – das waren für mich richtige Realabore.
00:27:29: Also die Realaborkultur ist eigentlich schon ziemlich alt und dort haben sozusagen nach der Neckl-Revision Professorinnen Mitarbeiterinnen in den Lehrgebieten, wir auch Studierenden zusammen mit der Bevölkerung im Brigaden Wohnungsbau gemacht.
00:27:46: Sie haben sie entwickelt und diskussiv entwickelt.
00:27:49: Was ist der Bedarf der Familien?
00:27:51: Es war eine sehr starke Wohnung dort.
00:27:54: Und sie haben sie architektonisch entwickelt und sie haben sich gemeinsam gebaut, händisch gebaut.
00:28:00: Etwas was zum Beispiel unsere junge Studierendenschaft mittlerweile wieder sehr stark einfordert.
00:28:06: Ein sehr neues Element für mich zumindest, dass nach all dieser Digitalität der Wunsch nach machen, nach umsetzen, nach Materialität und dann werken mit Material.
00:28:17: Ich weiß nicht wie es bei euch in der ETH ist aber ich kriege das hier so mit die Kurse, die sich mit gestalten, mit Ton-, mit etwas aufbauen oder unsere Kurse hier im Studio vertikaler wo wir in unserem Interimskampus arbeiten.
00:28:30: Die sind total beliebt.
00:28:32: und am Ende steht da was!
00:28:34: Die Frage der Relevanz.
00:28:34: Also wenn Studierenden Haus bauen, zusammen mit den Professoren, besten noch mit den Bewohnerinnen die später dort einziehen ist das gigantisch.
00:28:42: Das ist eine Erfahrung, die man so nicht mehr erteilen kann und das haben sie.
00:28:46: seventy-fünf, setzten, sieben, siebzig also die gerade die Nachphase in der Relation als dann klar war wir können das Land in die eigene Hand nehmen sozusagen.
00:28:56: Das haben Professoren unter anderem Albaresisa und Sotomona viele andere die man kennt, dort gemacht.
00:29:03: Und das wären für mich die ersten Realaborer.
00:29:05: Hast
00:29:06: du eine Idee oder ihr?
00:29:07: Oder denkt ihr manchmal auch über eine Alternative nach zu Lehrräumen, die vielleicht nicht institutionell sind für so etwas?
00:29:17: Überraschende Frage!
00:29:19: Musst auch gerade nur mehr überlegen...
00:29:22: Also einfach noch mal ein Gedankenspiel.
00:29:25: Lässt sich zum Beispiel so einen Realabor- oder langfristiges Projekt oder so ein praktisch angesiedeltes Projekt Teilweise vielleicht an einem alternativen Struktur eher ermöglichen?
00:29:36: war so der Gedanke dahinter.
00:29:39: Durch auch die Komplexität natürlich.
00:29:41: Prinzipiell institutionell ja, das kann ich mir vorstellen.
00:29:46: aber ist die Frage der Finanzierung.
00:29:48: und komme mich in so ein Baden-Württembergischen Kontext.
00:29:51: Und dort gab es zwei Förderprogramme für wie sogenannten Bavülabs.
00:29:57: Das waren Reallabore Sieht schon ein paar Jahre zurück.
00:30:00: Da habe ich noch nicht die Professur, da war ich doch ein bisschen scharschlich mit dem Bau an der Uni Stuttgart und war beteiligt an zwei solche Reallabore, die explizit über drei Jahre vom Wissenschaftsministerium gefördert wurden.
00:30:14: Das war ganz am Anfang der Reallabor-Bewegung – das waren so zwo, sechzehn, zwuchsebzehnt in den Dreherum.
00:30:20: Und bei den Reallarborn muss man wissen.
00:30:23: also momentan passiert sehr viel und realabor ist so das hipste was man sich anstecken kann hat manchmal einen eindruck, aber es gar nicht so einfach.
00:30:32: realabor braucht eigentlich.
00:30:35: neben den wissenschaftlichen komponente braucht es eine sehr starke lokale komponente die dann wiederum von der kommune vertreten wird.
00:30:44: Und wir hatten damals das problem dass die wissenschaft zwar das geld bekommen hat also wissenschaftsministerium Aber die gleiche struktur nicht in der kommule sozusagen war, sozusagen bei uns war eine riesen Dynamik und die Verwaltung hat es als Add-on noch oben drauf bekommen.
