#103 Architekturvermittlerin: Was positive Naivität mit einem Beruf macht
Shownotes
Eva Maria Herrmann hat zwar nie Journalismus studiert, aber leitet heute die Redaktion des Deutschen Architekt*innenblatts. Ihr Weg führt von der studentischen Vortragsreihe über 20 Jahre Architekturkommunikation bis zu einem weiteren Studium mit 48. Eine Folge über Vermittlung als Disziplin, lebenslanges Lernen und einen Beruf, den es so eigentlich noch gar nicht gibt.
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00:00:00: Willkommen und seid gegrüßt zur einhundertund dritten Episode von Studiertum zu Bauen, dem Baunetzkampus Alumnipodcast präsentiert vom GERA.
00:00:09: Ich bin Kerstin Koninkatz und mein heutiger Gast ist Eva Herrmann.
00:00:13: Los geht's!
00:00:14: Herzlich willkommen im Baunetzkampus-Alumnipotcast Eva Hermann.
00:00:17: Vielen Dank, dass ich dabei sein darf.
00:00:19: Du bist Architektin, Redakteurin, Moderatorin und Kuratorin an der Schnittstelle von Architektor Kommunikation und Nachhaltigkeit.
00:00:30: Du leitest die Redaktion vom Deutschen Architektenblatt, also Deutsches ArchitektInnenblatt DAB.
00:00:36: Bist Partnerin der Aage-Kommunikation und Initiatoren des Salon N, also Salon Nachhaltigkeit?
00:00:45: Du bist außerdem die GNB geprüfte Expertin für Ökobilanzierung Fördermitglied der Bundesstiftung Baukultur und Architects for Future Und Gründungsmitglied bei dem Verband für Nachhaltigkeitsmanagement im Bauwesen.
00:00:59: Du bist also vielseitig und interessiert an neuen Formaten, an Weiterbildung wie wir gleich hören werden und der Neu-Erfindung des Berufsbildes – was das alles bedeutet?
00:01:10: Das erfahren wir gleich!
00:01:13: Und du verstehst Architekturkommunikation als eigene Disziplin zwischen Fachöffentlichkeit, Politik und Gesellschaft.
00:01:21: Ich würde gerne mit deinem Architektorstudium anfangen Und dann natürlich im Laufe des Gesprächs auch auf dein zweites Studium viel später zu sprechen kommen.
00:01:30: Du hast Architektur an der Hochschule Darmstadt und der TU Graz studiert, wie war denn dein Studium?
00:01:37: Rückblickend großartig.
00:01:39: Währenddessen habe ich wahrscheinlich ein paar mal gedacht, oh mein Gott was tust du hier eigentlich?
00:01:43: Nicht weil ich das Fach doof fand sondern wenn mir aufgegangen ist welche Möglichkeiten dieses ganze Spektrum eigentlich bietet.
00:01:50: also vielleicht muss sich eins vorher anfangen.
00:01:52: Mein Vater war Stadtplaner.
00:01:53: Ich bin seit frühester Kindheit durfte jeden Freitag bei ihm im Büro sitzen und der hatten diese riesengroßen Diener null Pläne wo sie ihre Flächen-Nutzungspläne gemacht haben mit diesen fetten Koppics Und ich bin immer bei ihm in Büro gesessen wie Welt gemalt.
00:02:07: Und für mich war immer klar, ich werde Architekt und Stadtplanerin.
00:02:10: Das ist total logisch!
00:02:11: Dann habe ich dieses Studium begonnen, habe erst Nachrückerplatz bekommen weil damals ging das alles noch über die ZVS.
00:02:18: im ersten Gang hat es nicht geklappt.
00:02:20: Im zweiten Jahr habe ich dann mein Platz bekommen.
00:02:22: Ich hab gedacht mit Boundenerwesen kann ich das ein bisschen puffern und etwas lernen aber das sind dann doch zwei sehr unterschiedliche Studiengänge.
00:02:29: Habe dann meinen Studienplatz gehabt und habe dann erst gemerkt Mist, es hätte noch so viel anderes gegeben was mich auch interessiert hätte, aber ich habe es durchgezogen.
00:02:37: Ich hab das Architekturstudium gemacht und ich liebe es bis heute weil das genau der Beruf ist den ich ausüben möchte aber nicht als Planer, sondern eben als Vermittler von genau diesen Kompetenzen, von dieser Begeisterung.
00:02:53: Von dem was Architektur oder Vermittlung sein kann.
00:02:56: also so dieses immer wieder Formate zu entwickeln um Leute zu begeistern für Dinge und Leute oder um Themen begreifbarer zu machen
00:03:03: das
00:03:04: finde ich macht diese großartig und deswegen würde ich Architektor jedes Mal nochmal verneustudieren.
00:03:09: Okay, das heißt meine Frage.
00:03:11: Wann du sozusagen in dem Studium Richtung Architektorkommunikation gegangen ist?
00:03:15: Die würde dann darauf hinauslaufen dass es für dich immer schon dazugehörte
00:03:19: Ja kann sein ich habe ein Studium immer Nebenjobs gehabt und die waren meistens in Marketing Abteilungen nicht im Architekturbüro direkt und ich habe auch in den Büros, wo ich Praktikars gemacht hab, immer eher an den Broschüren gearbeitet.
00:03:33: Da habe ich schon gemerkt, dass ich die Sachen besser erklären kann als dass ich sie selber entwerfen kann und deswegen war eigentlich klar, dass irgendwas in diese Richtung passieren muss.
00:03:42: Ich habe mich dann damals auch in unserer studentischen Vortragsreihe engagiert und da hat man ja eben muss man sich ja überlegen, wen laden wir ein.
00:03:52: Was ist das Thema?
00:03:53: Über was wollen wir sprechen und wie setzen wir da Akzente?
00:03:56: Das hat mir großen Spaß gemacht!
00:03:57: Und darüber habe ich natürlich Leute kennengelernt die dann gesagt haben, hey was kommt nach München?
00:04:02: Wir suchen den Praktikumsplatz.
00:04:03: Dann kannst du da mal etwas machen.
00:04:05: und so bin ich eigentlich auch auf meinen ersten richtigen Job gekommen damals bei Alman Sadler-Wabna in München das mit der Kirche fertig geworden und die wussten schon oha!
00:04:14: Da wird jetzt wahnsinnig viel drum herum passieren.
00:04:17: wir brauchen jemanden der das betreut, der es in der Hand hat.
00:04:19: und es gab schon eine Person und sie wussten aber dies geht völlig unter damit weil einfach so viele Fragen kommen und da war für mich dann klar ah da gibt's Es gibt einen Beruf, es gibt tatsächlich Bedarf an so einer Stelle.
00:04:31: Also warum das nicht ausprobieren?
00:04:34: Und dann hast du's ausprobiert und bist da dabei geblieben?
00:04:38: Genau!
00:04:39: Also es gibt eigentlich ein Riesenbedarf alle diese Themen mal aufzusetzen, mal zu schauen was kann ich machen?
00:04:45: aber auch diese Entwicklung welche Themen funktioniert besonders gut?
00:04:49: wo muss ich irgendwo eingreifen?
00:04:51: wo muss sich andere Formate mir überlegen damit ich ein anderes Publikum bekomme?
00:04:55: Das ist ja quasi kann man ja wunderbar ausprobieren an fertigen Projekten.
00:05:00: und wenn er dann aber drei, vier Jahre in einem Büro bist, merkt man natürlich okay ich stoße jetzt hier an eine Grenze.
00:05:05: Es ist immer wieder das Gleiche sind immer wieder die gleichen Projekte es ist der gleiche Mechanismus.
00:05:11: Dann überlegt man ja ok was könnte ich daraus machen?
00:05:14: Das ist das wofür meine Leidenschaft ist, woför ich brenne.
00:05:17: im Büro habe ich jetzt einfach nicht mehr alle Möglichkeiten die ich bräuchte um auch Dinge auszuprobieren weil sie die Projekti nicht hergeben, weil die Auftraggebenden da skeptisch sind oder auch weil das Büro sagt oh das groß.
