#99 Regisseurin: Vom Detail zurück in die Welt
Shownotes
Julia Groteclaes hat Architektur studiert und ist danach zum Film gewechselt. Schon ihre Bachelorarbeit kam ohne Entwurf und ohne Modell aus. Heute erzählt sie als Regisseurin gesellschaftliche Themen über einzelne Menschen und lehrt an Film- und Architekturhochschulen. Eine Folge über den Umweg als Methode, das Pendeln zwischen Detail und Kontext und den Mut, beim eigenen Anliegen anzufangen.
Teaserbild: Julia Groteclaes, Foto: Jens Peters Host und Produktion: Kerstin Kuhnekath Redaktion und Text: Katharina Lux
Übersicht aller Folgen mit weiteren Infos & Bildern zu unseren Gästen: https://www.baunetz-campus.de/podcasts
Der BauNetz CAMPUS Alumni-Podcast wird unterstützt von GIRA.
Transkript anzeigen
00:00:00: Willkommen und seid gegrüßt zur neuneinzehnten Episode von Studiertum zu Bauen, dem Baunetzkampus Alumni Podcast präsentiert von Gira.
00:00:08: Ich bin Kerstin Kunekath und mein heutiger Gast ist Julia
00:00:11: Grote-Klas.
00:00:12: Los geht's!
00:00:13: Herzlich
00:00:14: willkommen
00:00:14: im Baunetz Campus Alumni Podcast.
00:00:16: Julia Grotte-Klass du bist Regisseurin und Dokumentarfilmerin in Berlin.
00:00:21: Du hast Architektur studiert und deine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Architektor, Soziologie und Film.
00:00:29: unter Untersuchst in deinen Filmen, wie sich gesellschaftliche und strukturelle Themen über individuelle Erfahrungen erzählen lassen.
00:00:37: Wie du da hingekommen bist?
00:00:38: Darüber möchte ich heute mit dir sprechen.
00:00:41: Da fangen wir doch mal bei deinem Architekturstudium an!
00:00:43: Also wie gesagt, du hast das Architektor studiert und zwar in Münster und in Sri Lanka.
00:00:50: Erstmal – wie war denn dein Studium?
00:00:53: Ja, acht Semester habe ich im Bachelor studiert in Münster.
00:00:56: Ich war dann auch im Ausland in Sri Lanka an der University of Miratur.
00:01:02: aber es ist ja wie so dieses Auslandssemester im Bachelor eben oft nicht wirklich die Zeit gewesen um da jetzt großartig darüber zu lernen wie man in Sri Lanker Architektur versteht sondern das war einfach ein bisschen mehr Urlaub als Studium glaube ich.
00:01:18: Aber ganz grundsätzlich ob jetzt in Sri lanka oder in Deutschland Architektur studiert und das auch sehr gerne.
00:01:24: Nicht durchgehend, aber ja ich denke da gut und liebt dann zurück!
00:01:29: Und du hast dann diesen Switch zum Film vollzogen und zwar schon bereits in deiner Bachelorarbeit?
00:01:36: Was hast du in deine Bachelorarbeit gemacht und wie kam es dazu dass du dich zum Film bewegt hast?
00:01:42: Genau bei mir in der Bachelorarbeit ist es eben nicht so... passiert, dass ich einen Entwurf gemacht habe.
00:01:47: Ich hab jetzt keine Schule oder eine Wohnweite entworfen sondern ich habe mich eigentlich erstmal mit einer Fragestellung beschäftigt und versuchte ein bisschen mehr dieses Thema der Recherche ernst zu nehmen.
00:01:59: Es war gerade auch die Zeit, weil das war in den letzten Jahren für dieses Bachelor-Thema, wo so Minimalismus sehr groß geschrieben wurde und überhaupt sehr trennt sich zu reduzieren.
00:02:10: Die Postmaterialisten
00:02:12: Genau.
00:02:13: Und damit habe ich mich beschäftigt, aber erst mal sehr journalistisch und nicht im Entwurf.
00:02:19: Und wie sah dann die Bachelorarbeit
00:02:21: aus?
00:02:22: Das war im Endeffekt einen Text ohne Entwurf und ohne Modell.
00:02:27: Es wurde auch ein bisschen witzig, weil ich da so eine Selbststudie gemacht hab.
00:02:29: also es war mir dann erlaubt das auch mal auszuprobieren wie sich das selbst anfühlt wenig zu besitzen was ich bis zu einem gewissen Grad durchgezogen habe.
00:02:38: Was
00:02:39: nimmst du aus der Architektur deine filmische Arbeit mit?
00:02:42: Also ich würde sagen, diese acht Semester oder so diese intensive Zeit im Architekturstudium hat schon einiges mit mir gemacht.
00:02:51: Oder die habe mich auch gerade mit Anfang zwanzig sehr in eine bestimmte Richtung weitergebracht.
00:02:56: Die Art und Weise wie ich eben im Architekturstudio selbst gedacht habe, die hat sich irgendwie im Film dann auch fortgesetzt.
00:03:03: Ich würde nicht sagen dass es einen harten Bruch gab sondern die Art undweise wie ich an Fragestellungen oder an Probleme rangegangen bin, die finde ich heute immer noch wenn wir über Filmkonzepte sprechen oder in der Montage über Dramaturgie sprechen.