00:31:01: Und das war ein Ungleichgewicht in der Arbeitsbelastung.
00:31:05: Das war ein Problem.
00:31:06: D.h.,
00:31:06: wenn wir wirklich Realabor richtig machen wollen dann müssen wir so sagen beide Seiten auf das gleiche Level bekommen.
00:31:13: d.h.
00:31:13: ich brauche dann, wenn ich in der Wissenschaft eine Stelle habe, die in Forschungsrealabor arbeitet, brauche ich an der Kommune auch eine Stelle, die auch in diesem Realabor zubewiesen ist.
00:31:21: sonst macht das wenig Sinn Meine persönliche Meinung nach diesen Realabor-Erfahren.
00:31:27: Und dann müssen wir natürlich noch, das ist die nächste Stufe Studierende uns Kurigelum in dieses Realabor einbringen.
00:31:33: Das ist ja nochmal was anderes Die Verquickung von Forschung und Lehre.
00:31:38: Darüber könnten wir einen eigenen Podcast wahrscheinlich machen.
00:31:41: Midori eine Frage an dich.
00:31:42: EDH ist nun mal so einer dieser sehr großen Universitäten mit einem sehr breiten Angebot wo ich wie so rausgehört habe ein bisschen diese interdisziplinäre Zusammenarbeit, der vielleicht ein bisschen fehlt.
00:31:57: Wenn
00:31:58: du als Studierender darauf blickst, glaubst du dass du Einfluss darauf nehmen könntest?
00:32:02: Aus den Reihen der Studierenden könnte man da etwas bewegen und einfordern.
00:32:08: Gibt es da Hebel die er betätigen können damit auch in dieser Großstruktur der ETH mehr in der Disziplinität und Vernetzung stattfindet, Maßgestalter nach euren Wünschen.
00:32:21: Ja, dadurch dass das ja wie gesagt eine sehr große Struktur ist.
00:32:24: Das ist natürlich auch ein sehr langen andauernder Prozess.
00:32:29: Ich selbst bin in der Fachschaft aktiv aber habe keine Hochschulpolitik-Position.
00:32:35: Dennoch gibt es die Möglichkeit sich an die Fachschaft zu wenden und über diese dann auch die Interessen durchzusetzen.
00:32:45: Es ist eben nur so, dass sich nicht unbedingt alle... an die Fachschaft wenden, gar nicht wirklich von ihren Möglichkeiten wissen welche Gremien es gibt in welchen Gremian man sich einbringen kann.
00:32:57: Vielleicht
00:32:58: noch einen Punkt der mir jetzt gerade noch so im Kopf verschwört.
00:33:01: also einmal sind wir ja hier so einem Ort des Austausches die Woche und du hast gerade Kommunikation auch angesprochen.
00:33:08: vielleicht da nochmal an dich Thorsten.
00:33:10: ihr hattet ja jetzt auch gerade eine Ausstellung in Stuttgart, das zur neuen Architekturschule in Siegen.
00:33:16: Wie wichtig siehst du denn davon die Kommunikation solcher Projekte beispielsweise über so ein Format einer Ausstellung?
00:33:21: Ich finde es sehr wichtig!
00:33:23: Deswegen haben wir sie auch gemacht und nicht nur deswegen.
00:33:26: Es hat uns auch Spaß gemacht und wir wurden dazu eingeladen.
00:33:29: aber ich bin ja neben der Vorstellebau, bin ich Polykan für Räume an der Fakultät, an dieser Innerdispline Fakulität Und darüber bin ich automatisch sozusagen eingeladen in der Dekanekonferenz, der deutschen Dekalinen, der Architektur.
00:33:47: Wir treffen uns da zweimal im Jahr und wir diskutieren dort mittlerweile sehr stark das Thema des Raumes und der Abhängigkeit oder der Auswirkung auf das Curriculo.
00:34:00: Und gerade jetzt auch in diesen Spaß-Szenarien, wo gleichzeitig eigentlich alle Universitäten auf Expansionplanen und neue Räume diskutieren wir gerade wie wichtig es ist, räumliche Fragen mit dem Curriculum zusammenzubringen.