00:05:28: Ich weiß nicht, ob wir das jetzt irgendwie machen wollen können und habe mich dann in einer Situation wo es einfach gut rein lief würde man den Bayer sagen?
00:05:36: Habe ich mir selbstständig gemacht und hab gedacht ich probiere das jetzt mal und habe da noch ein bisschen Teilzeit frei für Alman Sattler-Babner weitergearbeitet und hab gedacht, jetzt probiere ich das mal so ein zwei Jahre.
00:05:46: Guck mal ob jemand an meinen Leistungen am Wissen bedarf hat!
00:05:49: Und dann war aber nach drei vier Monaten klar okay es gibt Projektbezogen ganz viele Dinge die ich machen kann wo ich mich ausprobieren kann und dann habe ich mich selbstständig gemacht.
00:05:59: damit.
00:05:59: Werbung der Bauernetz Campus Alumni Podcast wird unterstützt von Gira.
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00:06:48: Werbungende.
00:06:50: Das war zwei tausendfünf ne?
00:06:52: Ja seit zweitausend fünf arbeitest du also an der Vermittlung von Baukultur und hast dann eben auch verschiedene Formate gespielt.
00:06:58: Wie würdest du sagen, hat sich das Berufsbild Architektur Kommunikation in dieser Zeit verändert?
00:07:02: Also hast ja eben gesagt Bochum ist das einzige.
00:07:05: Ist ja auch eigentlich immer noch so.
00:07:07: allerdings habe ich das Gefühl da gibt es mehr Sensibilität dafür und auch ein bisschen anders aufzuziehen.
00:07:11: im Bochums ist er schon an Richtung PR Architekturvermittlung ist ja noch viel mehr.
00:07:17: Wie würdest du das Berufsfeld so, wie sich das entwickelt hat vielleicht
00:07:19: beschreiben?
00:07:20: Also ich finde es ist ein wahnsinnig wichtiges Berufs Feld weil sie diese Schnittstelle ist zwischen den Fachdisziplinen und der Öffentlichkeit.
00:07:26: Und das hat sich insofern geändert.
00:07:28: Also, als ich begonnen habe oder auch als ich studiert hab, gab es ja noch so eine Art Werbeverbot für Architekten.
00:07:33: Das ist dann aufgehoben worden.
00:07:36: Das heißt die hatten weder selber Erfahrung wie sie mit Leuten in Kontakt kommen können, noch hatten Sie Erfahrungen wie sie ihre Themen anders präsentieren können dass jemand darauf aufmerksam wird und von daher war das am Anfang ein bisschen Basisarbeit allein in Presseverteiler aufzubauen oder irgendwie zu gucken, wie schreibt man jetzt ein Text so dass eine Zeitschrift interessiert ist was zu machen.
00:08:00: Damals war es ja auch so da hat man noch die Fotografenamen auf dir also du hast negative bekommen, du musstest negative vervielfältigen.
00:08:09: das waren irre Aufwand totale Kosten.
00:08:12: wenn wir es verkratzt zurück kamen war das irgendwie einen riesen Loch im Budget und alles lief auch langsamer und anders.
00:08:20: Und jetzt mit der Zeit, dass es immer schneller geworden ist und immer mehr Möglichkeiten haben sich ergeben wie man Themen auch noch mal ein bisschen anders rüberbringen kann bis jetzt zu das eigentlich wahnsinnig viel über Social Media läuft was fast schon wieder ein bisschen zuviel ist weil die Aufmerksamkeitsspanne wahnsinnigt geringen ist um Themen zu begreifen.
00:08:40: Und auch das muss man ja jetzt wieder mitdenken ne?
00:08:42: Wie bringe ich das auf den Punkt, dass man erstmal die Aufmachsamkeit der Leute hat.
00:08:47: Und ich glaube, wir sind damals mit einer hoffnungslosen Naivität da dran gegangen.
00:08:51: Weil wir einfach gedacht haben, damit muss man doch was machen!
00:08:54: Da muss doch irgendwie was drin sein und haben das gar nicht strategisch begriffen.
00:08:58: heute würde es vielleicht strategischer aufziehen aber diese Zufälle in die man da so rein steuert und die Möglichkeiten die man hat dann merkt man dass funktioniert.
00:09:05: das funktioniert nicht.
00:09:06: also von daher ich glaube das Berufsbild hat sich stark gewandelt und es kommt immer mehr dazu
00:09:11: weil das
00:09:12: nicht nur die Kommunikation nach außen ist sondern auch die kommunikation In der Fachblase aber auch innerhalb von Büros, weil ganz viele Themen schwirren ja im Raum rum und im Prinzip musst du permanent dein Ohr irgendwo haben um zu gucken okay, was wird jetzt eigentlich gerade geredet?
00:09:32: Was sind die wirklich wichtigen Themen über die sich die Leute austauschen.
00:09:35: Und ich habe mit dem Wandel der Disziplin habe ich das Gefühl dass die Rezeption von Architektur sich verändert.
00:09:44: Als ich fertig war, gab es lauter Star-Architekten.
00:09:47: Das Berufsbild an sich verschiebt sich.
00:09:50: Genau.
00:09:50: und aber auch die Sichtbarkeit oder die Sichtweise auf diese Persönlichkeiten hat sich total verändert.
00:09:58: also Früher war es wahrscheinlich so, wenn ein Stararchitekt mit einem Projekt gewedelt hat, sind alle hingerannt und haben versucht der erste zu sein.
00:10:05: Der das publiziert!
00:10:06: Und inzwischen habe ich das Gefühl dass viele Büros und viele Initiativen ganz anderen Zugang zum Thema haben und für sich schon selber mitdenken was ist denn die passende Art und Weise wie wir unsere Ideen irgendwie weiterbringen konnten?
00:10:19: Und ganz andere Schwerpunkte setzen.
00:10:22: und also früher hatte ich manchmal das Gefühl eine hohe Blase sind andere Inhalte, die vielleicht auch ein bisschen schwieriger sind zu verdauen.
00:10:32: Die sind jetzt irgendwie gerade so angesagt.
00:10:34: Also ist komplexer geworden auf jeden Fall?
00:10:36: Definitiv!
00:10:37: Was würde man von Bauern ja vielleicht auch sagen, dass es parallel so mit komplexa wird... Jetzt hast du gesagt, es gab einen Werbeverbot für Architekturbüros.
00:10:46: Inwiefern war denn die Werbung für den Berufsstand verboten?
00:10:51: Die Berufsordnung hat das wie folgt beschrieben Der Architekt wirbt durch seine Leistung, er enthält sich jeder unlauter und aufdringlichen beruflichen Bewerbung oder Werbung.
00:11:02: Dieser Grundsatz wurde ziemlich restriktiv gehandhabt und in vielen Fällen kam das eben einem Werbeverbot gleich.
00:11:07: also man kann damit sagen es ist eigentlich eine moralische ethische Verpflichtungen des Berufsstandens von sich selber.
00:11:14: Das war der Grund warum viele das noch überhaupt gar nicht kannten dass sie jetzt ihre Arbeit ganz anders publizieren müssen oder dass die ganz anderes über ihre Arbeit sprechen müssen sondern dass in früheren Texten von Architekturbüros ganz oft im Kontext der erste Satz war, mit dem jeder Text losging.
00:11:30: Also es war ja auch eine Frage der Sprache – welche Sprache verwende ich um meine Botschaften loszuwerden?
00:11:36: Und das waren natürlich überhaupt nicht geübt!
00:11:38: Deswegen ist es ein wunderbarer Fall, das quasi mit zu entwickeln wie man da andere Wege und Formate finden kann, um Themen an die Öffentlichkeit zu bringen.
00:11:48: Ein wirklich spannender Aspekt für das Berufsfeld der Architekturvermittlung überhaupt, dass man dann auch weiß woher das eigentlich kommt.
00:11:54: Dass man ja auch immer als Architektor-Vermittlerin das Gefühl hat da wirklich was zu bewegen weil die halt tatsächlich im Dunkeln haben, was Kommunikation angeht oft.
00:12:03: Ja und das war auch ganz am Anfang war das natürlich immer so ein Aha-Erlebnis.