00:03:16: Und wie war dein Filmstudium?
00:03:18: Ich habe Regie studiert und vor allem auch mit dem Schwerpunkt auf Journalismus, dass ich selber dann doch in die Richtung des Dokumentarfilms gegangen bin.
00:03:27: Das hat sich beim Filmenmachen im Studium für mich so ergeben, dass das eigentlich mein Interessen-Schwerpunkt ist.
00:03:33: Werbung!
00:03:34: Der Baunetzkampus
00:03:34: Alumnipodcast
00:03:35: wird unterstützt von Gira – das sind sie mit den Schaltern.
00:03:39: Wenn es um Smart Home und Smart Building oder ganz einfach um die richtigen Schalter und Steckdosen geht, ist Gira Euer Ansprechpartner Nummer eins.
00:03:47: Eingesetzt werden bei Gira ausschließlich hochwertige Materialien wie Edelstahl, Bronze, Aluminium, Glas- und Linolium Multiplex.
00:03:57: Hier findet ihr von der Eingangstür bis in jeden Raum eine übergreifende Produktvielfalt, die euer architektonisches Gesamt bestützt – und zwar in jedem Maßstab im Neubau und im Bestand!
00:04:09: Gira sorgt für effiziente und stylische Elektroinstallationen made in Germany.
00:04:14: Schaut vorbei bei Gira persönlich oder im Netz auf gira.de.
00:04:19: Gira Smart Home, smart building, smart life Werbungende.
00:04:23: War
00:04:23: das für dich dann einen ich will weg von der Architektur?
00:04:25: Oder war das für Dich einfach eine logische Folge?
00:04:28: Und es gehört auch für dich zusammen?
00:04:32: Ja wie das so oft ist im Leben wenn man zurück guckt Dann macht das irgendwie alles so dramaturgisch dann doch irgendwie Sinn.
00:04:38: Ich weiß gar nicht mehr so richtig, wie sich das im Moment angefühlt hat.
00:04:43: Aber es war dann... Also wenn ich jetzt eben rückblickend darüber spreche, dann merke ich schon, dass ich im Bachelor in der Architekturzeit schon gemerkt habe und dass ich lange dafür gebraucht habe um mich persönlich in diesem Studium zu finden.
00:04:56: also Es hat länger gedauert bis ich gecheckt habe warum ich persönlich eigentlich architekturch studiere Und das ging eben einher damit dass man doch auch schnell mitbekommen hat, wie ist man eigentlich eine passende Architekturstudentin?
00:05:16: Was dann sehr viel mit den Farben zu tun hat und den Materialien die man so trägt.
00:05:21: Und das hat mich doch von dem Inhalt dieses Studiums sehr distanziert.
00:05:26: Es kam eben über diese Mester, dass ich mich mehr gefragt habe was ich eigentlich mit diesem Thema wohnen.
00:05:37: Klischeefrage von wie wohnen wir.
00:05:39: Die stand ja damals auch so über jeder Architekturausstellung, dass ich verstanden habe was die eigentlich mit mir zu tun hatte und ich glaube dieser persönliche Zugang zu dem zu der Frage was bin ich eigentlich in diese Architektor war auch der gleiche Weg der mich im Bachelor thesis dann dazu gebracht hat mich mit so einer Frage persönlich zu beschäftigen was für mich jetzt auch der logische Schritt dann war dieses Thema der Recherche und mit Menschen in Kontakt zu treten, mich selbst dann irgendwie auch mal als Spiegel oder Reflektionsfläche oder Identifikationsmöglichkeit zu verstehen.
00:06:15: In einem eins-zu-eins Austausch was eben im Film am Anfang eines Films immer passiert also im film kommt man gar nicht so richtig drum herum oder ich komme zumindest nicht beim filme machen darum herum sie immer von mir heraus zu entwickeln und Ich würde sagen die dinge Auch in der Architektur aus mir herauszuentwickeln ist mir erst gegen Ende des Studiums bewusst gewesen, dass das so passieren könnte und vielleicht auch sollte.
00:06:43: Und mit dieser Erkenntnis bin ich dann auch im Filmstudium gestartet.
00:06:46: also es hat sich schon sehr die Hand gegeben Es war weniger ein Ich habe keinen Bock mehr auf die Architektor, ich möchte was Neues sondern es ist eher so gewesen, daß ich dann im letzten Semester oder auch so den letzten zwei Semestern Ja, so diese Konzeptfragen nicht mehr nur in der Architekturwelt sondern plötzlich auch im Film kennengelernt habe und das mein Interessensfeld sich einfach ein bisschen weiterentwickelt hat.
00:07:10: Aber dieses Phänomen was du jetzt beschreibst finde ich total spannend in der Architecture.
00:07:14: Würdest du denn sagen dass die Einflüsse in der architecture so groß sind die man dann lernt dass man irgendwie das Gefühl bekommt?
00:07:22: soll sich jemandem orientieren, was da ist und dazu Stellung beziehen.
00:07:26: Und das entspricht eben nicht diesem von innen heraus.