00:34:14: Erst recht in der Fachdisziplin Architektur weil wir sind ja Spezialisten und insofern ist die Kommunikation über unsere Expertise.
00:34:22: und jetzt bei der Ausstellung Neuarchitekturschule Siegen in Stuttgart geht es schon sehr stark um unsere Räumigkeiten, die wir momentan bespielen wie so schön heißt.
00:34:31: Ich mag den Begriff ja eigentlich nicht so sehr.
00:34:33: Diese Leerstände dass wir da unser Freiheiten suchen und herauszufinden wie sich Lernorte in unserer Disziplin neu denken lassen müssen um sozusagen kurikulare Fragen anders angehen zu können also das hat schon eine große Bedeutung und sie muss auch eine Bedeitung für die Diszipline der Architektur haben.
00:34:52: Und vielleicht noch ein Hinweis, ich war gerade eben so ein bisschen parallel am Suchen.
00:34:55: Als du von, als die Frage gibt es Reallabore an der ETH?
00:34:59: Es gibt tatsächlich ein sehr interessantes, weil dort wird auch ein Beispiel für mich das ist meine Verwaltung hier in Siegen eigentlich immer und die sozusagen auf den Tisch läge.
00:35:09: Das Beispiel, es gibt dort einen Living Lab, dass versucht aus dem alten Verwaltungsgebäude einen Hochschulgebäud zu machen Und also die Bauverwaltung der UNST, der ETH mit der Architektur zusammen das macht ihr nicht.
00:35:21: Ihr kennt anscheinend das Projekt sehr gut und da müssen wir aktiv werden weil ich immer denke es passiert so viel im Universitätsbau Die verändern sich.
00:35:30: jetzt müssen uns auch alle noch mal klein als schrumpfen müssen wir ja Weil digitale Lehre und so.
00:35:37: aber uns freckt man ja nicht.
00:35:38: Also und da wird für mich irgendwie Forschung auch immer ein bisschen Nicht authentisch wenn die Hochschule, die Universität die Expertise vor Ort
00:35:49: da ist
00:35:50: nicht für die eigenen Problemstellungen zu raten zieht.
00:35:54: Das ist so ein Thema das wir hier in der Uni Siegen versuchen anders zu machen und darüber einen Austausch zu führen sei es über Institution wie die Dekalkonferenz oder sei es Überlaustellung wie in Schuttgart ist total wichtig.
00:36:10: gerade jetzt in dieser Zeit
00:36:11: ist natürlich aber auch wieder eine finanzielle Frage wahrscheinlich, oder?
00:36:15: Welche Gründe, Grundstücke bauten besitzen wir.
00:36:19: Können wir uns aneignen?
00:36:21: Absolut klar!
00:36:22: Aber was du jetzt... Ich finde das eigentlich sehr, sehr in Rahmen den du als abschließend eigentlich fast schon gegeben hast.
00:36:28: Wir sind hier auch zum diskutieren und zum kommunizieren drüber.
00:36:31: wie können wir genau sowas denken expandieren.
00:36:36: Und das ist ganz großartig dieser Rahmen hier in der Sammelschule, da wieder auch weiter zu sprechen wie es ein Curricula veränderbar und wie kann dieses Netzwerk wirklich noch ein größeres Netzwerk werden?
00:36:46: Deswegen ich hoffe es ist in Ordnung wenn ich quasi unser Gespräch jetzt
00:36:50: schieße
00:36:52: aber ich danke euch riesig dass ihr Gäste wart und wir uns noch ganz viel hören können.
00:36:59: Vielen vielen Dank Midori!
00:37:01: Vielen dank Thorsten für eure Einblicke Und ich freue mich sehr, dass die Folge auch noch andere hören können.
00:37:07: Vielen Dank!
00:37:08: Danke!
00:37:09: Das war eine Spezialfolge von Studiert um zu bauen dem Baunetzkampus Alumni Podcast präsentiert von Kira.
00:37:17: Danke an Thorsten L und Midori Severin und danke an die neue Architekturschule Siegen für die Einladung.
00:37:23: In den kommenden Wochen erscheint drei weitere Sonderfolgen.
00:37:26: Danach hört ihr wieder wie gewohnt Kerstin mit den regulären Alumni-Podcast folgen.
00:37:31: Hört gerne wieder rein und lasst uns eine Bewertung da.
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