00:12:08: auf der anderen Seite wenn man etwas vorgeschlagen hat gepaart mit der Frage können wir uns das trauen dürfen?
00:12:12: wird es?
00:12:13: Und das war so einen ganz schmalen Abgrad den man da immer so bisschen laufen musste.
00:12:16: Heutzutage
00:12:17: habe ich manchmal das Gefühl wäre besser wenn man einen Schritt weniger machen würde und nicht alles gleich so rausposaunen würde.
00:12:22: Die Lage hat sich ja um hundertachtzig Grad gewandelt.
00:12:25: Alle müssen so viel wie möglich gefühlt machen, um Aufmerksamkeit zu generieren.
00:12:30: Du hast es eben gesagt und beim DAB da können wir jetzt ja mal
00:12:34: hinspringen.
00:12:35: Da bist du ja jetzt sozusagen, hast du diese Aufgabe jetzt auch mit dieser Zeitschrift dem deutschen Architektinnenplatz das ja viermal im Jahr gedruckt erscheint und sonst online?
00:12:46: Wir sind in so einer Schnittmenge zwischen News-Kanal und Magazinen also wir versuchen aktuelle Themen sofort aufzugreifen.
00:12:54: Aber es muss auch einfach längere Themen mit einer längeren Haltbarkeitsspanne geben.
00:12:58: Ja, diese zwei Kanäle ergänzen sich und spielen ein bisschen nach anderen Regeln.
00:13:03: Das leidest du jetzt seit Anfang im Jahr zwanzig.
00:13:05: Es gab einen riesigen Re-Lounge.
00:13:07: Wie hast Du diese Rolle denn für Dich definiert?
00:13:10: Und wie funktioniert das dieses Zusammenspiel aus Print, Website, Newsletter und Social Media als Ökosystem, wie Du's nennst?
00:13:17: Okay ich fange mal mit der ersten Frage an oder dem Ersten Teil der Frage... Ich glaube ich muss erst mal sagen, wie bin ich dazu gekommen?
00:13:23: Wie die Jungfrau zum Kinder.
00:13:24: Ich habe nämlich keine abgeschlossene Journalisten-Ausbildung sondern ich hab für zwanzig Jahre Erfahrung in der Architektur Kommunikation, Informaten und in allen möglichen Teilbereichen.
00:13:36: Ich
00:13:36: möchte sofort was sagen!
00:13:37: Niklas Mark war auch schon zu Gast hier im Podcast und er hat gesagt wenn du Architektor-Journalistin werden willst, Studier auf keinen Fall Journalismus.
00:13:46: Sondern Architektur!
00:13:47: Das
00:13:49: befreit mich jetzt von so einigen Qualifiziert.
00:13:53: Naja das habe ich über viele Jahre schon gemerkt.
00:13:56: in dem Moment wo die Leute merken dass man ein bisschen Ahnung vom Beruf hat.
00:13:59: Ich also nagel mich nicht fest ich würde wahrscheinlich keinen Bauschaden sofort erkennen.
00:14:04: aber wenn man einfach
00:14:04: weiß
00:14:05: was die Themen sind in den Berufsstand was für Herausforderungen da sind wie man vielleicht manche Dinge ... waagelegen muss, wie man sie jetzt auch kommuniziert.
00:14:15: Dann hat man da schon ganz gutes Gefühl dafür was... Was man machen kann?
00:14:20: Was man vielleicht auch ein bisschen pushen muss und wo man vielleicht die Füße ein bisschen still hält.
00:14:24: Und eben durch dieses Ich bin wie die Jungfrau zum Kind dazugekommen.
00:14:28: ich hatte die großartige Möglichkeit mir zu überlegen ob ich das machen möchte habe ich natürlich erstmal lange drüber nachdenken müssen ob das wie das vereinbar ist mit dem was ich davor gemacht habe Ob ich mir das zutraue, ob es funktionieren wird.
00:14:43: und dann habe ich aber relativ schnell festgestellt du bist total bescheuert wenn du es nicht machst.
00:14:47: Wann hat man die Möglichkeit so ein Medium was eigentlich ein Sprachor ist für den Berufsstand?
00:14:52: Wann halt man die Möglichkeiten sowas mal weiter zu entwickeln und einfach neu zu denken?
00:14:58: und mit einem neuen Team macht das natürlich immer viel mehr Sinn als wenn man als Person in ein bestehendes Team eine feste Struktur reinkommt.
00:15:05: deswegen war dieser Zeitpunkt des Verlagswechsels genau der richtige Punkt da auch einzusteigen.
00:15:10: Und dann habe ich die Leute kennengelernt, die den Pitch dazu gewonnen haben und hab gedacht okay super cooles Team.
00:15:17: Macht total Spaß!
00:15:19: Die haben alle totale Motivationen wissen also auch jetzt nach neun Monaten.
00:15:25: Ich lerne jeden Tag immer noch was dazu und allein dieses Challenge jeden tag das macht es total großartig und natürlich das Großall geht.
00:15:33: großartige Team, was im Hintergrund steht.
00:15:35: Die das ganze tragen.
00:15:37: wir haben vorhin ja schon kurz drüber gesprochen Das sind ja nicht nur als bin ja nicht mehr ich.
00:15:41: Das sind meine zwei Geredaktionskolleginnen die Maya Hüßmann und die Bauer Heilmann.
00:15:45: Und dann steckt aber noch ein Riesenteam dahinter die einfach für verschiedenste Dinge zuständig sind.
00:15:50: also Wir reden davon sechzehn bis zwanzig Leuten die punktuell mit dabei sind.
00:15:54: Also das kann man gar nicht alleine machen.
00:15:56: dass ist mal die eine
00:15:58: Antwort
00:15:58: auf den ersten Teil der Frage.
00:16:00: und Dann kommt man natürlich da rein Kommt mit lauter Profis zusammen, die ganz viele andere Kunden schon betreut haben und die mit ganz vielen Ideen kommen wo man erstmal einen Riesen überschwangen hat.
00:16:11: Oh Gott was fangen wir zuerst an?
00:16:14: Worauf stürzen wir uns?
00:16:16: Was müssen wir priorisieren weil die Deadline als erstes drückt?
00:16:19: und wie kann man diese Sachen so weiterentwickeln?
00:16:22: Und das ist natürlich auch noch mal ein Sprung ins kalte Wasser und eine Riesenschance Dinge auch von Grund auf neu zu denken.
00:16:29: Also wie muss ich ein Magazin heute neu denken, wo wir eigentlich schon wissen dass die Leute gar keinen Bock mehr haben zu lesen oder das sie keine Zeit, dass die Aufmerksamkeitsspanne zu kurz ist?
00:16:41: Wie muss dann dieses Magazin sein damit da Inhalte drin sind, die nicht fünf Monate dem Geschehen hinterherlaufen sondern die irgendwie zeitlos bleiben aber trotzdem mir was bringen?
00:16:51: Dann Die Frage, was für einen Stellenwert hat eigentlich die Website?
00:16:56: Also bei uns.
00:16:57: Wir denken es schon so dass die Webside ist das eigentlich herzstück.
00:17:00: da findet alles drauf statt.
00:17:02: Das ist einerseits ein kuratierter Bereich der Monatsthemen an Teesert, eine Bank breiteren Themen aufmacht.
00:17:08: Der berufspolitische Thema spielt der Rechtsfragenbehandel, der eine Nachwuchskolumnin hat wo im Moment sechs verschiedene Nachwuchskolumnisten schreiben über ihren Berufsalltag, über ihr Studium und das was sie so beschäftigt.
00:17:21: Das ist ja die junge Generation.
00:17:23: da kommen lauter Themen rein wo wir uns gut dran tun würden denen auch zuzuhören.
00:17:29: Parallel dazu ist es natürlich auch Sprachrohr der Länderarchitektenkammern, weil jede Region kann dort auch noch mal spezifische Informationen zu ihren Länderarchitätenkammern einstellen.
00:17:39: Das heißt wir wollen das auch verschränken und im Monat Mai haben wir es gemerkt.
00:17:44: da hatten wir das Thema Gründen-und Nachfolge und da war's in super Zusammenspiel!