00:07:28: Dass es beim Film
00:07:29: anders
00:07:30: ist?
00:07:30: Dass man da eher von inne heraus arbeiten kann als es in der Architektur der Fall
00:07:34: ist?
00:07:36: Also bei dem Film gerade auch im Studium ist das auf jeden Fall etwas, was uns von Anfang an mitgegeben wird ein ganz klares Bewusstes erzählen von hey ihr müsst... euch mit euch selbst sehr gut auseinandersetzen können, um zu verstehen was die Filme sind, die ihr machen könnt und was auch die Filmen sind.
00:07:56: Die emotional und kognitiv von euren Zuschauerinnen verstanden und begriffen werden können.
00:08:01: Ich glaube dass das in der Architektur und auch in der architekture Lehre also im Studium selbst in der Architektuhe Im besten Fall genau so passiert.
00:08:11: Aber ich habe es damals nicht so direkt als Hilfestellung mitbekommen.
00:08:16: im Studiums
00:08:17: Ja, bei einem Haus da kann man nachbauen was schon mal gemacht wurde und beim Film musst du wissen warum du etwas erzählst.
00:08:24: Im besten Fall müssen Architektinnen auch wissen warum sie was bauen.
00:08:27: aber es funktioniert vielleicht besser als beim Film.
00:08:30: ich weiß also ich habe noch nie darüber nachgedacht.
00:08:32: Es gibt natürlich auch im Film gerade auch wenn der Film aus dem ersten Jahr an einer Filmakademie oder in einer Filmhochschule kommt diese absoluten Glanzfilme die ohne inhaltliche Stütze in CinemaScrub gedreht sind, also die dieses typische Kinoformat haben.
00:08:50: Die auf einem Stativ stehen.
00:08:52: Statisch sind nichts da Wackeln und auch das wieder jetzt im Beispiel ohne inhaltliche Unterstützung.
00:08:58: Also auch im Film kann man wie in der Architektur einfach nur fürs Auge produzieren.
00:09:05: Und ich glaube dann ist die Antwort für mich sehr viel persönlicher dass ich einfach für mich herausgefunden habe mir fällt es im film viel leichter das nicht zu tun, als es mir in der Architektur gefallen
00:09:16: ist.
00:09:18: Und wenn man jetzt nochmal auf die Studierenden
00:09:20: schaut...
00:09:21: Du beschreibst dass viele Studierende von außen nach innen denken vom Stadtplan zum Detail.
00:09:27: Dieses Phänomen ist das beim Film denn auch so?
00:09:29: Hast du's bei deinen Mitstudierenden so erlebt?
00:09:33: Also ich glaube dieser Maßstab-Switch ist ja am besten irgendeine Balance, die man gut hinkriegt und zwar die ganze Zeit, dass man eigentlich zwischen sich selbst als Individuum und dem Kontext der Gesellschaft, also der Struktur dass man dieses individuelle und das strukturelle eigentlich in den Pin-Pong denkt.
00:09:50: Dass man sich weder eine Einperspektive noch an die anderen festfährt.
00:09:54: Also es ist nicht zu emotional oder nicht so kognitiv einseitig langweilig vielleicht auch dadurch wird sondern dass das irgendwie dieser Referenzen vielleicht auch subtil immer wieder zieht.
00:10:08: Wenn wir das so im Allgemeinen sprechen über diesen Prozess, dann finde ich schon dass man sowohl in der Architektur als auch im Film da die Parallelen sieht.
00:10:16: Viel mehr ist es sich so unterscheidig.
00:10:19: Im Kino gibt's ja auch so universelle Gefühle und dieses unnatürlich große von Gesichtern und Regungen Das ist ja überhaupt nichts was uns in der Natur so begegnet.
00:10:29: wenn Gesichter dann plötzlich fünfzig mal so groß sind wie sie eigentlich sind Das erleben wir in der Architektur ja nicht, das ist dann immer unser Maßstab.
00:10:39: Du hast dir im Filmstudium bewusst Zeit gelassen?
00:10:42: Das gestreckt weil du innerhalb dieses Rahmens und mit dem Status vermutlich einer filmstudierenden Projekte machen kannst die du vielleicht am besten in diesem Rahmen machen kannst.
00:10:53: kann man das so sagen?
00:10:54: Ja ich würde es vielleicht noch korrigieren dadurch dass es natürlich idealerweise so wäre dass man genau solche Projekten auch nach dem Studium nachmachen könnte.
00:11:04: Die Studienzeit ist auf jeden Fall die, in der man mal die Dinge tun kann wo die Redakteur in einem später sagen würden.
00:11:12: Das funktioniert leider nicht und dann hat man aber eben diese Karte schon vorher mal gezogen und es kann sagen doch hier guck!
00:11:19: Wie verändert dieses längere Studium deinen Blick auf den Begriff Abschluss?
00:11:24: Ja, der Abschluss... Es ist auf jedem Fall ein Abschluss.
00:11:27: Es ist der Abschuss damit im sicheren Rahmen seine Filme zu machen.
00:11:32: Es ist aber im besten Fall auch der Abschluss, damit diese Filme alle auf den eigenen Kosten zu machen.
00:11:41: Also man wird natürlich vom Staat oder von der Hochschule, von Fördermitteln unterstützt, diese Filmen zu machen, aber man kriegt eben selber sein Studi Honorar oder eben auch kein Honorar und im besten fall ist der Abschluß des Studiums das Ende dieser Arbeitsbedingungen.
00:11:58: Trotzdem ist es natürlich so, dass man sich schon auch auf eine gewisse Weise darüber folgen kann wenn's die Milchkeiten gibt das Studium etwas in die Länge zu ziehen weil es dann die Möglichkeit gibt diese ganzen Ressourcen also gerade Kameratechnik kann so teuer sein oder Schnitträume Aufnahmeräume für die Soundmischung später.
00:12:17: Also dieses Equipment zur Verfügung zugestellt zu bekommen.
00:12:21: und die vielen Leute die auch mitarbeiten
00:12:23: müssen Genau!
00:12:23: Diese ganzen Menschen die eben auch noch im Studium ihre Zeit und ihre Können geben, um auch unentgeltlich an etwas zu arbeiten.
00:12:33: Wo man von vorne rein vielleicht noch gar nicht so richtig sagen kann was dabei herauskommt das passiert eben im Studium.
00:12:39: deswegen ist es auch gut und es ist ähnlich wie eine Architektur dass wir da die Möglichkeit haben unser Portfolio zu füllen und ja wissen wo man danach so hin will.
00:12:49: Bei der Unterschiede ist natürlich du kannst echte Projekte machen in der Architektor eher selten
00:12:54: Das stimmt.
00:12:55: Also die Projekte, die wir im Studio machen, die schaffen es dann auch oft noch richtig raus in die Welt.
00:13:00: Wir können ja mal bei deinen Filmen sprechen, wo wir doch von fertigen Projekten sprechen.
00:13:04: In der ARD-Mediathek ist jetzt halt dein Film hinter den Farben zu sehen.
00:13:09: Sehr sehenswert!
00:13:10: Ich habe ihn mir auch schon angeschaut.
00:13:12: worum geht das und wie ist der Film entstanden?
00:13:15: Also hinter den farben ist ein film mit dem ich selbst die Antwort auf die frage gesucht habe Wie kann übers Leben, übers Sterben über Gefühle von Wut, Liebe und Selbstwert sprechen ohne völlig abgedroschen dabei zu werden.
00:13:34: Wie können wir eigentlich Emotionalität im Dokumentarfilm verhandeln, ohne dass sie zu voyeuristisch oder zusensationell wird?
00:13:45: Vielleicht müssen wir jetzt mal an der Stelle sagen es geht um einen jungen Mann, der nach einem Kletterunfall hinter einem Wasserfall gefangen ist.
00:13:54: Genau, der Film geht von einer Kerngeschichte aus und zwar von der Geschichte von Micha, der mit seinem Freund vor einigen Jahren in der Schweiz unterwegs gewesen ist für eine Kletterwanderung oder für eine Kennening-Tour.
00:14:07: Und Micha ist mit seinem freund unterwegs gewesen und er hat... die Wetterbedingungen nicht ganz richtig eingeschätzt und kam deswegen in die schwierige Situation, dass ihn ein Wasserfall nicht raus ins Becken gespült hat sondern hinter den Wasserfall.
00:14:22: Und er hinter diesem Wasserfall gefangen saß.
00:14:25: Diese Gefangenschaft von mich ja hinter dem Wasserfall ist einmal für drei Tage so passiert.
00:14:30: also Micha konnte sich dort nicht raus retten.
00:14:33: zunächst Was sie für mich sehr spannend gemacht hat, war der Fakt weil er die Möglichkeit hatte diese ganzen Rettungsversuche die unternommen wurden durch diesen Wasserschleier zu beobachten selbst aber nicht gesehen wurde.
00:14:44: Er hat gehört und wurde nicht gehört.
00:14:46: also das ist so das absolute metaphorische Bild von Machtlosigkeit.
00:14:52: Und worum es mir jetzt in diesem Film ging war dieses Thema machtlosigkeit zu begreifen uns vor allem filmisch begreifbar zu machen, auch für andere.
00:15:01: Und nicht nur auf Micha als Individuum zu lassen sondern zu schauen was ist eigentlich die Struktur von Machtlosigkeit?
00:15:08: wie kommen wir da rein?
00:15:09: Wie gehen wir daraus?
00:15:11: Wie unterschiedlich gehen wir damit um?
00:15:13: und deswegen geht der Film so vor dass es jetzt acht Menschen gibt, acht Protagonistinnen Die alle einen metaphorischen Wasserfall in ihrem Leben haben Alle in dem Rolle von Micha Schlüpfen und seine Geschichte aus der Ich-Perspektive vor der Kamera sitzend erzählen Und in dieser Erzählung selbst den Grad wählen können, inwiefern sie eigentlich über ihre eigene Geschichte noch erzählen wollen.
00:15:37: Inwiefern Sie Ihre eigenen Emotionen mit reinnehmen wollen?