00:17:48: Da hatten wir irgendwie dreißig Artikel die auf dieses Thema einzahlten von Interviews über Mentoringprogramme über Fortbildungen, die einfach sagen hey wie fängt man denn an darüber nachzudenken?
00:17:57: Und vor allem wann fängt drüber nachzudenken, wie übergebe ich mein Büro?
00:18:01: Oder bin ich vielleicht sogar in der Position, dass ich denke, ich könnte als Partner irgendwo einsteigen.
00:18:06: Und da merkt man, wie diese Verschränkungen ganz wunderbar
00:18:08: funktionieren.".
00:18:09: Also
00:18:09: das war jetzt sein Beispiel dieses Thema Büro-Nachfolge.
00:18:12: Da gibt es also so diese ganzen berufsinteren bruspolitischen Themen.
00:18:17: die kommen auch zur Sprache.
00:18:19: ist das Das Alleinstellungsmerkmal?
00:18:21: ist das, was der DAB grundlegend von
00:18:23: anderen
00:18:24: Fachmedien unterscheidet oder was würdest du sagen unterscheidet ist sonst
00:18:27: noch.
00:18:28: Naja wir sind ja das Kammermagazin der Architektenkammern und damit auch der Hundertvierzichttausend Mitglieder in den Architektenkammern also die Architekte-Innen, Stadtplanerinnen, Innenarchitekte, Landschaftsarchitektinnen.
00:18:42: Und natürlich haben wir den Auftrag Themen, die sie besonders betreffen worüber sie diskutieren, vorrangig zu behandeln.
00:18:51: Das ist an der Stelle tatsächlich unser Auftrag aber auch unsere USP
00:18:55: also nicht dieses klassische Architekturkritik im Baunetz zum Beispiel
00:19:00: hat.
00:19:01: genau das steht nicht auf unserer Hausaufgabenliste weil wir natürlich das Organ für alle Mitglieder sind und wir wollen nicht einzelne kritisieren.
00:19:11: Wir wollen vielleicht die Rahmenbedingungen und die Umstände Die können wir aufzeigen ... in welcher Bandbreite sie geführt wird, die können wir abbilden.
00:19:21: Und Best Practice Beispieler wahrscheinlich auch?
00:19:23: Genau!
00:19:24: Also das ist ja ein sehr lebendiges Magazin... also dieses Print-Magazin
00:19:27: auch.
00:19:28: Genau genau.
00:19:30: Das ist eigentlich so bisschen die Grundidee dahinter.
00:19:32: man ist auf der einen Seite ein bisschen Guide kann lenken worüber gerade diskutiert wird oder was Themen sind mit denen man sich beschäftigen sollte.
00:19:40: Wir haben Inspirationsauftrag indem wir Projekte darstellen indem wir einfach sagen hey hier geht es schon ihr könnt euch vernetzen guckt euch das und dass an, aber natürlich auch ein bisschen Kuratorium von Themen wo wir denken die könnten spannend sein.
00:19:54: Also spannend war auch als ich begonnen habe gab es ja schon einen Redaktionsplan für zwanzig sechsundzwanzig weil redaktionspläne eigentlich im Mai Juni des Vorjahres immer für das kommende Jahr gemacht werden.
00:20:06: also es heißt es gab schon eine Idee welche Themen gesetzt werden.
00:20:09: und das erste Thema bei Infrastruktur.
00:20:12: Und da ist man natürlich erstmal, denkt man oh mein Gott wir sind ein Architektur-Magazin.
00:20:17: Was ist denn hier?
00:20:18: Infrastruktur geht's noch!
00:20:19: Aber wenn man sich dann damit beschäftigt kann man erst mal den Griff Infrastruktur auseinander nehmen und dann findet man sehr viele Anknüpfungspunkte.
00:20:26: Ja ja und natürlich war zu der Zeitpunkt gerade das große Infrastruktur Sondervermögen auf dem Tisch.
00:20:33: Dann kann man das auch mal auseinandern nehmen.
00:20:34: was bedeutet es denn überhaupt wenn man das runter bricht über diese zwölf Jahre im Wehrkrieg?
00:20:38: welchen Anteil.
00:20:39: Da merkt man wie klein das Volumen.
00:20:41: Und im Februar hatten wir dann das Thema Kreislaufwirtschaft.
00:20:45: Das ist ja jetzt auch nichts, was auf dem Tablett überall steht.
00:20:49: und das war auch ein super Monat weil auf einmal so viele Dinge... Initiativen-Projekte aufgepoppt sind, wo man gedacht hat das müssen wir noch nehmen und das müssen auch noch zeigen.
00:20:59: Und das Interview müssen wir unbedingt führen um den Leuten die Begeisterung oder den Mut zu machen dass es ein Thema ist mit dem wir uns durchaus beschäftigen können was auch eine Wertschöpfung garantieren kann was nicht nur wo man nicht nur über Ästhetik diskutieren muss wie sie jetzt in diversen Podcasts um den Dammpreis passiert ist sondern wo man einfach auf einem ganz anderen Level redet, wo man dann auch merkt dass eine jüngere Generation ganz anders darüber nachdenkt.
00:21:27: Das würde ich als unsere Aufgabe sehen einerseits die Themen verstärken vielleicht auch ein bisschen Sprachreunrichtung Politik zu sein.
00:21:35: da werden wir jetzt das haben wir uns fest vorgenommen in den nächsten Monaten auch noch ein bisschen stärker darauf zu fokussieren um da ein bisschen Beine zu machen vielleicht an der einen oder anderen Stelle oder Missstände aufzudecken oder vielleicht auch Dinge zu erklären.
00:21:48: Ich verstehe, also das ist so deine Aufgabe als Redaktionsleitung.
00:21:52: Man merkt auch dir deine Begeisterung an?
00:21:54: Also du sprüßst zuvor Energie
00:21:56: und es
00:21:57: ist total gut!
00:21:58: Und dann wollte ich jetzt mal auf deine Tätigkeit als Moderatorin zu sprechen kommen.
00:22:03: Das ist etwas was du ja schon ganz lange auch machst.
00:22:06: Du moderierst auf Veranstaltungen, auf Tagungen, Konferenzen... Also alles Architektur spezifische Veranstaltung
00:22:15: Genau, das ist die wichtige Einschränkung.
00:22:16: Alles was mit Architektur
00:22:18: zu tun hat?
00:22:19: Ja!
00:22:19: Ich kannte niemals eine Auto-Salon moderieren weil ich da überhaupt nicht sattelfest bin.
00:22:25: aber bei Architektor Themen habe ich schon das Gefühl dass sich etwas weiß und als Moderator ist man ja auch einfach nur der Striptenzieher, dass andere Leute ins Gespräch kommen oder Themen auf die Bühne bringen.
00:22:39: Wie bereitet es dich darauf vor?
00:22:40: Was für dich so der Kern auch der Moderatorin
00:22:42: in Arbeit?
00:22:44: die Leute, die auf der Bühne sind, bestmöglich glänzen zu lassen.
00:22:48: Und die Vorbereitung darauf ist sehr akribisch meistens fünfmal solange wieder eigentliche Termin oder das eigentliche Tag weil man ja alle Eventualitäten vorbereitet sein möchte.
00:23:00: Man möchte möglichst viel wissen über die Personen und ihre Meinungen.
00:23:05: ich gehe auch in keine Moderation mehr rein wo ich kein Vorgespräch machen durfte.
00:23:09: Das finde ich ganz fürchterlich, wenn einfach Personen auf der Bühne sind und man hat keine Ahnung wie man die zusammenknüpfen kann.
00:23:16: Und das macht für dir auch keinen Spaß, wenn sie merken wir sind bunt zusammengewürfelt aber wir wissen selber voneinander noch nicht mal was wir machen und damit das Publikum möglichst viel mitnehmen kann aus so einem Tag.
00:23:30: Manche Themen findet einen leichteren Zugang, manchen schwerer.
00:23:35: Man lernt dadurch immer wahnsinnig interessante Personen kennen die brennen für das was sie tun, wo man sich etwas abschneiden kann.
00:23:43: Manchmal schließen sich auch so Napsen.
00:23:46: Letzte Woche hatte ich bei Zukunft BAU, die sind zwanzig Jahre alt geworden.
00:23:49: Das ist die Forschungsinitiative vom Baumanisterium und da hatten wir eine Jubiläumsveranstaltung, die ich moderieren durfte und in den Vorgesprächen haben so einzelne kleine Gruppierungen, die gegenseitig sich die Meilensteiner aus diesem Programm vorgestellt haben.
00:24:01: Die haben sich erzählt wie ihr Zugang zu diesem Forschungsthema war über Themen, über die wir heute reden.
00:24:09: Über Ressourcenschonung, über Kreislaufwirtschaft... Wir müssen nachhaltiger einfacher bauen und diese Themen eigentlich schon Anfang der zweitausender besprochen wurde aber unter einem anderen Wörding liefen wo Doktorarbeiten gemacht wurden über eine Ökobilanzierungssoftware wo man aber noch nicht die technischen Mittel hatte das umzusetzen und dann erst im Jahr zwei tausend sechs sieben acht irgendwann die technische Möglichkeiten da waren wirklich so eine Datenbank aufzubauen, wie es jetzt eine Ökobordert, eine ELCA ist.
00:24:41: Dann dann ist das faszinierend, wie lange Kreisläufe dauern?
00:24:45: Welche Personen wann miteinander geredet haben welche Impulse wichtig waren um Dinge voranzubringen und das nimmt man ja dann auch wieder mit in die eigene Arbeit.
00:24:54: wenn man denkt oh wenn das Ereignis für diese Entwicklung so wichtig war dann sollten wir gucken dass wird das
00:25:00: auch mit Puschen aufnehmen
00:25:03: einfach anders erklären können, dass wir vielleicht alle diese Fake News die in der Welt sind ein Hintergrundinformation dazu liefern können um die Basis nochmal zu erklären.
00:25:16: Dass das nicht Gängelei ist sondern dass es ganz bestimmte Hintergründe hat und dass es seinen Sinn macht warum man diese Dinge so und so macht und warum's vielleicht auch Sinn macht jetzt darüber zu reden wie entwickelt man das Programm weiter.
00:25:28: Das finde ich total spannend.
00:25:30: Ist
00:25:30: das auch komplexer geworden im Laufe der Zeit, also dass man jetzt so Richtung Faktcheck dann schon fast geht?
00:25:35: Ja live!
00:25:37: Weil ich meine solche Panels sind ja oft nur so vierzig-fünfvierzig Minuten.
00:25:41: Kriegt man das alles nochmal rein?
00:25:42: So einen wahnsinnigen Hintergrund noch sozusagen für mich?
00:25:45: Also
00:25:45: ich find es wichtig wenn man weiß da sagt jemand gerade was total falsch ist Dass man dann auch mit einer Frage nicht um den bloß zu stellen, sondern dass man das in Kontext hat.
00:25:54: So nicht stehen lässt?
00:25:55: Ja genau.
00:25:56: Oder jemand von dem man weiß, dass er das genau erwidern kann Das Wort zu geben, um das aufzulösen.
00:26:03: Du hast ja auch gesagt die Leute sollen glänzen.
00:26:06: D.h.,
00:26:06: du selber nimmst dich zurück und... Natürlich!
00:26:09: Ich bin nur die Nebenperson ich bin nur Die, die
00:26:12: versucht
00:26:13: ein lebendiges Gespräch auf der Bühne zu forcieren, damit das Publikum möglichst viel für sich mitnimmt.
00:26:21: Ja manchmal läuft es ja gut dann auch eine Zeit lang sogar ganz alleine wenn die sich die Bälle so hin und her spielen und man merkt...
00:26:27: Das ist das großartigste.
00:26:28: Wenn man gar nicht mehr viel machen muss, wenn sie einfach zu ihren Mikrofonen greifen und diese Lebendigkeit der Unterhaltung rüber kommt.
00:26:36: Super, danke für den Einblick.
00:26:38: Das nächste große Thema auf das ich zu sprechen kommen will ist dein zweites Studium!
00:26:42: Du hast berufsbegleitend ein Studium gemacht an der Leuphana Universität in Lüneburg.
00:26:48: Hast du den Master of Business Administration abgeschlossen nachdem du das Studium dort absolviert hast?
00:26:58: Und du warst an einem Punkt deiner Karriere, wo du schon längst etabliert und erfolgreich warst.
00:27:04: Warum hast du dich dazu entschieden noch einmal zu studieren?
00:27:09: Nicht weil mir langweilig war!
00:27:14: Doch auf der einen Seite hatte ich das Gefühl... Ich brauche mal wieder Futter fürs Hirn.
00:27:19: Ich muss mich in irgendwas tief reindenken.
00:27:23: Auf der anderen Seite ist als ich drüber nachgedacht habe was würde mich noch interessieren, kam das Nachhaltigkeitsthema immer mehr in die Kommunikation.
00:27:33: Also so zwanzig-zwanzig, einundzwanziger und zwanziger wo man auch gewusst hat okay wir können einfach nicht mal so wirtschaften wie wir es gerade tun.
00:27:41: Wir sehen in Corona sah man ja dass Lieferketten unterbrochen sind und was das dann auch bedeutet.
00:27:47: also im Prinzip liegen alle Bausteine da und wir müssen sie einfach anders angucken neu bewerten, um daraus auch ein neues Wirtschaftssystem zu entwickeln.
00:27:58: Und dann habe ich ewig überlegt was mache ich?
00:28:00: Ich wollte wissen wie funktioniert das mit dieser Nachhaltigkeit?
00:28:04: Was kann nicht Leuten glauben die mir etwas dazu erzählen.
00:28:06: da kommen wir wieder zum Faktencheck.
00:28:08: also wenn irgendwie CO-zweil reduzierter Beton irgendwie angepriesen wird sorry Betonindustrie Dann muss man doch ganz genau nachfragen was ist denn da jetzt wirklich der Hebel dahinter?
00:28:18: und Kann ich das jetzt einfach so glauben und verbreiten auch wenn ich wieder journalistisch denke oder muss sich erstmal checken, okay was steckt dahinter?
00:28:27: Müsste ich ein anderes Wording verwenden.
00:28:30: Wie kann man das wirklich so formulieren dass die Leute auch eine bewusste Entteilung treffen können?
00:28:35: und dann habe ich mit ganz vielen Leuten gesprochen und zwei Leute haben mir von ihrem Nachhaltigkeitsmanagement Studium erzählt und hab gedacht Mensch das wäre doch total interessant!
00:28:43: Dann habe ich ewig gesucht nach dem passenden Studium was funktioniert weil ganz viele Studiengänge sind direkt im Anschluss an einen gemachten Master, dafür war ich zu alt.
00:28:54: Dann gibt es ganz viele Zertifikatskurse wo du eigentlich nur Exeltabellen ausfüllst.
00:28:58: das fand ich nicht spannend genug und irgendwann bin ich auf die Leuphana gestoßen Und das ist quasi... Das was ich gemacht habe ist ein BWL-Studium hab' ich aber am Anfang nicht gecheckt dass das ein B W L
00:29:08: Studium so richtig ist.
00:29:09: Zum Glück wahrscheinlich genau
00:29:10: zum Glück also ich sag ja positive Naivität und hat mich da beworben.
00:29:16: Zweiundzwanzig habe ich mich dort beworben und da musste ich einen Motivationsschreiben abgeben.
00:29:21: Ich musste sagen, was mache ich in diesem Nachhaltigkeitskontext?
00:29:23: Warum will ich das machen?
00:29:25: Was ist mein Hebel?
00:29:26: Was kann ich mit dem, was ich mache überhaupt
00:29:28: bewirken?".
00:29:29: Und allein schon diese Beschäftigung mit diesen Fragen um sich alleine bewerben zu dürfen hat schon ganz viel ausgelöst, was man irgendwie tun könnte oder wo man draufs... sich fokussieren möchte, dann habe ich die Zusage bekommen.
00:29:41: Habe mich gefreut wie Bolle und hab dann im gleichen Moment gedacht, shit du wirst gerade Achtendvierzig und fängst nochmal ein Studium an!
00:29:46: Herzlichen Glückwunsch!