00:15:40: Inwieferen Sie wirklich mal nur spielen und damit meine ich jetzt nicht Schauspiel weil ich denke Schauspielen ist von den eigenen Emotsionen eigentlich kaum zu trennen sondern... unangebunden spielen wollen.
00:15:52: Und es waren alles Menschen, die auf irgendeine Weise Schauspielerfahrung haben also die kennen den Umgang mit fremden Text und mit diesem Rollenwechsel.
00:16:01: was sie aber für mich interessant gemacht haben in der Besetzung war dass eben alle diesen einen metaphorischen Wasserfall in ihrem Leben
00:16:07: haben.
00:16:09: Der metaphorische Wasserfall ja schön.
00:16:10: das regt dann auch wiederum als Zuschauerin an den eigenen für sich nochmal klar zu
00:16:15: machen.
00:16:15: Das ist die Montageart mit der wir da gearbeitet haben vielleicht in einer weitverstandenen Form, in ein assoziativer Schnitt.
00:16:24: Also dass wir uns inhaltlich von der einen zur nächsten Aussage bewegen also die Figuren eigentlich zu einer filmischen Hauptfigur verschneiden und dadurch das so diese Verschneidung passiert hat die Zuschauer in die Möglichkeit sich sehr viel schneller mit dieser Figur zu identifizieren weil sie nicht konkret an einer persönlichen Biografie gekoppelt ist sondern diese Übergänge zur eigenen Assoziation die ganze Zeit herstellt.
00:16:51: Ja, spannend!
00:16:52: Ich möchte
00:16:53: auf keinen Fall künstlich jetzt einen Bezug zu Architektur herstellen.
00:16:57: trotzdem aber mal fragen.
00:16:59: Die Personen sitzen auf dem gleichen Stuhl hintergrund schwarz.
00:17:04: Welche Rolle spielt für dich da der Raum?
00:17:06: Also wenn wir jetzt über Raum sprechen dann glaube ich kann man anhand von hinter den Farben schon auch sehr viele verschiedene Räume Differenzieren.
00:17:14: Was ist der Raum, in dem das stattfindet?
00:17:15: Was ist den Raum, indem es angeschaut und reflektiert wird?
00:17:18: Was entsteht durch die Montage?
00:17:22: Es entsteht ein gemeinschaftlicher Raum, der durch acht verschiedene Räume zusammen montiert wird.
00:17:26: Ich glaube dieser Begriff von Raum wird im Filmkontext noch mal sehr viel weiter weggehend vom architektonischen Raum besprochen.
00:17:37: Als bräuchte es den gar nicht!
00:17:39: Und ich denke, das war auch mein direkter architektonischer Umgang mit Raum.
00:17:42: Dass sich gesagt habe, lass uns diesen Architekthonisch greifbaren, dass uns das Zimmer blöd gesagt mal wirklich so weit reduzieren, dass wir das hier nicht so sehr verhandeln.
00:17:52: Denn hätten wir im Szenenbild den Stuhl mehr thematisiert?
00:17:57: Also der Stuhlt ist natürlich auch keine unbewusst Entscheidung gewesen.
00:18:00: Der erzählt ja etwas wenn wir ihn mitbekommen.
00:18:03: Es ist aber das einzige Stück was gesehen wird.
00:18:06: Aber es hätte doch auch viel mehr noch auf einem biografischen Hintergrund der Erzählerinnen verwiesen, wenn wir zum Beispiel in deren Wohnzimmer gesprochen hätten.
00:18:15: Also es wäre so viel mehr mit erzählt von dem was ich versucht habe eigentlich zu reduzieren um diese Übertragungsleistung zwischen Filmgeschichte und Zuschauer in fluide herstellbar zu machen
00:18:28: Das universelle dann wirklich zu unterstreichen
00:18:30: Was schon den Bogen zur Architektur Macht ist dieses puristische Konzeptionelle.
00:18:40: Diese Entscheidung zu sagen, die sitzen alle vor der Kamera und die Kamera ist statisch und zentral ausgerichtet.
00:18:50: Das hat eine gewisse Form von Strenge, die ich auch selber erst in meinen Filmen etwas loswerden musste also gerade jetzt auch bei meinem aktuellen Film Hotel Utopia.
00:19:00: Ist das sehr viel Thema gewesen in der Auseinandersetzung?
00:19:04: in der Bildgestaltung, weil mir das doch auch am Anfang schwer gefallen ist mich von diesen klaren Entscheidungen mal ein bisschen zu lösen.
00:19:12: Also so sagen wir es ist in Ordnung wenn hier immer was wackelt und vielleicht gewinnen wir dadurch auch sehr viel Gefühl und Menschlichkeit also auch eine ganz körperliche Bildsprache.
00:19:23: da muss ich sagen bin ich wirklich sehr glücklich dass mich mein Editor damals von hinter den Farben sehr vehement darum gebeten hat, mal darüber nachzudenken ob nicht eine zweite Kamereinstellung auch gut wäre um auch ein bisschen dramaturgisch im Umschnitt zwischen weiter und nahe Kamera hin und her zu wechseln.
00:19:44: Aber diese gewisse Puristik kommt auf jeden Fall aus meinem Architektur hintergrund.