00:29:48: Das hat sich aber als einfacher herausgestellt als gedacht weil es sind ja lauter Gleichgesinnte in so einem Studium alle machensberufsbegleitend.
00:29:57: Aus allen möglichen Berufen
00:29:58: richtig?
00:29:58: Genau Ich war der einzige aus der Architektur also die kam aus ganz vielen anderen Branchen
00:30:03: Und die zwei die Du kanntest waren nicht auch aus
00:30:06: der Waren auch nicht aus der Architektur, waren beide aus der Kommunikation.
00:30:09: Und das dachte ich ja auch, wäre am Anfang so mein Fokus.
00:30:12: Ich will wissen wie man diese Themen anders kommuniziert und dann bin ich aber nochmal umgeschwenkt.
00:30:16: Aber allein die Range der Leute von ihren beruflichen Ausbildungen, von ihren Stationen, von dem in welcher Position sie war und im Alter – die jüngste war, der älteste, der Erster ist, ... hast du dich in diesem Feld total wohlgefühlt.
00:30:30: Und dadurch, dass alle berufsbegleitend machen... ... haben alle einen enormen Drive!
00:30:34: Das macht niemand, weil ihm Fahrt ist und die ziehen dich mit.
00:30:37: Also wenn du da die passenden Leute irgendwie gleich findest von Anfang an dann trägt dich das durch dieses Studium.
00:30:44: Dann kannst du diese Schmerzphasen, diese Tailor der Tränen auch ganz gut aushalten.
00:30:51: Weil natürlich Man ist so viele Jahre im Beruf, man liest eine Aufgabenstellung und manchmal wäre es besser.
00:30:57: Man liest sie noch ein zweites Mal.
00:30:59: Man denkt sofort ich weiß was ich damit mache.
00:31:02: Überlegt sich was schreibt sein Paper und kriegt dann zurück das war nicht die Aufgabe Stellung.
00:31:06: Ich will keine Lösung von ihnen.
00:31:07: Ich will nur den Lösungsweg wo man denkt ja aber ist doch viel besser dass ich nur schon gleich die Lösung mit angeboten habe.
00:31:13: und dann sagt sie nein das waren nicht die Aufgabenstellungen in der Schule Oder Lösungsweg, gibt's nur sechs?
00:31:18: Genau.
00:31:18: Sechs setzen.
00:31:19: und wenn man das irgendwie ein paar Mal mitmacht dann lernt man auch dass man genau hinguckt.
00:31:24: und dann habe ich auch gemerkt Kommunikation interessiert mich gar nicht mehr sondern eigentlich interessieren mich die Dinge die wir vorher passieren also Sustainable-Ontarin Peneurship, dann Sustainable Finance Innovationsmanagement.
00:31:36: Also wie komme ich überhaupt zu Destruktionen Die auf ein nachhaltigeres Wirtschaft hinweisen red ich bei nachhaltigen Wirtschaften nicht davon, und dafür ist es wieder eine BWL-Universität.
00:31:47: Rede ich nicht davon das wäre von Deagrows oder Schrumpfen sondern ich rede davon wie man das wirtschaften Nachhaltiger machen kann um eben auch anschlussfähig zu sein an die Gesellschaft, an die Wirtschaft ,an die Politik um die Dinge auf einem anderen Ebene auch umzusetzen.
00:32:06: Das ist natürlich sind höhere Gedanken, die man da so hat und ich weiß nicht wo mein... also ich weiß mein Hebel ist mini-mini klein aber da wo ich ihn setzen kann würde ich ihn auch gerne setzen und im Moment ist es das im publizistischen Weg.
00:32:17: Ja, eigentlich ging es ja so relativ dann ineinander über.
00:32:20: War aber auch eher wahrscheinlich zeitlich.
00:32:21: jetzt Zufall oder?
00:32:22: Also dass du fertig wirst mit dem Studium und sich da irgendwann diese Optionen jetzt bei dem DAB mit der Redaktionsleitung ergeben.
00:32:28: Aber so waren alle meine beruflichen Wege.
00:32:31: Alles ist aus einem Zufallen entstanden.
00:32:32: Meine erste Moderation ist daraus entstanden das jemand ausgefallen ist und nicht spontan einspringen musste.
00:32:37: Und währenddessen gemerkt, oh ich mache dir Spaß!
00:32:40: Mein erstes Buch habe ich gemacht weil das Büro für das ich gearbeitet habe angefragt wurde für dieses Buch und die gesagt habe, nee da hab ich überhaupt keine Zeit dafür.
00:32:49: Aber wenn du es machen willst machst gerne, mach's unter deinem eigenen Namen, dann kamst ein Verlag der gesagt hat ja klar wir machen das auch mit ihnen ist kein Problem.
00:32:58: also diese Chancen die Autorin des Buches dann auch geworden
00:33:02: war.
00:33:02: okay Wie heißt das Buch?
00:33:05: Das war beim Bückerserverlag Einrichten und Zonieren.
00:33:07: Es war so eine Reihe aus fünf Büchern,
00:33:10: wo sie
00:33:10: an Studierende gerichtet bestimmte Themenbereiche kurz- und knapp in einem wahnsinnig schönen Layout rübergebracht haben.
00:33:19: Es gab ein Konzept, was diese Buchreihe machen soll.
00:33:23: Aber die inhaltliche Ausgestaltung war den einzelnen Autoren überlassen und ich habe mit einem jungen Büro aus Darmstadt damals dieses Buch gemacht.
00:33:34: Also du schweißt keine Herausforderung?
00:33:36: Nee!
00:33:38: Wenn man das mal genau betrachtet, ist es hoffnungslose Naivität.
00:33:41: Weil man weder den Zeitaufwand noch das ganze Doing dahinter vorher abgeschätzt hat.
00:33:47: aber dieser Spaß immer wieder was Neues zu entdecken und daraus auch etwas zu lernen und mitzunehmen und weiterzuentwickeln der muss natürlich da sein.
00:33:55: Ja Was macht dieses Studium mit dir selbst?
00:33:59: Mit deinem Beruf?
00:34:00: Das Nachhaltigkeitsstudio?
00:34:03: Genau hinzugucken.
00:34:05: Und was es am allermeisten gemacht hat, ich muss sagen.
00:34:08: Ich habe fantastische Professoren und Dozenten dort gehabt die immer wieder den Blick drauf gelenkt haben.
00:34:16: nimm einen Perspektivwechsel ein schau warum andere das machen und versuch zu ergründen wie man die Rahmenbedingungen ändern kann.
00:34:23: nicht das letztendliche Produkt und ich glaube dass diese Konsensfähigkeit diese Verhandlungsführung dieses Okay, lass uns doch mal kurz hinterfragen.
00:34:34: Warum machen die das?
00:34:36: Und vielleicht daraus einen anderen Weg
00:34:37: ableiten?".
00:34:39: Das habe ich da definitiv gelernt.
00:34:41: und natürlich ganz viele Definitionsfragen also... Ich hab mich sehr geärgert dass sie Green Claims-Direktive abgeschafft wurde.
00:34:47: Wusste aber im gleichen Moment, dass M-Co das Ganze viel mehr verschärfen wird und dass alle die sich jetzt freuen, dass sie es weggebügelt haben, die Rechnung später bekommen.
00:34:57: eine ausgleichende Gerechtigkeit.
00:35:00: Welche Rolle spielt ein lebenslanges Lernen und Weiterbilden für die Branche?
00:35:05: Ich
00:35:05: glaube, es ist wahnsinnig wichtig weil die Zeit uns immer wieder überholt und Dinge, die vor ein paar Jahren noch gesetzt und als gegebenen gegolten haben heute nicht mehr gelten.
00:35:16: Und wie schätzt du das so einen in der Branche?
00:35:18: Wie läuft's damit weiter?
00:35:19: Bildung auch in Sachen Nachhaltigkeit also was nachhaltige Themen angeht.
00:35:24: ich glaube ganz viele hamts auf dem Schirm finden aber keinen Zugang dazu oder wissen nicht, wo sie an ihrer Position tatsächlich einen Hebel haben
00:35:32: und
00:35:33: lassen es dann eher liegen.