00:19:50: Du hast Preise bekommen
00:19:51: für
00:19:52: hinter den Farben und für Heimspiel.
00:19:55: Und Heimspiel haben wir jetzt noch gar nicht erwähnt, da geht es um Stadtentwicklung und das erzählst du über Nachbarschaft.
00:20:01: also dass ist sozusagen auch wieder das universelle, das menschliche, den habe ich nicht gesehen.
00:20:06: deswegen da fehlen mir jetzt sozusagen die Bilder zu.
00:20:09: trotzdem würde ich gerne wissen wie machst du strukturelle politische Themen denn sichtbar?
00:20:14: Obwohl ich die Antwort jetzt schon mir denken kann, eben über persönliche Geschichten.
00:20:19: Aber wenn du es vielleicht noch ergänzen möchtest hier wäre die Gelegenheit.
00:20:24: Ja das ist halt wie so oft.
00:20:25: man spürt glaube ich die gesellschaftliche Ebene durch die eigene Betroffenheit.
00:20:32: Ich finde dass im Journalismus manchmal auch gar nicht so richtig Dass es immer über die Emotionalität geht.
00:20:38: aber trotzdem ist natürlich auch ein schöner Fakt dass wir Menschen alle emotional sind.
00:20:42: Ich versuche schon den Bogen immer wieder zu spannen, wenn ich im Film emotional und individuell bin.
00:20:48: Dass es auch die kleinen Verweise auf die Struktur gibt.
00:20:51: Also mein aktueller Film Hotel Utopia ist eben sehr deutlich das da geht's um Gentrifizierung in einem kleinen Bergort in Bulgarien.
00:21:02: Und jetzt zu viel darüber zu sagen.
00:21:04: Es ist trotzdem auch genau diese Geschichte dass wir uns den Menschen dort annähern dort auch immer wieder auf die strukturelle gesellschaftliche Ebene dieser Thematik zu verweisen.
00:21:14: Das ist bei Heimspiel auch so gewesen, dass wir dieses Thema der Braunkohle im Hintergrund hatten das Geld ein wahnsinniges Thema gespielt hat und es wir eigentlich versucht haben diese dieses Thema macht also die eben durch RWE und das Geld entsteht eher im individuellen kleinen nachbarschaftlichen Kontext zu besprechen.
00:21:37: Was mich interessiert ist, ob du diesen Ansatz auch für die Planungswelt
00:21:41: interessant
00:21:41: findest?
00:21:43: Ich glaube der Bogen den ich vom Film mit in die Architektur jetzt wieder mit zurücknehmen würde wäre eben dieses trainierte Balancieren zwischen individuell und strukturell.
00:21:56: Es ist sicherlich eine richtige Ansatz zu sagen lass uns das individuelle kleine Erlebnis oder die persönliche emotionale Erfahrung neben der strukturellen gesellschaftlichen Aussage von entwürflichen Entscheidungen in der Architektur nicht vergessen, dass das eben beides existiert.
00:22:14: Und wenn du
00:22:15: jetzt sagst,
00:22:15: du bist
00:22:16: zwischen Journalismus, Dokumentarfilm und künstlerische Arbeit – wo würdest du dich da eher verorten?
00:22:22: Ja, also dieser Grenzbereich zwischen Journalismus und Dokumentarfilmen wird schon sehr lange diskutiert.
00:22:29: Wo ist eigentlich da die Grenze?
00:22:31: Ich glaube was mir selber gar nicht so bewusst war, dass es doch einen deutlichen Unterschied gibt zwischen der Reportage unter Dokumentationen und dem Dokumentarfilm.
00:22:40: Da habe ich mich zumindest bis jetzt auch mit meinen Filmen ganz deutlich im Dokumentarpilm verstanden.
00:22:45: Was ist denn der Unterschied?
00:22:47: Also um das ganz kurz zu beantworten, ist dieser Verweis auf die Struktur im Journalismus und in der Dokumentation noch mal sehr viel deutlicher als ein Dokumentarfilm.
00:22:56: Der Dokumentarfilm nennt sich in der Regel einfach sehr viel mehr Zeit für subtile Erzählmittel.
00:23:02: also der Dokventarfilm hat meistens die Zeit für die Beobachtung seiner Figuren.
00:23:08: Die Protagonisten werden in ihren Mimiken gesehen was zum Beispiel auch hinter den Farben viel passiert.
00:23:16: In der Reportage würde dieses Storytelling dieser Geschichte viel angezogener sein.
00:23:24: Verstehe, ja!
00:23:25: Lährst du selber heute?
00:23:27: Ja
00:23:28: Was lärst Du und wie lär's Du und wo?
00:23:30: Ich bin als Dozentin immer mal wieder wenig jetzt in einem ganzen Block an Hochschulen meistens für Architektur oder für Film Und auch immer sehr gerne und sehr oft in der Schnittstelle zwischen Architektor und Film.
00:23:44: Also es geht dann immer um dieses Interdisziplinäre, Prozessarbeiten.
00:23:50: Ja an Filmhochschulen geht es direkter dann um das Thema so Interviewführung und Figurengestaltung ganz auch mal effektiv ist, dreimal Turgie verstehen oder auch
00:24:00: umdenken.".
00:24:02: Und du lährst dann auch dieses von innen heraus schätze ich mal?
00:24:06: Und aber nach den Regeln des Handwerks... Interviewführung ist ja auch ein Handwerk, journalistische Handwerke.
00:24:13: Ich glaube ich leere dann eher gegen die Regel des Handwerks.
00:24:16: Nein also es geht natürlich auch darum so was sind die Regeln des Handwerk?
00:24:20: Was ist das Lehrbuch der Dokumentarfilmlehre?
00:24:22: wie stelle ich die richtigen Fragen?
00:24:25: Das was ich aber mitbringen kann ist eigentlich vor allem dass oder das ist eigentlich mein Wunsch dass die Studierenden in dem Seminar mit mir da sitzen begreifend, dass sie eigentlich nicht so viel falsch machen können.
00:24:37: Wenn Sie angebunden sind an Ihrem eigenen Interesse und es klingt immer so einfach und so schnell, wenn du weißt was du willst dann bist du schon sicher aber das ist gar nicht so leicht auch für die Studierenden in der Architektur vor allem in den ersten Semestern eine Antwort darauf zu haben.
00:24:53: warum habe ich eigentlich Bock diesen Entwurf zu machen?
00:24:56: Was ist eigentlich mein Anliegen?
00:24:57: Warum brauchen wir dieses sechste Museum da oder warum brauchen wir Restaurant am Kudam oder keine Ahnung was.
00:25:10: Ich gebe mit einem guten Gefühl aus einer Unterrichtsstunde raus, wenn ich das Gefühl habe wir haben es geschafft dass die Studierenden zu ihren Projekten einen wirklich eigenen Zugang gefunden haben um aus ihrem individuellen Standpunkt heraus etwas so gestalten.
00:25:26: Also Architekturstudierende für dies ist ja auch goldwert das zu lernen.
00:25:30: Genau auf dem Punkt zu bringen was willst du konkret?
00:25:33: Hey!
00:25:34: Ein Schiff.
00:25:35: Was willst du konkret sagen?
00:25:37: So, diesmal auf einen Punkt das herunterzubrechen... Das ist wirklich eine ganz hohe Kunst weil Ideen hat man ja viele
00:25:43: und Vorbilder hat man auch viele.
00:25:45: also und auch nicht Vorbildern die ein jetzt persönlich berühren sondern die einem einfach vorgesetzt sind und man meint dieses Bild Treffen zu müssen.
00:25:56: Jetzt bist Du Ja, noch nicht allzu lange fertig.
00:26:00: Aber Arbeit ist natürlich schon total lang in der Filmbranche also bist du schon Profi?
00:26:04: Du lernst ja auch und so weiter.
00:26:05: Du machst Filme, hast Preise gewonnen.
00:26:07: Seit wann machst du genau jetzt Filme?
00:26:10: Das überlege ich gerade, weil ich mein erstes Urlaubsvideo gedreht habe... Mit fünf!
00:26:15: Ich bin schon tatsächlich nicht diese klassische Erzählung von Ach, ich sitze schon an meinem Adobe Premiere Schnittprogramm seit ich stehen kann.
00:26:23: das ist nicht so gewesen.
00:26:26: Also ja, ich war auch diejenige in der Familie oder diejenig auf... ...in Urlaubsweisen, die mit dem Handy mitgedreht hat und das dann später aneinander gesetzt hat.
00:26:34: Und irgendeine Musik drunter gelegt hat.
00:26:38: aber so richtig mich mit Filmen befasst habe ich eigentlich erst zwanzig achtzehn als ich an der Filmakademie angefangen habe zu studieren.
00:26:44: Okay ist jetzt auch schon
00:26:46: acht Jahre?
00:26:47: Ist es schon acht jahre her!
00:26:50: Was denkst du deiner Überzuschreibung wie Jung-, Nachwuchs- oder New-Kammerinnen?
00:26:56: Ja, so der Begriff Newcomerinnen, da steckt ja schon auch irgendwie eine Erwartungshaltung drin.
00:27:00: Was muss die Newcomeren leisten?
00:27:03: Abliefern, treffen... Also ich denke jetzt gerade vor allem in Richtung Film weniger in Richtung Architektur weil ich da auch glaube nicht mehr richtig den Einblick rein habe.
00:27:15: Ich finde es schon schwierig sich In der Dokumentarfilmwelt als junge Filmemacherin zu positionieren Weil ich glaube dass gerade viele junge FilmmacherInnen im Dokumentarfilm echt tolle Ambitionen haben und begrenzte Möglichkeiten.
00:27:30: Es gibt Förderungen, es gibt vor allem auch Förderung für junge Filmschaffende die so frisch aus den Hochschulen
00:27:38: kommen
00:27:39: aber es ist und bleibt ein sehr prekärer Beruf der mit sehr viel Konkurrenz einhergeht was auch einen Grund ist warum ich mit zwei Kolleginnen aus der Film- und aus der Literaturwelt einen Kollektiv gegründet habe in dem letzten Jahr.
00:27:57: Das Film- und Literatur-Kollektiv, eins zu tausend – da sind wir wieder bei Maßstab!