00:35:35: Es gibt unglaublich viele Büros die alle Altersgruppen – ich will jetzt hier nicht Jung- und Altgängereinander ausspielen – aller Koleur aller Alterskruppen, die sich den Arsch aufreißen diese Themen zu besetzen, Vermittlungsarbeit zu leisten, Dinge auszuprobieren mit ihren Bauern andere Wege zu gehen.
00:35:56: Und die müssen wir eigentlich viel mehr in den Vordergrund heben und nicht die Nein-Sager umgarnen, sondern einfach die guten Beispiele pushen.
00:36:06: Du machst ja selber auch Weiterbildung mit dem Salon
00:36:09: N?
00:36:09: Also eigentlich ist der Salon n, Salon Nachhaltigkeit.
00:36:12: aber weil das so gleich gelabelt ist haben wir uns entschieden Wir machen nur Salonn.
00:36:17: Das ist eine Reihe, die ich zusammen mit Sacha Arnold von Arnold Werner in München ins Leben gerufen habe Die unregelmäßig stattfindet Und die Idee ist, ganz kleine Gruppen zu einem Thema.
00:36:30: Einfach Hands-on, Kistebier belegte Brote und dann redet einer und erzählt in diesem Hilfe zur Selbsthilfe Modus über bestimmte Themen.
00:36:40: Das haben wir begonnen im Jahr zwanzig vierundzwanzig in einem Haus was der Sascha damals gerade fertiggestellt hat wo er versucht hat alle ökologischen und ökonomischen Prinzipien des nachhaltigen Bounds umzusetzen.
00:36:52: und eigentlich haben wir zwei Tage darüber diskutiert, wo die Herausforderungen sind und wo man einfach an Grenzen stößt.
00:36:58: Und das war total spannend!
00:37:01: Wir haben es zwei
00:37:01: Abende hintereinander gemacht und haben gedacht am ersten Abend ist alles auserzählt und am zweiten Abend sind nochmal ganz andere Themen aufs Tablett gekommen.
00:37:11: Im Zuge der Bau, in einer bestehenden Location haben wir einfach Leute eingeladen die wir spannend finden und haben mit denen einzelne Themenbereiche diskutiert.
00:37:23: Also es folgt seiner festen Choreografie außer dass wir Leute zusammenbringen wollen, die interessant sind, die was voran bringen eine Community stärken wollen, einfach sich untereinander anders und besser zu vernetzen.
00:37:37: Und ich träume davon noch in diversen Lebengruben rumzulatschen und einfach Material auch was zu machen am Material zu arbeiten
00:37:46: Wie jetzt?
00:37:47: Ich würde gerne einfach Hands-on Workshops machen.
00:37:50: Ich würde gern einfach die Leute einladen oder das organisieren dass man mal an den an die Rohstoffquellen geht und sich nochmal ganz anders bewusst macht Was haben wir hier eigentlich?
00:38:00: Was haben wir in Deutschland mit, was können wir arbeiten?
00:38:03: Also wirklich haptisch.
00:38:05: Interessant!
00:38:06: Das kommt aber
00:38:07: auch daher
00:38:08: also klar das Nachhaltigkeitsthema sind die Baustoffe, die alle auf dieses Thema einzahlen.
00:38:14: ich habe jahrelang einen Studierenden Workshop begleitet nach Welten ein Hochschulwettbewerb und da hatten wir Industriepartner und sind auch in die Produktion der Industrie Partner gegangen.
00:38:25: Und am Anfang ist gerade so Folien-Abdichtungsfolie.
00:38:29: Das ist irgendwie so.
00:38:30: das unliebsamste Fach, Bauphysik muss ich machen.
00:38:32: Ja leider vor Diplomfach und man hat finde also Ich habe erst mal keinen Zugang dazu gefunden zu diesem Fach Und erster als ich in dieser Produktion stand und durch dieses Mikroskop geguckt hab im Forschungslabor und die mir erklärt haben ja und für die Osmose das geht dahin und das geht da hin und das ist hier und dass es wie so ein Verschlussmechanismus und Man hat diese Folie in der Hand die wie so einen Silberpapier von der Schokolade einpacken zu sehen ist und sieht aber dann, was eigentlich diese Folie alles kann.
00:39:02: Und wie die Rohstoffe dazu aussehen.
00:39:04: Das finde ich total faszinierend!
00:39:06: Diese Faszination für Material würde ich gerne noch viel weiter ausbauen und verschiebenen.
00:39:12: Ja,
00:39:12: total interessant.
00:39:13: Du wirfst ein komplett anderes Licht gerade für mich auch auf Architektur-Kommunikationen.
00:39:18: Also dieses wirkliche... das ist Kommunikation über die Hände
00:39:21: dann am Ende
00:39:21: oder übers Auge und eben fühlen und verstehen und sehen größere Unterschiedegewichte
00:39:28: usw.,
00:39:29: anders verstehen nicht nur die Worte.
00:39:31: also das ist nochmal so dass man sieht Architektor-Komunikations weit aus mehr als das Wort
00:39:38: Ja.
00:39:38: Und es ist weit aus mehr als am Schreibtisch zu sitzen und zu überlegen, was könnte ich machen damit's gut aussieht?
00:39:42: Und hinterher irgendwie gute Fotos entstehen sondern... Was ist der Lerneffekt den ich den Leuten eigentlich mitgeben möchte?
00:39:48: Das ist auch so ein bisschen wie schick die Leute in den Wald, damit sie mal wieder wissen, was Natur ist ungefähr.
00:39:56: Der Lunch Club des Netzwerks Architekturkommunikationen will jetzt auch noch erwähnen dass da nämlich auch so niedrigschwelliges Format ist.
00:40:06: Machst du sozusagen auch noch?
00:40:07: Man fragt sich, man fragt dich so Eva.
00:40:09: Wie machst du das alles?
00:40:11: Ich mach das nicht alleine!
00:40:13: Es sind immer ganz viele Leute dabei die die gleichen guten Ideen haben und die sich zusammen tun und Dinge forcieren.
00:40:20: und wo du gerade unsere Lunch treffen ansprichst wir haben Dadurch, dass es keinen Studiengang Architektur-Kommunikation gibt.
00:40:29: Gibt's auch natürlich wenig Alumnietreffen.
00:40:31: Also es gibt das Alumnitreffen von dem Media Management Lehrstuhl in Bochum aber wenn du da nicht studiert hast bist du da ja nicht involviert und ich weiß gar nicht wann.
00:40:42: irgendwann gab es eine LinkedIn Gruppe die nannte sich Netzwerk Architektor-Komunikations.
00:40:45: Gibts doch noch oder?
00:40:46: Ja ja, die gibts auch noch!
00:40:47: Da sind zwischen thousand fünfhundert Leute drin und man denkt sich hey da sind so viele leute die mit dem Thema zu tun haben.
00:40:54: Wir haben doch ein riesen, geballtes Wissen.
00:40:57: Warum tauschen wir uns nicht konkreter aus?
00:41:01: Und wie macht man das?
00:41:02: Tausendfünfhundert Leute kriegt man jetzt nicht in der Halle und weiß ich auch nicht ob man das sein muss.
00:41:07: und also haben wir überlegt welche Formate könnten wir spielen dass wir uns viel besser so einen Hilfe zur Selbsthilfe geben.
00:41:13: Und wir hatten jetzt schon zwei von diesen Landstreffen.
00:41:16: Da ging es darum, hey ich muss eine Ausstellung machen.
00:41:19: wie fange ich an?
00:41:20: Welche Tipps habt ihr für mich?
00:41:21: Wann fang' ich
00:41:22: an?!
00:41:22: Welche Themen!
00:41:24: Welche Materialien!
00:41:25: Wie achte ich drauf dass das wieder rückbaubar ist also sogar in der riesen Wand breiteren Themen.
00:41:29: Wir haben schon drüber gesprochen Hilfe brauchen einen Web-Relaunch.
00:41:33: welches CMS System im Hintergrund würdet ihr mir empfehlen so ganz basic Und das finde ich total wichtig, dass wir uns da anders austauschen und dass wir auch einfach wissen.