00:28:02: Ja es geht einfach darum sich in dieser Newcomerwelt zu unterstützen, sich gegenseitig zu vertreten... mal was zu moderieren, wo es vielleicht im Kontakt mit Produktionsfilmen oder Protagonisten in Fragen eben in diesen ganzen künstlerischen Schaffen ja wo's da Unterstützung braucht.
00:28:19: Es gibt jetzt natürlich auch immer noch diesen KI-Hint so dieses.
00:28:23: Was ist mit dieser Branche?
00:28:24: Ich glaube diese Frage stelle ich ja nicht nur beim Film aber eben auch beim Film.
00:28:28: und ganz manchmal denke ich mir was is eigentlich wenn die KI den Dokumentarfilm nochmal richtig präsenter macht in unseren Köpfen Sattsehen an KI-generierten Drehbüchern, an der Fiktion und an der Werbung.
00:28:46: Und einfach nur noch Bock auf Dokumentarfilme haben!
00:28:49: Ich freue mich auf diese Zeit!
00:28:51: Das ist mal eine ganz andere Sichtweise als die Angst davor dass KI einem irgendwas
00:28:56: wegnimmt.
00:28:56: Die Prognose, die ich gehört habe, ist das auf so Streamingdiensten eher mit schwächlicheren... Dialoben zu rechnen sein darf in nächster Zukunft.
00:29:07: Handlungen, flacher Dove-Dialoge weil eben KI generiert und dass da auch gar nicht... Also versucht wird das irgendwie noch intelligenter zu machen, weil funktioniert und da hoffe ich auch, dass es irgendwann in die Richtung geht, dass die Leute sagen ne wir sind unterfordert und wollen mehr.
00:29:25: Ich meine das Schöne ist ja wenn wir irgendwann nur noch Dove Dialoge hören dann wird uns das nicht mehr auffallen, weil wir nur noch von Durven-Dialogen lernen und selber auch nur noch doof werden.
00:29:35: Ja, dass ist auch meine Befürchtung, dass eigentlich die Verdummungen eigentlich so fortschreitet!
00:29:40: Aber umso größer hast du dann die Rolle des Dokumentarfilms vielleicht?
00:29:43: Es ist natürlich auch einfach vor allem ein Wunschdenken.
00:29:45: Ich habe da gerade keine Studie vor Augen, die mir das bestätigt.
00:29:49: aber manchmal denke ich mir, es könnte doch irgendwie auch die Entwicklung sein
00:29:55: Genau, also den Glauben nicht verlieren.
00:29:57: Da würde ich ja gleich mal zur letzten Frage kommen und zwar was möchtest du Studierenden mitgeben?
00:30:04: Architekturstudierende die einen ähnlichen Weg gehen wollen?
00:30:08: wie kommen sie zum Film?
00:30:12: Also was ich Architektor studieren und mitgeben möchte ist der Punkt über dem wir eben schon gesprochen haben dass ich ihn einfach aus meiner Perspektive heraus sagen kann das Ich glaube dass es ihnen selber Spaß bringt und den Projekten Erfolg im ganzheitlichen Sinne, wenn sie es schaffen an ihre eigenen Fragestellungen angeknüpft zu sein, wenn Sie entwerfen.
00:30:34: Und ich muss da so ein bisschen im Kopf zitieren einen Professor damals aus meinem Architektur Bachelor mit dem ich mich letztens noch mal ziemlich lange unterhalten habe und der mich darauf aufmerksam gemacht hat dass wir damals im Architektor Bachelor bei unseren Präsentationen eigentlich immer diese Schwarzpläne auf die erste Seite gehangen haben.
00:30:52: also Diese großen, eins zu tausend Schwarzpläne haben unsere Präsentationen begonnen und irgendwann ganz hinten war man beim Detail.
00:31:03: Und ich glaube wenn ich jetzt nochmal Architektur studieren würde, würde ich das versuchen umzudrehen und eigentlich mit meinem Eins-zu-Eins-Detail anzufangen und irgendwann beim Kontext zu enden oder eben dieses Pingpong mehr zuzulassen also reinzuspringen rauszuspriegen reinzusoumen rauszusspringen.
00:31:23: Das ist so mein Angebot, wenn ich die Seminare mache.
00:31:27: Sich auf diesen intensiven Hautkontakt mit sich selbst einzulassen.
00:31:32: Super!
00:31:33: Vielen Dank für das Interview.
00:31:35: Julia Grohte-Klaas
00:31:36: sehr gerne danke euch.
00:31:37: Das war
00:31:38: Studietum zu bauen
00:31:39: der Baunetz
00:31:40: Campus Alumni Podcast präsentiert von Gira.
00:31:43: wir gehen jetzt in die Sommerpause und ihr hört uns am neunzehnten August wieder und wir freuen uns wenn ihr dann wieder rein hört
00:31:52: Immer
00:31:52: auch, wenn ihr uns eine Bewertung da lasst – falls ihr das nicht schon
00:31:56: getan habt.
00:31:57: Redaktion und Veröffentlichung Katharina Lux-Bornetz Campus Moderation und Audioproduktion Ich Kerstin Kunikath Berlin.
Neuer Kommentar