00:41:42: Hey hat jemand schon mal mit dem Bildprogramm gearbeitet?
00:41:45: Könnte mir ein kurzes Feedback geben.
00:41:47: Lohnt sich das?
00:41:47: Funktioniert das?
00:41:48: Wer arbeitet mit welchem Redaktionssystem?
00:41:51: Wer macht mit welchem Tool seine Social Media Planung?
00:41:55: Wer hat irgendwie einen guten Fotografen oder Filmemacher in der Region XY auf dem Schirm?
00:42:01: Wie könnten solche Formate stärker in Ausbildung und Berufsalltag verankert werden?
00:42:06: Ich meine, im Berufs-Alltag höre ich so raus.
00:42:09: Du machst halt und die Leute kommen oder machen mit dir zusammen... Oder sie kommen gar nicht erst!
00:42:17: Aber was denkst du?
00:42:19: Braucht es mehr davon und wie kann man davon integrieren?
00:42:22: Vielleicht auch wirklich in der Ausbildung.
00:42:24: Das finde ich eine gute Frage wenn ich das so sagen darf.
00:42:28: über meine Frage.
00:42:29: Es ist ne sehr gute Frage.
00:42:31: Da clascht so ein bisschen das Ausbildungssystem mit dem, was ein Korrekturm abbilden muss.
00:42:36: Mit dem wie wir heute Wissensvermittlungen anders denken sollten müssten oder welche Formate wir dafür auch haben.
00:42:45: Ich war letzte Woche in Siegen wo auch das Baunetzkampus da war um dort auch ein paar Podcasts aufzunehmen und durfte bei einem Workshop dabei sein Wo es eben genau darum ging Wie kann man das Berufsbild eigentlich neu denken?
00:42:59: Alle diese Workshops zielen ja auch darauf ab, wie kann man das Curriculum neu denken?
00:43:04: Ist eine schwierige Frage.
00:43:05: Weil die Abwägung zwischen das sind Basisinhalte, die für den Beruf hinterher maximal wichtig sind und das sind Formate, wie man vielleicht zu anderen Ergebnissen kommt – das geht noch nicht deckungsgleich ineinander über!
00:43:20: Ich finde es wahnsinnig wichtig, da so Freiräume zu schaffen und offene Formate zu haben.
00:43:25: Aber wir haben uns in den letzten Monaten auch mit vielen Professorinnen unterhalten die eben genau das in ihren Hochschulen schon machen.
00:43:33: Die Abseits vom Curriculum Design-Bildprojekte machen, die Projektpräsentationen in anderen Formaten fossieren, die einfach versuchen über andere Zugänge zu den Studierenden eine andere Inhalte... rauszukitzeln und auch Begeisterungen für verschiedenste Themen anzufachen.
00:43:57: Ja, und immer außerhalb des Curriculums.
00:43:59: Und als auch... Ja, teilweise
00:44:00: innerhalb dieses Curriculums, die es einfach durchboxen, dass das Teil dessen wird und dann die Abgabeleistung halt nicht klassisch fünf Pläne DINA-null oder noch der Erläuterungstext bla bla bla und das Modell im Maßstab ein zu zweihundert sondern dass es einfach andere Abgabeleistungen sind, die aber trotzdem eine adäquate Leistungsbild abgeben und dann freiheiten lassen.
00:44:20: und dann merkt man das ja auch.
00:44:21: Also ich finde das immer, das war glaube ich während meinem zweiten Studium auch immer ein Thema.
00:44:26: Ich habe ja nie wissenschaftlich gearbeitet in meinem ersten Studium im Architekturstudium.
00:44:30: Im Prinzip konnte man seinen Entwurf tanzen und hat dafür einen Lob bekommen weil man einfach so diese Freiheiten die man dort hat sich auszudrücken Medien zu wählen um seine Idee zu präsentieren.
00:44:40: Die kriegt sie dann keinem anderen Studium.
00:44:42: und dann steckt man in einem BWL-Studium und soll wissenschaftliche arbeiten und hat überhaupt keine Arbeit von Methodik und wie man das aufzieht.
00:44:48: und was ist ich, welche Stile.
00:44:52: Und man ist erst mal total perplex, weil man damit noch nie gearbeitet hat und denkt sich wie habe ich bis hierhin überlebt?
00:44:59: Das mehr zu verschränken miteinander ist schon auch ganz interessant, weil dieses Hemdsämlige hilft einem natürlich total.
00:45:07: Also Hemdsämlik jetzt in Anführungszeichen hilft einem total Dinge anders zu sehen eine Rolle zu wechseln.
00:45:13: aber dieses wissenschaftliche hilft einfach Fakten basiert und immer auf einer Referenz sich so beziehen um einfach diese Beliebigkeit die einem oft vorgeworfen wird auch wieder aufzufangen.
00:45:22: Und da könnte ich mir auch vorstellen Mehr Freiheit auf der einen Seite im Denken Faktencheck im Hintergrund.
00:45:31: Ja, ich glaube das unterscheidet sich auch stark.
00:45:33: das Studium in Deutschland dann also weil bei mir ich durfte meinen Diplom gar nicht tanzen.
00:45:38: Ich muss das streng regeln.
00:45:40: Ich war an einer Hochschule in Darmstadt die aber infiltriert war von lauter Leuten hier an der TU-Darmstadt.
00:45:46: damals Assistenten waren und dann Professoren wurden dementsprechend genauso frei gedacht haben
00:45:52: okay ja dass diese Freidenken kennen wir noch von einigen.
00:45:56: Professor Renn muss man dann genderfrei sagen.
00:46:00: Und ich war an einer Hochschule, wo ein Y-Modell gelehrt wurde.
00:46:03: also das heißt man war die Architekten und Innenarchitektinnen waren des Grundstudiums zusammen und erst mit dem
00:46:09: Hauptstudium
00:46:10: hat man sich entschieden welche Richtung man macht und man konnte ganz viele Wahlfächer parallel zueinander nehmen.
00:46:16: Das heißt man hat sowieso schon diese Interdisziplinarität mit in die Wiege gelegt bekommen.
00:46:21: Du wickst sicher zwischen Architektur, Redaktion, Moderation und Kuration wie ich anfangs gesagt habe.
00:46:26: Und Netzwerkarbeiten – wie wir mittlerweile auch wissen!
00:46:30: Wie würdest du selber dein Berufsbild jetzt beschreiben?
00:46:36: In einem Wort!
00:46:41: Keine Ahnung... in Bayern würde man sagen die Eiermilch legende Wollmilchsau.
00:46:45: Das ist sehr schön.
00:46:50: Welche Eigenschaften man braucht, ist damit auch direkt beantwortet.
00:46:53: Nämlich so ungefähr alle?
00:46:55: Ich glaube die einzige Eigenschaft, die man braucht ist neugierig bleiben, offen zu sein und ein Telefonbuch mit lauter Kontakten zu haben, die Man zur Not fragen kann wenn man selber nicht weiter weiß.
00:47:04: Also es sind drei Eigenschaft quasi
00:47:08: Und nie alles alleine machen sondern immer Mitstreiter dazu holen Weil's geht nur im Team.
00:47:15: also das war jetzt auch hier so aussieht.
00:47:18: Das geht nur, weil Leute mich gefördert haben, getragen haben, mir das zugetraut haben und mich hingestellt haben gesagt, du schaffst es!
00:47:27: Also das geht nur mit Supportern.
00:47:30: Und wie hast du es eben genannt?
00:47:31: Welche naivität?
00:47:32: oder an den Tag
00:47:33: die positive Naivität?
00:47:35: Ja sehr gut dann haben wir das jetzt alles zusammen und da danke ich dir ganz vielmals für das Interview.
00:47:41: Eva Herrmann Danke.
00:47:43: Das war Studiertum zu bauen, der Baunetz Campus Alumni Podcast präsentiert von GERA!
00:47:48: Wir freuen uns wenn ihr beim nächsten Mal wieder rein hört und auch wenn ihr uns eine Bewertung da lasst.
00:47:54: Redaktion und Veröffentlichungen Katharina Lux-Baunitz Campus Moderation und Audioproduktion ich Kerstin Kunekat Berlin.
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